Gisela Maria Breiderhoff (* 12. Dezember 1914laut Reichsfilmkammerakte in Berlin; † 11. Juli 1977 ebenda; verehelicht Gisela Wauerlaut Reichsfilmkammerakte) war eine deutsche Schauspielerin und Synchronsprecherin.
Leben und Karriere Die seit 1935 mit dem Theaterregisseur Horst Wauer verheiratete Gisela Breiderhoff erhielt ihre erste kleine Kinorolle 1941 in dem Zarah-Leander-Film Der Weg ins Freie. 1945 wirkte sie zudem in dem Propagandafilm Das Leben geht weiter mit, der jedoch unvollendet blieb. Sie stand 1944 in der Gottbegnadeten-Liste des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda.Breiderhoff, Gisela. In: Theodor Kellenter: Die Gottbegnadeten : Hitlers Liste unersetzbarer Künstler. Kiel: Arndt, 2020, ISBN 978-3-88741-290-6, S. 368 Später sah man sie noch in Beate (1948) und in der Gerhart-Hauptmann-Verfilmung Der Biberpelz (1949). Da sie sich als Filmschauspielerin nicht etablieren konnte, konzentrierte sich Breiderhoff auf ihre Tätigkeit als Synchronsprecherin, die sie bereits seit Ende der 1930er Jahre ausübte.So synchronisierte sie beispielsweise 1938 die Schauspielerin Frances Dee. Siehe: dievergessenenfilme.wordpress.com Nach dem Krieg lieh sie mehrfach Marlene Dietrich ihre markante Stimme, ohne der Schauspielerin jedoch fest zugeordnet zu sein. Daneben sprach sie für Filmgrößen wie Rita Hayworth, Linda Darnell oder Olivia de Havilland. In Erinnerung blieb sie vor allem in Wenn Frauen hassen, wo sie der von Joan Crawford verkörperten, willensstarken Saloonbesitzerin Vienna Leben einhauchte. 1959 trat Breiderhoff letztmals als Synchronsprecherin in Erscheinung, danach verliert sich ihre Spur.1959 synchronisierte sie laut Synchrondatenbank von Arne Kaul (abgerufen am 29. September 2023) die französische Schauspielerin Annie Ducaux.
Filmografie 1941: Der Weg ins Freie 1945: Das Leben geht weiter (unvollendet) 1948: Beate 1949: Der Biberpelz
Synchrontätigkeit (Auswahl) Synchronjahr Filmtitel Rolle Darsteller Drehjahr1938Frisco-ExpressJustine PryorFrances Dee19371947Der große BluffFrenchyMarlene Dietrich19391948Die AbenteurerinClaireMarlene Dietrich19411949Die FreibeuterinCherry MalotteMarlene Dietrich19421949Das Haus der sieben SündenBijouMarlene Dietrich19401949Faustrecht der PrärieChihuahuaLinda Darnell19461950S.O.S. Feuer an BordJudy MacPhersonRita Hayworth19421950KismetJamillaMarlene Dietrich19441950Herr des wilden WestensAbby IrvingOlivia de Havilland19391952Der Garten AllahsDominiMarlene Dietrich19361954Wenn Frauen hassenViennaJoan Crawford1954
Theater 1946: August Strindberg: Fräulein Julie (Christine) – Regie: Ernst Schröder (Renaissance-Theater Berlin) 1947: Marcel Achard: Die Zeit des Glücks – Regie: Kurt Raeck (Renaissance-Theater Berlin) 1948: John Boynton Priestley: Der Lindenbaum (Marion) – Regie: Viktor de Kowa (Tribüne Berlin) 1948: Günter Rutenborn: Das Zeichen des Jona – Regie: Viktor de Kowa (Tribüne Berlin)
Hörspiele 1948: Wladimir Poljakow: Medizin und Liebe – Regie: ? (Kurzhörspiel – RIAS Berlin) 1949: Thornton Wilder: Cleopatra – verliebt und königlich im alten Rom – Regie: ? (Kurzhörspiel – RIAS Berlin)
Fernsehen 1939: Verstaubtes Herz im Pulverschnee. Ein Spiel von Alltag, Urlaub, Schnee und Wind.Siehe: Knuth Hickethier: Fernsehspiele im Programm des Fernsehsenders "Paul Nipkow" Berlin, 1936-1941. In: William Ulricchio: Die Anfänge des deutschen Fernsehens, Tübingen 1991, Seite 137
Weblinks
Gisela Breiderhoff in der Synchrondatenbank von Arne Kaul
Einzelnachweise
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