Die Miles M.11 Whitney Straight ist ein zweisitziges Leichtflugzeug des britischen Herstellers Miles Aircraft, das zur Verwendung in Fliegerclubs in Großbritannien konzipiert wurde.

Entwicklung und Konstruktion mini|Miles Whitney Straight G-AERV, 2011 mini|Miles Whitney Straight G-AERV, 2013 Die M.11 Whitney Straight wurde von Frederick George Miles beim Unternehmen Phillips and Powis in Zusammenarbeit mit Rennfahrer, Pilot und Geschäftsmann Whitney Straight entwickelt. Ziel war eine komfortable Unterbringung der Insassen sowie deren Gepäck in einem geschlossenen Cockpit mit nebeneinander angeordneten Sitzen. Das Ergebnis war ein Tiefdecker mit starrem, aerodynamisch verkleidetem Spornradfahrwerk. Das Flugzeug besteht mit Spanten aus Fichtenholz, die mit dreilagigem Port-Orford-Zedersperrholz verkleidet sind, zum größten Teil aus Holz. Die Tragflächen verfügen über unterdruckbetätigte Spaltklappen. Angetrieben wird es von einem de Havilland Gipsy Major I mit einer Nennleistung von .

Nutzung Am 14. Mai 1936 absolvierte der Prototyp mit dem Luftfahrzeugkennzeichen G-AECT, gesteuert von Frederick Miles seinen Jungfernflug vom Flugplatz in Woodley. Als die Produktion im Jahr 1937 eingestellt wurde, waren 50 Exemplare gebaut worden.

Am 28. Juni 1938 stürzte die M.11C mit dem Kennzeichen G-AEYI über Harefield in Berkshire ab. Der Pilot Wing Commander F. W. Stent wurde bei dem Absturz getötet. Modifizierte Whitney Straights wurden für Triebwerkstests und Tests verschiedener Klappenentwürfe eingesetzt. Nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs 1939 requirierte das Air Ministry dreiundzwanzig Maschinen für den Militärdienst als Verbindungsflugzeuge. Davon wurden einundzwanzig im Vereinigten Königreich, eine in Indien und eine in Ägypten stationiert. Eine M.11A wurde zwischen 1940 und 1943 vom Fleet Air Arm, drei weitere von der Royal New Zealand Air Force eingesetzt.

Zwischen 1939 und 1943 verwendete Alan Pritchard in Ninety Mile Beach in Neuseeland eine M.11A für Versuche mit dem Ausbringen von Saatgut aus der Luft und später für das Versprühen von Superphosphat. Diese Versuche waren Teil der Entwicklung des landwirtschaftlichen Düngefliegens.

Versionen Quelle: D. L. Brown, 1970, S. 377–380 M.11 Prototyp, ein Exemplar gebaut M.11A Serienausführung, 49 Exemplare gebaut. M.11B Drittes Serienexemplar (Werknummer 305), das mit einem Amherst Villiers Maya I mit ausgerüstet wurde. Er verlieh der Maschine eine um erhöhte Maximalgeschwindigkeit und eine maximale Steigrate von 200 ft/min (1 m/s). M.11C Werknummer 341 der Serienproduktion wurde mit einem de Havilland Gipsy Major II mit und Verstellpropeller ausgestattet.

Betreiber

Mount Cook Airline Royal New Zealand Air Force 42stes Geschwader

Royal Air Force Royal Navy Fleet Air Arm Starways (G-AFGK)

Erhaltene Exemplare G-AERV in England G-AFGK im Reynolds-Alberta Museum in Wetaskiwin, Alberta

Technische Daten (M.11A) Kenngröße Daten Besatzung 1 Passagiere 1 Länge Spannweite Höhe Flügelfläche Flügelstreckung 6,8 Leermasse max. Startmasse Reisegeschwindigkeit Höchstgeschwindigkeit Dienstgipfelhöhe Reichweite Triebwerke 1 × de Havilland Gipsy Major I mit

Siehe auch Liste von Flugzeugtypen

Literatur Don L. Brown: Miles Aircraft since 1925, Putnam & Co., 1970, ISBN 0-370-00127-3; S. 121–128 Arthur W. J. G. Ord-Hume: British Light Aeroplanes - Their Evolution, Development and Perfection 1920–1940, GMS Aviation Books, 2000, ISBN 1-870384-76-8, S. 421–422

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Einmotoriges Flugzeug mit Kolbenmotor Kategorie:Erstflug 1936