Die Gmina Koźmin Wielkopolski (bis 1996 Gmina Koźmin) ist eine Stadt-und-Land-Gemeinde im Powiat Krotoszyński der Woiwodschaft Großpolen in Polen. Ihr Sitz ist die gleichnamige Stadt (bis 1996 Koźmin; Koschmin, 1943–1945 Horleburg) mit etwa 6500 Einwohnern.

Geographie mini|Karte der Gemeinde Die Gemeinde liegt im Süden der Woiwodschaft, etwa zehn Kilometer von der Grenze zur Woiwodschaft Niederschlesien entfernt. Die Kreisstadt Krotoszyn (Krotoschin) liegt sechs Kilometer südlich, die Woiwodschafts-Hauptstadt Posen etwa 70 Kilometer nordwestlich. Nachbargemeinden sind die Gemeinden Jaraczewo und Jarocin im Norden, Dobrzyca im Nordosten, Rozdrażew im Südosten, Krotoszyn im Süden, Pogorzela im Westen sowie Borek Wielkopolski im Nordwesten.

Die Gemeinde hat eine Fläche von 152,7 km², von der 88 Prozent land- und sechs Prozent forstwirtschaftlich genutzt werden.regioset.pl: Daten zur Gemeinde (polnisch, abgerufen am 27. Mai 2020) – Zu den Gewässern gehört die 95 Kilometer lange Orla (Horle).

Geschichte Das heutige Gemeindegebiet gehörte unterbrochen durch die deutsche Besatzungszeit im Zweiten Weltkrieg von 1919 bis 1975 zur Woiwodschaft Posen mit unterschiedlichem Zuschnitt. – Die deutsche Minderheit wurde nach dem Weltkrieg vertrieben.

Von 1975 bis 1998 kam das Gemeindegebiet zur Woiwodschaft Kalisz. Der Powiat wurde in dieser Zeit aufgelöst. Die Landgemeinde Koźmin wurde 1954 wiederholt in verschiedene Gromadas umgewandelt und zum 1. Januar 1973 neu geschaffen. Stadt- und Landgemeinde Koźmin wurden 1990/1991 zur Stadt-und-Land-Gemeinde zusammengelegt. Diese gehört seit 1999 zur Woiwodschaft Großpolen und wieder zum Powiat Krotoszyński.

Gemeindepartnerschaften Verwaltungsgemeinde Verwaltungsgemeinschaft Bad Tennstedt (Thüringen) Balatonmáriafürdő (Ungarn) Bellheim (Rheinland-Pfalz) Drimmelen (Niederlande).

Gliederung Zur Stadt-und-Land-Gemeinde (gmina miejsko-wiejska) Koźmin mit Einwohnern (Stand ) gehören die Stadt selbst und 28 Dörfer mit Schulzenämtern (sołectwa):

Name deutscher Name (1815–1919) deutscher Name (1939–45)Biały Dwór Weißhof WeißhofBorzęcice Borzencice RadenzBorzęciczki Gut Radenz Gut RadenzCegielnia Cegielnia Czarny Sad Czarnysad Dębiogóra Eichenhöhe EichenhöheGałązki Galonski GalonskiGóreczki Gut Goreczki GoretschkiGościejew Gosciejewo GostichauJózefów Josefowo Kaniew Kaniewo Lipowiec Gut Lipowiec 190?–19 Liepnitz LiepnitzMokronos Mokronos MokronosNowa Obra Neu Obra Neu ObraOrla Orla OrlaPogorzałki Wielkie Groß Pogorzalki 1905–19 Pogorzalki PogorschalkiSapieżyn Ladenberg LadenbergSerafinów Serafinow Skałów Skalow SkalowStaniew Staniewo StaniewoStara Obra Alt Obra Alt ObraSuśnia Susnia Szymanów Szymanowo SchymanowoTatary Grembow Abbau Walerianów Walerianowo WalerianowoWałków Walkow Wrotków Wrotkow 1939–43 Wrotkow 1943–45 RottkauWyrębin Wyrembin Wyrembin

Kleinere Ortschaften und Siedlungen sind Dębówiec (Dembowitz), Dymacz (Dymatsch), Góreczki (Siedlung), Klatka (Kladka), Ludwinów, Mogiłka (Mogielka), Mycielin (Mycielin 1939–45: Mitschelin), Orlinka (Orlinka), Paniwola (Paniwola), Pogorzałki Małe (Klein Pogorzalki), Psie Pole (Hundsfeld 1939–45: Hundsfeld) und Wrotków (Siedlung).

Verkehr Auf der Bahnstrecke Oleśnica–Chojnice besteht nur noch geringer Personenverkehr zwischen Krotoszyn und Jarocin (Jarotschin). Der Hauptort hat einen Bahnhof, der Haltepunkt Obra Stara im Dorf Stara Obra liegt im Norden der Gemeinde.

Weblinks

Webpräsenz von Stadt und Gemeinde (polnisch)

Fußnoten