Schafhof ist ein Gemeindeteil der Stadt Velburg im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz in Bayern. Schafhof liegt in der Gemarkung Lengenfeld.

Geographische Lage Die Einöde liegt im Oberpfälzer Jura der Fränkischen Alb etwa 700 m nordwestlich vom Gemeindesitz auf . Jeweils circa 500 m entfernt erheben sich im Südwesten der Eichelberg (), im Westen der Kramertsbügel (606 m NHN) und im Osten der Kuhbügel (), dem sich nach Norden der Kohlberg () anschließt.

Verkehr Der Schafhof ist über eine Anliegerstraße zu erreichen, die von der Kreisstraße NM 1 nach Westen abzweigt.

Geschichte 1598 ist in einer Karte ein Nieseshof/Nieseßhof eingezeichnet, dessen Position der Lage des heutigen Schafhofes entspricht; den Zehent besaß das Kloster Waldsassen.Günter Frank und Georg Paulus: Edition von Christoph Vogels Beschreibungen pfalz-neuburgischer Ämter (1598-1604), Teil 11: Pflegamt Velburg, Regensburg 2013, S. 24 f., 29, 35 Die Einöde gehörte der bayerisch-herzoglichen, ab 1505 pfalz-neuburgischen und später bayerisch-kurfürstlichen, jeweils an Adelige vergebenen Herrschaft Helfenberg.Jehle, S. 221 Auf dem Anwesen saß um 1800, gegen Ende des Alten Reiches, der Untertan Üeberl.Jehle, S. 496

Im Königreich Bayern (1806) wurde um 1810 der Steuerdistrikt Lengenfeld im Landgericht Parsberg gebildet, dem neben dem Dorf Lengenfeld das Dorf Harenzhofen und die Einöden Matzenhof, Ostermühle, Schafhof, Schwaighof und Weihermühle angehörten.Jehle, S. 533 f. Mit dem Gemeindeedikt vom 15. Mai 1818 wurde daraus die Ruralgemeinde Lengenfeld. Der Schafhof wurde allerdings am 1. Januar 1946 zur Gemeinde Velburg gelegt.Jehle, S. 543, 553, 560 Im Schafhof wohnten 1836 11 Einwohner (2 Häuser),Th. D. Popp (Hg.): Matrikel des Bissthumes Eichstätt, Eichstätt: Ph. Brönner, 1836, S. 154 1861 11 Einwohner (6 Gebäude),Joseph Heyberger: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon, München 1867, Sp. 796 1871 9 Einwohner (4 Gebäude; an Großviehbestand 2 Pferde und 10 Stück Rindvieh),Vollständiges Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern ... nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dez. 1875, München 1877, Sp. 979 1900 12 Einwohner (1 Wohngebäude),Kgl. Statistisches Bureau in München (Bearb.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern... [nach dem Ergebnis der Volkszählung vom 1. Dez. 1900], München 1904, Sp. 901 1925 13 Einwohner (1 Wohngebäude),Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928, München 1928, Sp. 910 1938 11 Einwohner (Katholiken),Buchner II, S. 698 1950 13 Einwohner (1 Wohngebäude).Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950, München 1952, Sp. 790 1987 1 Einwohner (1 Wohngebäude).Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987, München 1991, S. 261

Heute wird der Schafhof von der Familie Hinterberger bewohnt, welche das Anwesen 2007 erwarb. Zusätzlich dient der Schafhof als Hochzeits- und Eventlocation.Hochzeitslocation Schafhof, auf am-schafhof.de

Kirchliche Verhältnisse Der Schafhof gehörte von alters her zur katholischen Pfarrei St. Johannes Baptist zu Velburg im Eichstätter Diözesangebiet.Jehle, S. 221; Frank/Paulus, S. 53 Die Pfarrei wurde unter Pfalz-Neuburg um 1545 lutherisch. Die Rekatholisierung erfolgte 1621.Buchner II, S. 590 f. Den jeweiligen Glaubenswechsel mussten alle Untertanen vollziehen, auch die Bewohner des Schafhofes. Das Kreuz am Schafhof ist 1938 genannt.Buchner II, S. 700

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Ortsteil von Velburg Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz