mini|Wappen des Konrad von Randeck - Wappenfries des Disentiser Klosterhofs zu Ilanz (um 1430) mini|Wappen der Lichteneck (im Vergleich dazu) Randeck ist der Name eines erloschenen schwäbischen Uradelsgeschlecht.
Die Familie ist zu unterscheiden von dem pfälzischen Adelsgeschlecht Randeck.
Geschichte Die niederadligen Herren von Randeck wurden zwischen 1292 und 1444 urkundlich erwähnt und stammen wie die Herren von Lichteneck von dem Ortsadel aus Neidlingen ab. Gemeinsam haben sie das Wappen, welches einen goldenen Schräglinksbalken auf einem blauen Schild zeigt. Sie traten als Dienstmänner der Herzöge von Teck, der Grafen von Aichelberg und der Grafen von Württemberg in Erscheinung oder können kirchliche Laufbahnen als Domherren, Bischöfe und Patriarchen aufzeigen.
Sie waren in Neidlingen, Weilheim an der Teck, Kirchheim unter Teck, Plochingen und einigen benachbarten Dörfern begütert.
Stammliste der Herren von Randeck (Schwaben)
Zuordnung unsicher: Kraft von Neidlingen († 27. März 1333), Domprobst zu Augsburg, urkundlich erwähnt 1329 Berthold von Randeck, Soldritter in Oberitalien Friedrich von Randeck († 1369), Soldritter und Heerführer in Oberitalien[RIplus] Regg. Karl IV. (Diplome) [n. 7138], in: Regesta Imperii Online, Werner von Randeck, urkundlich erwähnt 1324–1331 Rugger von Randeck, urkundlich erwähnt 1345HStAS A 474 (Kloster Bebenhausen) Nr. 313 Rupp von Randeck, urkundlich erwähnt 1345HStAS A 493 U 313 Anna von Randeck, Nonne im Frauenkloster Kirchheim, urkundlich erwähnt 1361 und 1389, ⚭ mit einem Sohn des Albrecht Hofwart von KirchheimHStAS A 493 U 91 und HStAS A 493 U 116 Adelheid von Randeck, urkundlich erwähnt 1365 und 1369, ⚭ Wilhelm von Rechberg zu Faurndau und Hohenstaufen Hans von Randeck, urkundlich erwähnt 1374–1390HStAS A 493 U 461 und HStAS A 469 I U 243 Hermann von Randeck, urkundlich erwähnt 1383HStAS A 493 U 415 Albrecht von Randeck, urkundlich erwähnt 1384 Anna von Randeck, urkundlich erwähnt 1387, ⚭ Hans von NeuhausenStaatsarchiv Ludwigsburg B 126 d S Bü 224 Adelheid von Randeck, Tochter des Konrad von Randeck, ⚭ Konrad von Stadion († 1398) Berthold von RandeckHStAS A 493 U 326 unbekannt von Randeck, urkundlich erwähnt 1408, ⚭ Volmar von Mansberg Gret von Randeck, Klosterfrau, post mortem urkundlich erwähnt 1443HStAS A 493 U 437
Die mangelhafte, oft fehlerhafte, Quellenlage betrifft den gesamten Zeitraum aller Familienzweige. Erschwerend kommt hinzu, dass zur selben Zeit in der Pfalz, im Altmühltal und bei Schaffhausen Adelsfamilien und Burgstätten mit dem Namen Randeck oder Randegg auftraten. Gesicherte Daten sind urkundlich genannt, Geburts- und Sterbedaten o. g. Zeiträume jedoch oft ungesichert und nach höchstmöglicher Wahrscheinlichkeit der oft abweichenden Datenquellen unter Vorbehalt zu betrachten. Es bleiben genealogische Details, sogar die Zuordnung von Mitgliedern des Hauses, ungeklärt.
Wappen mini|Wappen der Randegg, Lichteneck, Neidlingen Blasonierung: im blauen Schild ein goldener Schräglinksbalken, schmales rotes Schildhaupt, Helmzier: auf (teilweise goldbekröntem) Helm eine oben weiße, unten schwarze Kugel (oder schwarz-weiß); Helmdecken: rein weiß bzw. blau-rot?
Grabplatten mini|Grabplatte für Konrad von Lichteneck (auch Lichtenegg, † nach 1400) im Domkreuzgang zu Augsburg Im Domkreuzgang des Augsburger Dom ist eine Grabplatte des Domkanonikers Konrad von Lichteneck († nach 1400) erhalten. Er war ein Neffe Bischofs Marquard I. von Randeck. Die Grabplatte wird wie die des Friedrich von Hochschlitz dem Meister des Grabmals von Bischof Walter I. von Hochschlitz zugeschrieben.
Literatur Christoph J. Drüppel i. A. der Gemeinde Neidlingen: Neidlingen Geschichte der Herrschaft, Vogtei und Gemeinde unter dem Reußenstein. Neidlingen 1997, ISBN 3-925589-16-3. Christoph Bizer / Rolf Götz: Die Thietpoldispurch und die Burgen der Kirchheimer Alb. Kirchheim unter Teck 2004. Rainer Kilian i. A. der Stadt Kirchheim unter Teck: Kirchheim unter Teck. Marktort, Amtsstadt, Mittelzentrum. Kirchheim unter Teck 2006. Manfred Waßner i. A. der Stadt Weilheim an der Teck: Weilheim Die Geschichte der Stadt an der Limburg Weilheim an der Teck 2007, ISBN 978-3-00-021110-2. Gemeinde Bissingen an der Teck: Geschichten aus 900 Jahren Ochsenwang. Bissingen an der Teck 2013. Bernhard Niemela: Bekannt bis an die Enden der Welt - Die Geschichte der Ritter von Randeck. BoD - Books on Demand, Norderstedt 2020, ISBN 978-3-7519-8924-4.
Anmerkungen und Belege
Kategorie:Geschichte Baden-Württembergs Randeck