mini|Veteranentreffen der 2nd US-Armored Division in Frankreich mini|Panzerjäger der 2nd US-Armored Division 1944 in Frankreich mini|82nd Armored Reconnaissance battalion der 2nd US-Armored Division rückt 1945 in Juchen ein mini|2nd US-Armored Division wird 1945 in Berlin inspiziert mini|Verlegung der 2nd Armour von Texas nach Deutschland mini|Garnison in Garlstedt mini|Vernichtete irakische T-55 Kampfpanzer während des Golfkrieges mini|Artillerieschläge einer Feldartillerie-Einheit der 2. US-Panzerdivision auf irakische Stellungen während des Golfkrieges mini|Angehörige der 2. US-Panzerdivision posieren während des Golfkrieges auf einem vernichteten Feindpanzer Die 2nd Armored Division (; Spitzname Hell on Wheels, Hölle auf Rädern) war eine Panzerdivision der US-Army. Die Division spielte während des Zweiten Weltkrieges eine wichtige Rolle während der Invasion in Nordafrika und Sizilien. Außerdem bei der Befreiung Frankreichs, Belgiens und der Niederlande und der Besetzung des Deutschen Reichs. Während des Kalten Krieges war die Division in Fort Hood, Texas stationiert, eine verstärkte Brigade jedoch in Garlstedt, Westdeutschland. Nach der Teilnahme im Golfkrieg wurde die Division im Jahr 1995 aufgelöst.

Geschichte Zweiter Weltkrieg Die 2nd Armored Division wurde am 15. Juli 1940 in Fort Benning, Georgia, aufgestellt. Ihre ersten Verbände waren das 66th Infantry Regiment (Panzerregiment leichte PanzerLink Tank Regiment), 67th Infantry Regiment (Panzerregiment mittlere PanzerMedium Tank Regiment) und das 68th Infantry Regiment (Panzerregiment leichte Panzer). Ihr erster Kommandeur war Major General Charles L. Scott und Colonel George S. Patton, Jr., wobei Letzterer mit der Ausbildung der Panzersoldaten betraut wurde. Scott erhielt im November 1940 das Kommando über das I. US-Panzerkorps und Patton wurde Divisionskommandeur. Im Februar 1942 übernahm Major General Willis D. Crittenberger das Divisionskommando.

Die 2nd Armored Division war als schwere Panzerdivision konzipiert. Sie bestand aus zwei Panzerregimentern zu je vier mittleren Panzerbataillonen und zwei leichten Panzerbataillonen zu je drei Kompanien. Zusammen mit der 3. Panzerdivision behielt sie ihre Organisation während des Zweiten Weltkriegs bei. Die 14 anderen US-Panzerdivisionen wurden in „leichte“ Panzerdivisionen mit drei Panzerbataillonen mit jeweils drei „mittleren“ Panzerkompanien und einer leichten Panzerkompanie umstrukturiert. Beide Typen besaßen jeweils eine Infanteriekomponente von drei mechanisierten Bataillonen, obwohl die schweren Divisionen die Organisationsform des „gepanzerten Infanterieregiments“ unterhielten. Die Kerneinheiten der Division waren das 41. Panzerinfanterieregiment, das 66. Panzerregiment, das 67. Panzerregiment, das 17. Panzerpionierbataillon, das 82. Panzeraufklärungsbataillon und die 142. Panzerfernmelde-Kompanie. Das 82. gepanzerte Aufklärungsbataillon war als „Auge und Ohr“ der 2. Panzerdivision bekannt. Die 2. Panzerdivision hatte drei Artillerie-Bataillone zur Verfügung: (14. FArtBtl, 78. FArtBtl und 92. FArtBtl). Die Division besaß auch Unterstützungstruppen, darunter das 2. Ordnance Maintenance Battalion (2. Waffeninstandhaltungs-Bataillon), das 2. Supply Battalion (Nachschubbataillon), das 48. Armored Medical Battalion (48. Sanitätsbataillon) sowie Militärpolizei.

Fronteröffnung in Nordafrika Teile der Division gehörten zu den ersten US-Truppen, die während des Zweiten Weltkriegs offensive Bodenkampfeinsätze auf dem Kriegsschauplatz Europa und Mittelmeerraum unternahmen. Die 2. US-Panzerdivision (Generalmajor Ernest N. Harmon) operierte zusammen mit der 1. US-Panzerdivision in Nordafrika. Damit waren sie, zusammen mit der 1., 3., 9. und 34. US-Infanteriedivision, Teil der westlichen Task Force in der Operation Torch, die am 8. November 1942 in Casablanca in Französisch-Marokko landete. Die 2. US-Panzerdivision war in Nordafrika nicht in Kampfhandlungen verwickelt, sondern hatte Besatzungs- und Ausbildungsaufgaben. Im April 1943 gab Generalmajor Harmon das Kommando der Division an Generalmajor Hugh Joseph Gaffey ab. In Vorbereitung der geplanten Seelandung auf Sizilien wurde die Division für amphibische Operationen trainiert.

