Johann Heinrich Schmedding (* 25. Januar 1849 in Münster; † 25. Januar 1921 ebenda) war ein deutscher Architekt und Altertumsforscher.
Leben Schmedding war der Architekt des 1907 eröffneten Museums in Haltern (heute: Museums in Haltern). In Münster entwarf er im Zoo das Elefantenhaus im Stil einer Moschee und das Kamelhaus im Stil eines japanischen Bauernhauses.Christin Fleige: Die Völkerschauen im Westfälischen Zoologischen Garten Münster. Zur Inszenierung und Rezeption des „Fremden“ (1879–1928). Aschendorff, Münster 2023, ISBN 978-3-402-13123-7, S. 19f.
1903 leitete Schmedding die systematische Grabung eines karolingischen Hofes in Bossendorf bei Haltern. Er arbeitete in Haltern und Kneblinghausen, ferner grub er in der Turmhügelburg Haskenau. Er untersuchte zahlreiche Wallburgen in Westfalen und publizierte im „Atlas vor- und frühgeschichtlicher Befestigungen in Westfalen“.
Er war ab 1909 Mitglied der Altertumskommission für Westfalen, ab 1916 deren Vorsitzender. Er war Ehrenmitglied des Vereins für Altertumskunde und Heimatpflege in Haltern.
Ehrungen Er erhielt verschiedene Orden: Roter Adler-Orden 4. Klasse Königlicher Kronen-Orden 3. Klasse Landwehrdienstauszeichnung 2. Klasse Lippischer Hausorden 3. Klasse
Weblinks Ute Ewering: Johann Heinrich Schmedding bei Propylaeum-VITAE: Akteure – Netzwerke – Praktiken
Einzelnachweise
Kategorie:Altertumsforscher Kategorie:Architekt (Deutschland) Kategorie:Träger des Roten Adlerordens 4. Klasse Kategorie:Träger des Preußischen Königlichen Kronenordens 3. Klasse Kategorie:Inhaber des Lippischen Hausordens III. Klasse Kategorie:Mitglied des Deutschen Archäologischen Instituts Kategorie:Person (Münster) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1849 Kategorie:Gestorben 1921 Kategorie:Mann