mini|Der alte Nijō-Bahnhof, ins Museum versetzt als Ausstellungshalle. Das Eisenbahnmuseum Kyōto () ist ein Eisenbahnmuseum in der japanischen Stadt Kyōto. Es heißt so offiziell seit dem Umbau und der Wiedereröffnung im Jahr 2016. Bekannter ist es unter seinem ursprünglichen Namen, „Umekoji-Dampflokmuseum“ (). Seit der Teilprivatisierung der Japanischen Staatsbahn im Jahr 1987 ist JR West die Betreibergesellschaft.

Geschichte Das Museum befindet sich im Bereich eines erstmals 1877 angelegten Ausbesserungswerks, das 1914 zum Knoten für die Tōkaidō-Hauptlinie ausgebaut wurde. Zentral ist der Ringlokschuppen mit Drehscheibe.

Als das endgültige Aus für Dampfbetrieb in Japan absehbar war, entschloss sich die Staatsbahn, verschiedene Dampflokomotiven zu erhalten. Zur Eröffnung, im Jahre des 100-jährigen Eisenbahnjubiläums in Japan, am 17. Oktober 1972 kamen zwölftausend Gäste.

2013 begann man mit Erweiterungsbauten. Viele der bis 2014 in Osaka im Kōtsū Kagaku Hakubutsukan () gezeigten Exponate, darunter Einheiten der ersten Shinkansen-Generation, sind seit 2016 hier ausgestellt.

Ausstellung mini|Blick in den Ausstellungsraum des Museumsgebäudes (2017). mini|Kleintransporter der Marke Daihatsu Midget, Bj. 1959 (aus Ōsaka übernommen). Vor dem eigentlichen Museumsgebäude ist der hölzerne Bau des Nijō-Bahnhofs () von 1904, der 1996 hierher verlegt wurde. Das moderne Ausstellungsgebäude hat drei Ebenen. Im EG finden sich verschiedene Schienenfahrzeuge und Waggons, bis 2020 wuchs deren Zahl auf 53 für das gesamte Museum. Auf den oberen Ebenen werden kleinere Exponate und Modelle gezeigt. Es gibt auch Führerstandsimulatoren.

Lokomotiven mini|B20-10 (2006). Das Konzept sah von Anfang an vor, in Japan gebaute betriebsfähige Dampfloks zu erhalten. Es wurden zunächst 17 Loks gesammelt, von denen fünfzehn in einem Zustand waren, ggf. wieder streckentauglich gemacht zu werden. Bis 1976 konnte die Loks im Depot von Nakano gepflegt werden. Einige Jahre war das Geld knapp, im Betriebswerk Takatori konnten über die Jahre zehn Loks in Betriebszustand gebracht werden. 2001 waren sechs (¹), 2009 sieben (²) Loks betriebsfähig. Drei Mal täglich finden auf einem Kilometer im Museumsbereich kurze Fahrten statt.

Dampfloks 9633, Baujahr: 1914 8630,¹ Bj. 1914 DC50-140, Bj. 1926 C51-239, Bj. 1927 C53-45, Bj. 1928 C55-1, Bj. 1935 C11-64, Bj. 1935 D51-1, Bj. 1936 C57-1,¹ Bj. 1937, seit 1979 auf der Yamaguchi-Linie C58-1, Bj. 1938 D51-200,¹ Bj. 1938, Vorführlok im Museum, gelegentlich auf der Yamaguchi-Linie C56-160,¹ Bj. 1939 B20-10,² Bj. 1946 C59-164, Bj. 1946 D52-468, Bj. 1946 C61-2,¹ Bj. 1948 C62-2,¹ Bj. 1948 Seit Eröffnung kamen hinzu (³ aus Ōsaka): 1994: C62-1, Bj. 1948 C62-26,³ Bj. 1948, die stärkste japanische Dampflok C53-45

Güterloks (JGR) Übernommen aus Ōsaka: 230, Nr. 233, Bj. 1903, Herst. Kisha Seizō (JP) nach englischem Vorbild 1070, Nr. 1080, Bj. 1926, Herst. Dübs and Company (GB) 1800, Nr. 1801, Bj. 1881, Herst.: Kitson and Company (GB) 7100, Nr. 7105, Bj. 1880, Herst.: H. K. Porter, Inc. (USA) 8620, Nr. 8630, Bj. 1914, Herst.: Kisha Seizō (JP)

mini|KuHa 86. mini|KiHa 81-3 (noch am alten Standort Ōsaka). Dieselloks DD61-756, Bj. 1972 DD54, Nr. 33, Bj. 1971, mit Hydraulik-Getriebe und Antrieb Made in Germany KiHa 81-3 (),³ Bj. 1960

E-Loks und Triebwagen EF58-150, Bj. 1958 EF65-1, Bj. 1965 EF66-25, Bj. 1974 EF81-103; Bj. 1974 JNR583, Kuhane 581-35 mit dazugehörendem Schlafwagen SURONEFU25-501, im Dienst 1989-2018 Übernommen aus Ōsaka: EF52-1, Gleichstromlok, Bj. 1928 Serie 80, KuHa86-001 (), Bj. 1950 Serie 101, Kumoha 100, Nahverkehrszug Serie 103, KuHa 103-1, Nahverkehrszug KuHa 489-1, Bj. 1971

Museumsbahn Die dem Museum gehörende Lok C57-1, manchmal verstärkt durch D51-200, führt an etwa 100 Tagen im Jahr Fahrten auf der Yamaguchi-Linie zwischen Shin-Yamaguchi (bis 2003: Ogōri) und Tsuwano durch. Die jährlich 50-60000 Fahrgäste sind für den Tourismus im letztgenannten Ort mit seinen gut erhaltenen Samurai-Behausungen von Bedeutung.

Für die Entscheidung im Jahr 1978, die Museumsbahn auf jener Strecke fahren zu lassen, war von Bedeutung, dass sie nie elektrifiziert worden war und somit noch genug Personal mit Fachkenntnissen vorhanden war. Außerdem gab es an beiden Endbahnhöfen funktionierende Drehscheiben.

Siehe auch Japanisches Eisenbahndenkmal Eisenbahnmuseum Saitama Meiji Mura

Literatur Tanaka, Fumio; Umekoji Steam Locomotive Museum and Steam Operations on the Yamaguchi Line; Japan Railway & Transport Review, Nr. 31 (Juni 2002), S. 24–7 梅小路蒸気機関車館; 梅小路蒸気機関車館概要; 2015

Weblinks

Kyōto Railway Museum

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