mini|Lage von Guyana Die COVID-19-Pandemie in Guyana tritt als regionales Teilgeschehen des weltweiten Ausbruchs der Atemwegserkrankung COVID-19 auf und beruht auf Infektionen mit dem Ende 2019 neu aufgetretenen Virus SARS-CoV-2 aus der Familie der Coronaviren. Die COVID-19-Pandemie breitet sich seit Dezember 2019 von China ausgehend aus.Lungenärzte im Netz: . Online unter www.lungenaerzte-im-netz.de. Abgerufen am 14. April 2020. Ab dem 11. März 2020 stufte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) das Ausbruchsgeschehen des neuartigen Coronavirus als Pandemie ein.Tagesschau: "Tief besorgt". WHO spricht von Corona-Pandemie. 11. März 2020. Online unter www.tagesschau.de. Abgerufen am 14. April 2020.
Situation Die COVID-19-Pandemie begann in Guyana am 12. März 2020. Guyana ist ein kleiner Staat in Südamerika, der im Süden und Westen an Brasilien, im Nordwesten an Venezuela und im Osten an Suriname grenzt. Bis zum 25. April 2020 wurden in der Pandemie in Guyana insgesamt 74 Infizierte und 8 Todesfälle gemeldet.
Die medizinische Versorgung in Guyana wird im Vergleich zur Weltbevölkerung als unterdurchschnittlich bezeichnet. Auf 1000 Einwohner kommen 1,6 Krankenhausbetten, während der weltweite Mittelwert bei 2,7 und in der EU bei 5,6 liegt. Weltweit stehen 1,5 Ärzte für 1000 Einwohner zur Verfügung, in Guyana sind es 0,8 Ärzte.Gesundheitswesen in Guyana. In: Länderdateninfo vom 25. April 2020
Verlauf Anfangsphase (März 2020) Guyana, ein Staat mit damals etwa 800.000 Einwohnern, steckte im März 2020 in einer politischen Krise, denn nach der Wahl am 2. März gab es selbst drei Wochen nach der Wahl noch kein offizielles Ergebnis. In dem zweitärmsten Land Südamerikas waren vor der Wahl riesige Erdölvorkommen entdeckt worden und die Auseinandersetzung darum hatte die beginnende Corona-Krise überlagert.Guyana: Die politische Krise entzündet sich am Erdöl. In: Blickpunkt-Lateinamerika vom 24. März 2020
Am 10. März 2020 hatte ein 52-jähriger Guyaner, der am 5. März aus den USA einreiste, einen Arzt aufgesucht und war kurz darauf am 12. März nachweislich an einem COVID-19-Infekt verstorben. Daraufhin gab der damalige Präsident von Guyana, David Granger, den ersten Infektionsfall in seinem Land bekannt.In Guyana stirbt ein Mann am Coronavirus. In: Latinapress vom 12. März 2020
Erste Maßnahmen Ab dem 18. März 2020 wurden alle Flughäfen in Guyana für ankommende Flugzeuge bis auf weiteres für 14 Tage gesperrtGuyana to partially close airports amid Coronavirus outbreak. In: INews Guyana vom 17. März 2020 und alle Schulen geschlossen. Das Gesundheitsministerium von Guyana wies alle Einwohner an, dass sie sich ab dem 30. März in ihren Wohnungen aufzuhalten haben und nur lebensnotwendige Beschaffungen zu vorgegebenen Zeiten möglich sind.. In: Regierung von Guyana vom 25. März 2020 Am 2. April 2020 erweiterte Präsident David Granger den Lockdown für Bars, Restaurants und weitere Veranstaltungen von 18:00 bis zum nächsten Morgen um 6:00 Uhr.President announces closure of bars, restaurants from 6 pm daily. In: INews Guyana vom 2. April 2020
Ab dem 8. April wurde bekannt, dass alle Postschalter bis auf weiteres geschlossen werden.All post offices to be closed from Thursday – GPOC In: Guyana Times vom 10. April 2020
Frühe Fallzahlen Bis zum 25. April 2020 wurden in Guyana insgesamt 74 Infizierte und 8 Todesfälle gemeldet. Die höchste Anzahl von Infektionen waren 7 neue Infektionsfälle am 15. April. Aus den bisher vorliegenden Daten ergab sich am 25. April eine Sterblichkeit von 10,8 %.
