mini|hochkant|Lucie Debay (2020) Lucie Debay (* 2. März 1985 in Le Mans) ist eine französisch-belgische Schauspielerin. Debays dortige Aussagen zu Geburtsort und Eltern: „Je suis née au Mans. J’ai vécu en France, puis à l’étranger avec ma mère. Elle est française, mon père est belge, je suis franco-belge.“ Übersetzt: „Ich bin in Le Mans geboren. Ich lebte in Frankreich, dann mit meiner Mutter im Ausland. Sie ist Französin, mein Vater ist Belgier, ich bin französisch-belgischer Abstammung.“

Leben Lucie Debay ist als Tochter einer französischen Zen-Buddhistin und eines Belgiers in Frankreich geboren. Eine lange Zeit der Kindheit verbrachte sie mit ihrer Mutter in Meditation bei buddhistischen Mönchen. Eine Aussage von Debay: „J’ai donc passé mon enfance entourée de moines bouddhistes.“ Übersetzt: „So verbrachte ich meine Kindheit umgeben von buddhistischen Mönchen.“ Zwischendurch lebte sie bei ihrem Vater in Togo. Während ihrer Schulzeit in Frankreich war sie eine gute Basketballspielerin, besuchte aber auch Filmkurse. Im Jahr 2005 schrieb sie sich an der Kunsthochschule INSAS in Brüssel ein, wo sie bis 2009 ein Masterstudium erfolgreich abschloss. Neben vielen Theaterengagements in Frankreich, der Wallonischen Region und Norwegen ist sie, seit ihrem Spielfilmdebüt in Somewhere Between Here and Now im Jahr 2009, auch als Filmschauspielerin regelmäßig beschäftigt. International bekannt wurde sie 2014 durch die Rolle der Melody in Melodys Baby, für die sie sowohl den Darstellerpreis beim Montreal World Film Festival als auch den Magritte als beste Nachwuchsdarstellerin gewann.Vgl. im Abschnitt Auszeichnungen. Als Jurorin war sie bei einem Kurzfilmfestival im Einsatz.

Theaterrollen (Auswahl) 2006: Endogonidia Tragedy, Regie: Romeo Castellucci nach Socìetas Raffaello Sanzio, Théâtre du Maillon, Straßburg 2010–2011: Ivanov, Regie: Armel Roussel nach Anton Pawlowitsch Tschechow, Théâtre Les Tanneurs, Brüssel 2011: Play Loud, Regie: Falk Richter, Théâtre national Wallonie-Bruxelles 2012: Parasites, Regie: Vincent Hennebicq nach Marius von Mayenburg, Théâtre national Wallonie-Bruxelles 2012: Heroes (just for one day), Regie: Vincent Hennebicq, Théâtre national Wallonie-Bruxelles 2013: King Dom, Regie: Manah Depauw, BIT Teatergarasjen, Bergen 2014: Le nu civil, Regie: Jean-Baptiste Calame, Théâtre de La Balsamine, Brüssel 2017–2018: Darius, Stan et Gabriel contre le monde méchant, Regie: Claude Schmitz, unter anderem in den Halles de Schaerbeek (Brüssel), am Théâtre de l’Union (Limoges) und am Théâtre de Liège (Lüttich)

Filmografie (Auswahl) Schauspielerin 2009: Somewhere Between Here and Now 2013: Bevor der Winter kommt (Avant l'hiver) 2014: Melodys Baby (Melody) 2015: Neun Tage im Winter (Fernsehfilm, Neuf jours en hiver) 2015: Villeperdue 2016: King of the Belgians 2016: Die Beichte (La Confession) 2017: Lola Pater 2018: Unsere Kämpfe (Nos batailles) 2019: The Barefoot Emperor 2019: Cleo 2019: Cabarete 2020: Hunted – Waldsterben (Hunted) 2020: Une vie démente 2020: À la folie 2020: Lebenslinien (Si demain) 2021: Lucie perd son cheval 2022: Une comédie romantique 2023: Le syndrome des amours passées Drehbuchautorin und Schauspielerin 2015: Daedalus (gemeinsam mit Jean-Manuel Fernandez)

Auszeichnungen 2014: Darstellerpreis beim Montreal World Film Festival für Melody, gemeinsam mit Rachael Blake 2016: Magritte als beste Nachwuchsdarstellerin für Melody 2019: Magritte als beste Nebendarstellerin für Nos batailles

Weblinks

Lucie Debay auf „agencesartistiques.com“ (französisch) Lucie Debay bei Les Archives du spectacle (französisch) Lucie Debay bei Allociné (französisch)

Einzelnachweise

Kategorie:Theaterschauspieler Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Franzose Kategorie:Belgier Kategorie:Geboren 1985 Kategorie:Frau