Operation Husky Als Reserve der westlichen Task Force für die Operation HuskyCodename für die alliierte Invasion auf Sizilien, landete die 2. US-Panzerdivision am 10. Juli 1943 zur Unterstützung der 1. US-Infanteriedivision in der Schlacht von Gela. Danach trat die 2. US-Panzerdivision am 21. Juli 1943 bei der zweiten Landung in Licata, Sizilien, nach der bekannteren vorherigen Landung der 3. US-Infanteriedivision am 10. Juli 1943 in Aktion. Die 2. US-Panzerdivision, die eng mit Fallschirmjägern der 82. US-Luftlandedivision zusammenarbeitete, kämpfte sich im Folgenden bis zur sizilianischen Hauptstadt Palermo durch. Auf dem Weg dorthin nahm die 2. US-Panzerdivision tausende italienischer Kriegsgefangener. Die Kämpfe in Sizilien endeten am 17. August 1943. Die 2. US-Panzerdivision erhielt in der kurzen Kampagne ihre erste Ehrenmedaille des Zweiten Weltkriegs für Sergeant Gerry H. Kisters. Der Verband erlitt relativ leichte Verluste. Während des Feldzugs stand die Division unter dem Kommando der 7. US-Armee unter Generalleutnant George S. Patton, der zuvor Kommandeur der 2. US-Panzerdivision gewesen war. Bald darauf wurde die 2. US-Panzerdivision zur Vorbereitung der alliierten Invasion auf die Normandie nach Großbritannien verlegt und verblieb dort bis zum Juni 1944. Im April 1944 erhielt die Division einen neuen Kommandeur, Generalmajor Edward H. Brooks, einen bewährten Veteranen des Ersten Weltkriegs.

Landung in der Normandie Am 9. Juni 1944, drei Tage nach den ersten Landungen in der Normandie, operierte die 2. US-Panzerdivision auf der Cotentin-Halbinsel und bildete später die rechte Flanke des Angriffs der Operation Cobra2nd Armored Division Battle Order Overlord (en.). Wenig später landete die 2. US-Panzerdivision am Omaha Beach. Es kam bei Roncey zu Kämpfen mit der Waffen-SS-Division „Das Reich“ und der 17. SS-Panzergrenadier-Division „Götz von Berlichingen“, woraufhin die deutschen Verbände einen Großteil ihrer Panzerausrüstung verloren. Bei La Chapelle vernichtete die US-Artillerie mit über 700 Geschossen einen Großteil des deutschen Panzerverbandes. Die Verluste der Deutschen waren mit 7.370 Opfern zu 914 Alliierten (Verhältnis 8:1) enorm. Auf der anderen Seite verlor die 2. US-Panzerdivision 49 Panzer. Am 8. September 1944 erreichte die 2. US-Panzerdivision den Albert-Kanal in Belgien. Sie überquerte am 18. September 1944 die deutsche Grenze bei Sittard, um Verteidigungspositionen bei Geilenkirchen einzunehmen. Am 3. Oktober startete die Division, erneut unter dem Befehl von Generalmajor Harmon, von Marienberg aus einen Angriff auf die Siegfried-Linie, brach durch, überquerte den Fluss Wurm und eroberte am 16. November 1944 die Ortschaft Puffendorf und am 28. November 1944 Barmen.

Rheinkampagne Die 2. US-Panzerdivision hatte Stellungen entlang der Rur bezogen, als ihr befohlen wurde, zum Gegenangriff der deutschen Ardennenoffensive beizutragen. Die 2. US-Panzerdivision kämpfte in Ostbelgien und verhinderte das Eindringen der deutschen 5. Panzerarmee in US-amerikanische Linien. Im Januar 1945, sollte der Frontbogen verringert werden. Dazu kämpfte die 2. US-Panzerdivision im Wald der Ardennen im Tiefschnee und räumte das Gebiet von Houffalize bis zum Ourthe River von Feindkräften. Die deutsche 2. Panzerdivision befand sich in ihrem ursprünglichen Einsatz an der Maas. Mechanisierten Einheiten dieser Panzerdivision ging in Celles der Treibstoff aus, woraufhin sie von der 2. US-Panzerdivision und der britischen 29. Panzerbrigade vernichtet wurden. Nach einer kurzen Ruhepause im Februar 1945 überquerte die Division am 27. März 1945 den Rhein und war die erste US-amerikanische Division, die später am 11. April 1945 die Elbe in Schönebeck erreichte. Am 20. April 1945 wurde der Vormarsch an der Elbe eingestellt und im Juli 1945 marschierte die Division als erste US-amerikanische Einheit in die Hauptstadt Berlin ein.

