mini|Maya Tissafi (2017) mini|Maya Tissafi (2013) Maya Jaouhari Tissafi (* 1965 in Hamburg, heimatberechtigt in Bern) ist eine Schweizer Diplomatin. Sie war von 2011 bis 2015 als Stellvertretende Direktorin und Botschafterin der DEZA im EDA tätig und leitete die Südzusammenarbeit. Von 2015 bis 2019 war sie Botschafterin in Abu Dhabi für die UAE und Bahrain mit Sitz in Abu Dhabi. Von 2019 bis 2024 leitete sie als Botschafterin die Abteilung Mittlerer Osten und Nordafrika im EDA. Seit September 2024 ist sie Botschafterin für Indien und Bhutan mit Sitz in Delhi.

Leben Maya Tissafi ist das Kind einer Lektorin mit polnisch-deutschen Wurzeln und eines marokkanischen Journalisten. Sie wuchs in Hamburg und Bern auf. Sie studierte Sozialarbeit und Gesundheitswissenschaften und schloss ihr Studium mit einem Master of Public Health an den Universitäten Basel, Bern und Zürich ab. Zusätzlich absolvierte sie eine Ausbildung als Mediatorin. Seit 1993 arbeitet sie in der Internationalen Zusammenarbeit und der Diplomatie: von 1993 bis 1999 beim Christlichen Friedensdienst, wo sie 1993 das psychosoziale Programm in Bosnien aufbaute. Von 1994 bis 1999 war sie Programmverantwortliche für das Palästina-Israel-Programm.

Im Jahr 2000 reiste sie mit ihrer Familie nach Tansania aus, um für SolidarMed im Auftrag der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA (Eidgenössisches Department für auswärtige Angelegenheiten) als Technical Advisor die Gesundheitsreform in Tansania zu begleiten. Sie fungierte als Leiterin des Kooperationsbüros von SolidarMed in Ifakara. 2002 wechselte Maya Tissafi als Genderbeauftragte an das Hauptquartier der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit des EDA und leitete ab 2006 die Sektion Soziale Entwicklung. Im Oktober 2008 wurde sie zur Abteilungsleiterin Ost- und Südliches Afrika ernannt, 2011 übernahm sie die Leitung der Südzusammenarbeit und wurde zur Stellvertretenden Direktorin mit dem Titel einer Botschafterin ernannt.

2015 wurde Maya Tissafi vom Bundesrat zur Botschafterin in den Vereinigten Arabischen Emiraten und ab 2018 zusätzlich zur Botschafterin in Bahrain mit Sitz in Abu Dhabi ernannt. Ausserdem wurde sie zur Ständigen Vertreterin der Schweiz bei IRENA (International Renewable Energy Agency) ernannt. Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen den VAE und der Schweiz, Berufsbildung, das Thema der erneuerbaren Energien und Tourismus gehörten zu den Schwerpunkten ihres Einsatzes. Die reibungslose Durchführung der Feierlichkeiten zur Ankunft nach der Erdumrundung von Solar Impulse, die Durchführung der World Skills und der Special Olympics mit Schweizer Beteiligung lagen ihr besonders am Herzen.Interview of Maya Tissafi,Ambassador of Switzerland to the U.A.E. In: Madame. UAE Swiss Magazine. Abgerufen am 19. Mai 2020

Im September 2019 übernahm Maya Tissafi die Leitung der Abteilung Mittlerer Osten und Nordafrika in der Politischen Direktion des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten in Bern. Für diese Funktion wurde ihr der Botschafter-Titel verliehen. Am 9. Oktober 2023 wurde sie als Leiterin der bundesrätlichen Task Force Naher Osten eingesetzt, welche sie bis zu ihrer Abreise nach Indien im Sommer 2024 leitete.

Am 22. November 2023 wurde Maya Tissafi zur ausserordentlichen und bevollmächtigten Botschafterin in der Republik Indien im Königreich Bhutan, mit Sitz in New Delhi, ernannt, eine Position, welche sie im September 2024 startete. Die Umsetzung des Freihandelsabkommen zwischen der Schweiz, den weiteren EFTA-Ländern und Indien, die duale Berufsbildung und die Zusammenarbeit in den Wissenschaften und der Innovation sowie das Thema Klima und Nachhaltigkeit gehören zu den Prioritäten ihres Einsatzes.

Maya Tissafi ist verheiratet und hat drei Kinder.

Auszeichnungen 2019: Order of Independence, First Class der Vereinigten Arabischen EmirateEmirates News Agency: UAE President confers Order of Independence on Swiss ambassador., 29. Mai 2019, abgerufen am 19. Mai 2020

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