Wilhelm Ernsthausen (* 8. Juli 1902 in Bukarest; † 12. Mai 1966 in Karlsruhe) war ein deutscher Professor für Elektrobiologie und Biophysikalische Messtechnik.

Leben Wilhelm Ernsthausen, Sohn des gleichnamigen Wildhüters und Jägers sowie von Berta geb. Hansen, studierte in Köln und in Karlsruhe. Von 1927 bis 1935 war er Wissenschaftlicher Assistent in Karlsruhe. 1935 bis 1943 war er Forscher und Abteilungsleiter der Deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt in Berlin. Er promovierte 1936 und habilitierte sich 1941. Von 1943 bis 1945 leitete er das Helmholtz-Institut (Reichsstelle für Hochfrequenzforschung) in Berlin. Von 1946 bis 1948 war er tätig im Luftfahrtmedizinischem Institut der US Air Force in Wright Field in Ohio. Ab 1952 war er Privatdozent, ab 1958 ordentlicher Professor und ab 1961 Senator in Karlsruhe.

Im Jahr 1954 wurde er mit dem Freudenberg-Preis der TH Karlsruhe ausgezeichnet.

Werke (Auswahl) Zur Geräuschanalyse an elektrischen Maschinen, 1937 Über die Verzerrungen des Niederfrequenz-Kondensatormikrophons, 1937 Der Einfluss aerodynamischer Eigenschaften auf Schallfeld und Strahlungsleistung einer Luftschraube, 1941 Die Herztätigkeit als Schwingungsvorgang, 1949 Das elektrische Herzbild, 1953 Über den Zusammenhang mechanischer und elektrischer Vorgänge am Warmblüter-Herzen, 1962 Das elektrische Herzbild und seine Beziehung zu Thorax- und Extremitäten-EKG, 1956

Quellen Johann C. Poggendorff: Biographisch-literarisches Handwörterbuch zur Geschichte der exacten Wissenschaften, Band VIIa, Teil 1, 1956 Kürschners deutscher Gelehrten-Kalender, Band 1, 1961, S. 402 Wer ist Wer – Das deutsche Who’s Who, Band 15, 1967, S. 409 Who’s Who in Germany, Teil 1, 1990, S. 342

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