Internationale Hilfe Am 9. April 2020 gab die Europäische Union bekannt, dass sie eine Hilfszahlung von 8,6 Millionen US-Dollar an die Caribbean Public Health Agency (CARPHA) zur Bewältigung der Corona-Krise überweisen werde. Guyana ist eines der 24 Mitglieder der CARPHA.Coronavirus: EU channels €80 million to support partners in the Caribbean, European Commission, 9. April 2020 Guyana erhielt zudem 30.000 Atemschutzmasken und Ventilatoren von China.Guyana receives ventilators, protective gear from China, INews Guyana, 2020
Weitere Entwicklung 2020–2021 Im August 2020 wurde Mohamed Irfaan Ali als neuer Präsident von Guyana vereidigt und übernahm die Führung der Pandemiebewältigung von seinem Vorgänger David Granger.Biography of the President, Office of the President, Guyana
Im Jahr 2021 wurden insgesamt 33.076 Fälle registriert, was 41.165 Fällen pro Million Einwohner entspricht. Die Zahl der COVID-19-bedingten Todesfälle stieg auf 888 im Jahr 2021.Guyana - Country Profile, Pan American Health Organization, 9. Dezember 2024
Impfkampagne Die Impfkampagne in Guyana begann im Jahr 2021. Bis zum 31. Dezember 2021 hatten 60,3 % der Bevölkerung mindestens eine Dosis eines COVID-19-Impfstoffs erhalten. Bis zum 20. April 2022 waren 46 % der Bevölkerung vollständig geimpft.
Lockerung der Maßnahmen (2022) Im März 2022 begann Guyana mit der Lockerung der COVID-19-Beschränkungen. Beschränkungen für soziale Versammlungen und Aktivitäten wurden aufgehoben, und die Impfanforderungen für den Zutritt zu den meisten Gebäuden wurden abgeschafft. Gesundheitsminister Dr. Frank Anthony begründete die Lockerungen mit der niedrigen Zahl neuer Infektionen und den hohen Impfraten.The beginning of an end to the COVID-19 pandemic?, Guyana Chronicle, 20. März 2022
Gesamtstatistik Bis Juli 2022 wurden in Guyana insgesamt 68.500 SARS-CoV-2-Infektionen und 1.264 Todesfälle registriert.Guyana: the latest coronavirus counts, charts and maps, Reuters, 15. Juli 2022 Dies entspricht einer Letalitätsrate von etwa 1,85 %.
Die Weltgesundheitsorganisation stufte die Übersterblichkeit in Guyana für 2020 auf 393 zusätzliche Todesfälle und für 2021 auf 2.418 zusätzliche Todesfälle.
Aktuelle Situation Seit April 2024 werden von den meisten Ländern, einschließlich Guyana, keine regelmäßigen COVID-19-Statistiken mehr an internationale Überwachungsstellen gemeldet.Guyana COVID - Coronavirus Statistics, Worldometer, 13. April 2024 Die Bevölkerung Guyanas beträgt im Jahr 2025 etwa 799.000 bis 801.000 Einwohner.Guyana Bevölkerung 2025, Countrymeters
Hilfe aus dem Ausland Am 9. April 2020 gab die Europäische Union bekannt, dass sie eine Hilfszahlung von 8,6 Millionen US-Dollar an die Caribbean Public Health Agency (CARPHA) zur Bewältigung der Corona-Krise überweisen werde. Guyana ist eines der 24 Mitglieder der CARPHA.EU provides US$8.6M grant for C'bean to combat COVID-19. In: Kaieteur News vom April 2020
Guyana erhielt 30.000 Atemschutzmasken und Ventilatoren von China. Guyana to receive 30,000 masks from China. In: Stabroek News vom 12. April 2020
Statistik Die Fallzahlen entwickelten sich während der COVID-19-Pandemie in Guyana wie folgt:
Infektionen mini|links|800px|Bestätigte Infizierte in Guyana nach Daten der WHO. Oben kumuliert, unten Tageswerte
Todesfälle mini|800px|links|Bestätigte Todesfälle in Guyana nach Daten der WHO. Oben kumuliert, unten Tageswerte
Anmerkungen Hier sind Fälle aufgelistet, die der WHO von nationalen Behörden mitgeteilt wurden. Da es sich um eine sehr dynamische Situation handelt, kann es zu Abweichungen bzw. zeitlichen Verzögerungen zwischen den Fällen der WHO und den Daten nationaler Behörden sowie den Angaben anderer Stellen, etwa der Johns Hopkins University (CSSE), kommen.
Weblinks Weltgesundheitsorganisation (WHO): Coronavirus disease (COVID-2019) situation reports auf der Website www.who.int (englisch) Johns Hopkins CSSE: Coronavirus COVID-19 Global Cases. (englisch) Webseite World of Meters: Echtzeit-Daten der Corona-Virus-Pandemie (englisch)
Einzelnachweise WHO Coronavirus Disease (COVID-19) Dashboard; oben rechts auf der Seite ist ein Link zum Download der Daten im CSV-Format
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