Jakob Gruber (* 25. Dezember 1855 in Regensburg; † 2. Juli 1908 in München) war ein deutscher Komponist, Organist und Chorleiter.
Leben Gruber wirkte als Chorleiter zuerst an der Kath. Pfarrgemeinde Mater Dolorosa in PyrbaumSiehe auf der Website des Kirchenchores der Pfarrgemeinde, abgerufen am 19. Dezember 2020. und wechselte 1890 als Chorregent nach München nach St. Peter, die älteste erwähnte Pfarrkirche Münchens und eines der Wahrzeichen der Stadt. Er war auch bekannt als Virtuose auf der Zither, für die er ebenfalls komponierte. Orgelwerke von ihm sind u. a. in Otto Gauß’ Orgelkompositionen IV (Coppenrath), Alban Lipps Orgelalbum bayrischer LehrerkomponistenMitwirkende, abgerufen am 19. Dezember 2020. (Böhm) und in Johann Adolf Troppmanns Orgelschatz II (ebenfalls Böhm) verzeichnet.Klaus Beckmann: Repertorium Orgelmusik: 1150-1998. Mainz: Schott, 1999. S. 220.
Neben Fritz Lubrich war Gruber Redakteur der seit 1889 bei Hofmeister verlegten musikalischen Zeitschrift Die Orgel – Monatsschrift f. Orgelmusik u. KirchengesangBibliographie des 2. Jg., abgerufen am 19. Dezember 2020. bzw. später Centralblatt für Kirchenmusiker, zu der er auch eigene Kompositionen beisteuerte. Gruber hatte schon Lubrichs Praktische Chorgesangschule: ein unentbehrliches Handbuch für Männergesangvereine (Op. 21, 1888)Eintrag im KOBV, abgerufen am 19. Dezember 2020. verlegt.
Sein Nachlass befindet sich in der Bayerischen Staatsbibliothek.Repertorium des Nachlasses Im Besitz der Adolph-Henselt-Gesellschaft befinden sich Briefe Adolph Henselts, der Hofpianist am russischen Zarenhof war, an Jakob Gruber.Jahresbrief der Adolph-Henselt-Gesellschaft von 2016, Dezember 2016 (PDF; 218 kB), abgerufen am 19. Dezember 2020.
Er war Inhaber der herzoglichen Kunstmedaille.
Werke (Auswahl) Messe in h-Moll op. 28 Messe in F-Dur op. 29 Missa in A dur für Sopran, Alt, Tenor u. Bass, op. 30 Pusztaklänge op. 33, Friedrich Hofmeister MusikverlagVerzeichnis des Musikverlags Hofmeister vom Februar 1885, abgerufen am 19. Dezember 2020. Musikperlen f. Streichquartett, Fr. Hofmeister.Verzeichnis des Musikverlags Hofmeister vom September 1885, abgerufen am 19. Dezember 2020. Heilige Nacht, Weihnachtsspiel, op. 51 (erschienen 1904 bei L. Schwann, Düsseldorf)Hilmar Schmuck, Willi Gorzny (Hrsg.): Gesamtverzeichnis des deutschsprachigen Schrifttums (GV) 1700-1910, Band 51 (Grok-Grus), bearb. u.d.L.v. Hilmar Schmuck und Willy Gorzny, K. G. Saur Verlag, München 1982, ISBN 3-598-30000-X, S. 175 Wieland der Schmied, Oper
Literatur Franz Fiedler: Handlexikon für Zitherspieler: biographische Notizen über hervorragende Musiker, Fabrikanten und Verleger auf dem Gebiete der Zither, Tölz: Echo vom Gebirge 1895. Adolf Moritz Hofmeister: Hofmeisters Handbuch der Musikliteratur, Band 12. Friedrich Hofmeister, 1906 (S. 227 u. 301) Paul Frank und Wilhelm Altmann: Kurzgefasstes Tonkünstlerlexikon, Leipzig: Merseburger 1926, S. 135. Carlo Schmidl: Dizionario universale dei musicisti. Milan: Sonzogno, 1937, S. 2V und 1938 (Supplement), S. 806 Franz Stieger: Opernlexikon. Teil II: Komponisten. Tutzing: Hans Schneider, 1977 Klaus Beckmann: Repertorium Orgelmusik: 1150-1998. Mainz: Schott, 1999 (S. 220)
Weblinks Nachlass von Jacob Gruber in der Bayerischen Staatsbibliothek München
Indexeintrag für Jakob Gruber in der Datenbank der Deutschen Biographie
Einzelnachweise
Kategorie:Komponist (Oper) Kategorie:Chorleiter Kategorie:Deutscher Kategorie:Person (München) Kategorie:Geboren 1855 Kategorie:Gestorben 1908 Kategorie:Mann Kategorie:Komponist (Romantik)