Angehörigen der Division wurden 9369 Medaillen verliehen. Darunter etliche Silver Stars und Purple Hearts.

Die Verluste beliefen sich auf 5864 Mann, davon 981 gefallen (KIA – killed in action), 4557 Verwundete, 60 Vermisste und 266 Kriegsgefangene.

Zwischenkriegsperiode Nach einer kurzen Besatzungszeit in Deutschland kehrte die Division 1946 nach Fort Hood, Texas, zurück, um sich dort zu reorganisieren. Die 2. US-Panzerdivision kehrte daraufhin in den Jahren 1951 bis 1957 als Teil der 7. US-Armee nach Westdeutschland zurück, bis sie als Teil des III. US-Korps nach Fort Hood zurückkehrte. Während der Stationierung 1952, als Teil der 7. US-Armee, in Deutschland, befand sich die 2. US-Panzerdivision unter dem Kommando von General Williston Palmer in Stuttgart-Vaihingen.

Vietnamkrieg Im Vietnamkrieg kämpften nur Teileinheiten der 2. US-Panzerdivision, nicht der gesamte Verband. Dazu gehörten die 1/50th Infanterie50th Infantry Regiment, Fort Benning, Georgia? Reorganisiert am 1. Juli 1963 als 1st Battalion, 50th Infantry. Am 1. September 1967 der 2d Armored Division unterstellt50th Infantry Regiment, Fort Benning, Georgia? Reorganisiert am 1. Juli 1963 als 1st Battalion, 50th Infantry. Am 1. September 1967 der 2d Armored Division unterstellt, 2/1st Kavallerie, 1/40th Feldartillerie40th Field Artillery Regiment und 1/92nd Feldartillerie92nd Field Artillery Regiment. Zur Division gehörten die „Fort Hood Three“, eine Gruppe von drei MannschaftsdienstgradenPrivate First Class James Johnson, Jr. Private David A. Samas und Private Dennis Mora, die sich weigerten, 1966 ihren Kriegsdienst in Vietnam anzutreten.

Kalter Krieg Ein Teil der Division verbrachte die nächsten 35 Jahre in Fort Hood, und der andere Teil der Division leistete während des Kalten Krieges seinen aktiven Dienst in Europa. Ihre Hauptaufgabe bestand darin, sich zur Verteidigung der NATO auf die Durchführung schwerer Panzerkämpfe gegen die Streitkräfte des Warschauer Pakts vorzubereiten. Die 2. US-Panzerdivision war ein wesentlicher Bestandteil der REFORGER-Verbände, die aus zehn Divisionen bestand, im Falle einer sowjetischen Bedrohung der NATO innerhalb kürzester Zeit aus Übersee nach Zentraleuropa zu verlegenOperation Big Lift (en.). Diese REFORGER-Übungen fanden regelmäßig in den Jahren von 1967 bis 1988 statt. Die „Manöverbrigaden“ der Division, die fast jährlich im National Training Center eingesetzt wurden, um sich einer gegnerischen Streitmacht zu stellen, welche sowjetische Hauptwaffensysteme und Taktiken nachbildete. Mit dem Ende des Kalten Krieges und der veränderten Bedrohung durch den Warschauer Pakt begann das US-Heer jedoch, seine Kampfverbände zu reduzieren. Die 2. US-Panzerdivision sollte bereits im Frühjahr 1990 inaktiviert werden.

Im Jahr 1975 wurde die 3. Brigade der 2. US-Panzerdivision nach Westdeutschland verlegt und der NATO-Armeegruppe NORTHAG unterstellt. Die Brigade erhielt zusätzliche Teileinheiten von Heeresfliegern, Pionieren, militärischer Aufklärung, Sanitätsdienste und Nachschub. Die 2. US-Panzerdivision wurde zur Forward-Division ernannt. Die Hauptaufgabe des Verbandes im V-Fall eines bewaffneten Konflikts mit dem Warschauer Pakt bestand darin, entweder Flugplätze und Bereitstellungsräume für den Einsatz des III. US-Korps zu sichern oder direkt an der Innerdeutschen Grenze GDP-Stellungen einzunehmen und als Sperrverband der NATO-Streitmacht zu fungieren. Von 1975 bis 1978 befand sich das Brigadehauptquartier in Grafenwöhr, zusammen mit den rotierenden Panzer- und Artillerie-Bataillonen, sowie den unterstützenden Pionier- und Kavallerieeinheiten. Zwei rotierende Infanteriebataillone waren in Hohenfels und Vilseck stationiert. Die sechsmonatigen Rotationen dauerten bis 1978 an, unmittelbar vor der Stationierung in permanente Garnisonen in Norddeutschland.

Truppengliederung in Garlstedt 1978