Gehermühle ist ein Gemeindeteil der Stadt Velburg im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz in Bayern. Gehermühle liegt in der Gemarkung Oberwiesenacker.

Geographie Während das erste Mühlengebäude direkt an der Schwarzen Laber lag, wurde der Nachfolgebau am Wiesenackerer Bach („Mühlbach“) errichtet.Kurt Romstöck (Text) und Alfons Dürr (Zeichnungen): Die Mühlen im Landkreis Neumarkt i. d. Opf. , Neumarkt i. d. Opf. 2004, S. 288 In historischen Karten ist die Mühle ca. 350 m südwestlich von Oberwiesenacker eingezeichnet.

Geschichte 1326 erscheint eine „Goreischmul“, wohl die spätere Gehermühle, in einer Güterbeschreibung des Klosters Kastl.Jehle, S. 41, 319 1404 ist sie als „Görenmül“ genannt;Sammelblatt des Historischen Vereins Eichstätt, 38 (1923), S. 26 1407 wurde die Mühle von einem Konrad dem „Germüller“ geführt. 1565 erwarb die „Gerlmühle“ (auch als Mittermühle bezeichnet) Georg von Wispeck/Wiesbeck zu Velburg.Jehle, S. 254; Romstöck/Dürr, S. 288 Hochgerichtlich unterstand sie bis zum Ende des Alten Reiches dem pfalz-neuburgischen Amt Helfenberg.Jehle, S. 493

Im Königreich Bayern (1806) wurde um 1810 der Steuerdistrikt Unterwiesenacker gebildet, der dem Landgericht Parsberg zugeordnet war, ihm gehörte mit anderen Orten Oberwiesenacker mit der Gehermühle an. Mit dem Gemeindeedikt vom 15. Mai 1818 wurde die parsbergisch-landgerichtliche Ruralgemeinde Oberwiesenacker mit mehreren Orten gebildet, wobei die Einöde Gehermühle seit 1830 in amtlichen Verzeichnissen als eigener Ortsteil erscheint.Jehle, S. 543, 556 So wohnten in der Mühle 1836 8 Einwohner (1 Haus),Th. D. Popp (Hg.): Matrikel des Bissthumes Eichstätt, Eichstätt: Ph. Brönner, 1836, S. 162 1861 10 Einwohner (3 Gebäude),Joseph Heyberger: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon, München 1867, Sp. 797 1875 5 Einwohner (4 Gebäude; an Großviehbestand 2 Pferde und 8 Stück Rindvieh),Vollständiges Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern ... nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dez. 1875, München 1877, Sp. 980 1900 7 Einwohner (1 Wohngebäude),Kgl. Statistisches Bureau in München (Bearb.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern... [nach dem Ergebnis der Volkszählung vom 1. Dez. 1900], München 1904, Sp. 903 1925 5 Einwohner (1 Wohngebäude),Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928, München 1928, Sp. 911 1938 5 Einwohner (nur Protestanten),Buchner II, S. 309 1950 7 Einwohner (1 Wohngebäude).Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950, München 1952, Sp. 786 1987 unbebaut.Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987, München 1991, S. 260

Nach Einstellung des Mühlenbetriebs wurde die Mühle 1960 abgebrochen, so dass heute der weiterhin amtlich benannte Ortsteil von Velburg keine Bebauung mehr aufweist.Romstöck/Dürr, S. 288

Im Zuge der bayerischen Gebietsreform wurde die Gemeinde Oberwiesenacker am 1. Mai 1978 in die Stadt Velburg bzw. in die Gemeinde Pilsach eingemeindet; das Gebiet der Einöde Gehermühle kam nach Velburg.

Kirchliche Verhältnisse Die Einöde gehörte seit alters her zur Pfarrei St. Willibald zu Oberwiesenacker im Bistum Eichstätt.Popp, S. 162; Buchner II, S. 309 Von 1552 bis 1626 war mit Pfalz-Neuburg die Pfarrei und damit auch die Bewohner der Gehermühle evangelisch.Buchner II, S. 301 f.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

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