Der Schmilblick beschreibt im Französischen einen unbekannten Gegenstand, ein zu lösendes Problem oder eine Situation die der Klärung bedarf.

Geschichte Der Schmilblick kam erstmals in den 1950er Jahren in einem Sketch des Humoristen Pierre Dac vor. Darin beschreibt Dac einen von den Brüdern Jules und Raphaël Fauderche erfundenen imaginären Apparat, der in allen Lebenslagen benutzt werden könne und für jeden unentbehrlich sei:

Zwischen 1969 und 1970 strahlte das französische Fernsehen Le Schmilblic (gelegentlich Schmilblik oder Schmilblick geschrieben), eine Sendung von Guy Lux und Jacques Antoine, aus. Darin mussten Zuschauer einen Gegenstand anhand dessen Eigenschaften erraten. Dabei wurde oft die Redewendung „faire avancer le schmilblick“ verwendet („den Schmilblick vorankommen lassen“) bedeutet.

Der Humorist Coluche parodierte später in einem in Frankreich weitbekannten Sketch die Fernsehsendung.

Der Ausdruck erlangte in Frankreich schnell Popularität und wurde zum Synonym für eine Sache oder eine zu lösende Aufgabe. Der Dictionnaire Larousse definiert: „faire avancer le Schmilblick, faire avancer les choses ; débloquer la situation“Artikel „Schmilblick“ in: Larousse online, abgerufen am 23. Juli 2024. – eine Sache voranbringen; einen Stein ins Rollen bringen. Der Ausdruck „ca ne fait pas avancer le Schmilblick“ kann als Vorwurf verwendet werden, wenn eine Person sich nicht mit dem gebotenen Elan einer Sache widmet oder keinen Lösungsansatz für ein Problem vorbringt.« Faire avancer le schmilblick » online (PDF), abgerufen am 23. Juli 2024.

Siehe auch Familienbenutzer

Weblinks , französisch Nikola Obermann, Philippe Massonnet: Karambolage – der Ausdruck: Schmilblick, arte.tv, Frankreich, 2020.

Einzelnachweise

Kategorie:Fiktiver Gegenstand Kategorie:Französische Phrase Kategorie:Scherzwort