Erika Sainte (* 14. Juli 1981) ist eine belgische Schauspielerin.
Leben Der Werdegang von Erika Sainte als Schauspielerin begann 1999 im Théâtre de Namur, wo man sie in Henrik Ibsens Peer Gynt erstmals auf einer Bühne erleben konnte. Bis 2004 absolvierte sie ein Schauspielstudium am Institut des arts de diffusion (Institut für Rundfunkkunst) in Neu-Löwen. Ihr Fernsehdebüt gab sie 2011 mit einer Nebenrolle in der Serie Interpol. