mini|hochkant|Juri Solomin bei einer Auszeichnung im Kreml (2015) Juri Mefodjewitsch Solomin (; * 18. Juni 1935 in Tschita, Region Ostsibirien, Russische SFSR, Sowjetunion; † 11. Januar 2024 in Moskau, Russland) war ein sowjetischer bzw. russischer Schauspieler und Regisseur. Von 1988 bis zu seinem Tod war er künstlerischer Leiter des Maly-Theaters in Moskau. 1990/1991 war er der Kulturminister der RSFSR.
Leben Juri Solomins Eltern waren Musiklehrer. Noch als Schüler begeisterte er sich für das Theater. Nach seiner Schulzeit zog er nach Moskau und studierte von 1953 bis 1957 Schauspielkunst an der Schtschepkin-Schule beim Maly-Theater. Nach Abschluss des Studiums gehörte er dem Schauspielensemble des Maly-Theaters an. Ab 1980 betätigte er sich auch als Theaterregisseur und übernahm im Jahr 1988 die künstlerische Leitung des Maly-Theaters.
Ab 1960 war Solomin auch als Filmschauspieler aktiv. Unter anderem spielte er die Rolle des russischen Offiziers und Geographen Wladimir Arsenjew in Akira Kurosawas Streifen Dersu Usala. Er wirkte als Schauspieler vor der Kamera bis zum Jahr 2010 in mehr als 60 Film-und-Fernsehproduktionen mit. Er führte bei drei Spielfilmen zudem die Regie.
Von Juli 1990 bis November 1991 war Solomin der Kulturminister der RSFSR.
Sein jüngerer Bruder Witali Solomin war ebenfalls Schauspieler.
Am 11. Januar 2024 starb Juri Solomin im Alter von 88 Jahren an den Folgen eines Schlaganfalls.
Auszeichnungen (Auswahl) 1971 – Verdienter Künstler der RSFSR 1974 – Volkskünstler der RSFSR 1985 – Orden der Völkerfreundschaft 1988 – Volkskünstler der UdSSR 1995 – Verdienstorden für das Vaterland 4. Klasse 1999 – Verdienstorden für das Vaterland 3. Klasse 2002 – Staatspreis der Russischen Föderation 2005 – Verdienstorden für das Vaterland 2. Klasse 2010 – Orden der Ehre 2011 – Orden der Aufgehenden Sonne 3. Klasse2011 Autumn Conferment of Decorations on Foreign Nationals, Internetseite des japanischen Außenministeriums (englisch) 2015 – Verdienstorden für das Vaterland 1. Klasse 2020 – Held der Arbeit der Russischen Föderation
Filmografie (Auswahl) 1960: Schlaflose Nacht 1966: Treue einer Mutter 1967: Die Willensstarken 1967: Frühling an der Oder 1969: Adjutant seiner Exzellenz 1971: Dauria 1974: Blockade 1975: Dersu Usala 1977: Der Leidensweg 1978: Das gewöhnliche Wunder 1977: Fledermaus 1983: Mondscheinbogen (Lunnaja raduga)
Weblinks
Biographie auf der Website des Maly-Theaters Artikel in der Großen Russischen Enzyklopädie (russisch)
Einzelnachweise
Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Filmregisseur Kategorie:Theaterschauspieler Kategorie:Theaterregisseur Kategorie:Theaterleiter Kategorie:Kulturminister (Russische Föderation) Kategorie:Verdienter Künstler der RSFSR Kategorie:Volkskünstler der RSFSR Kategorie:Volkskünstler der UdSSR (Darstellende Kunst) Kategorie:Träger des Ordens der Völkerfreundschaft Kategorie:Träger des russischen Ordens der Ehre Kategorie:Träger des Verdienstordens für das Vaterland Kategorie:Held der Arbeit der Russischen Föderation Kategorie:Träger des Staatspreises der Russischen Föderation Kategorie:Träger des Ordens der Aufgehenden Sonne (Kommandeur) Kategorie:Darstellender Künstler (Sowjetunion) Kategorie:Darstellender Künstler (Moskau) Kategorie:Sowjetbürger Kategorie:Russe Kategorie:Geboren 1935 Kategorie:Gestorben 2024 Kategorie:Mann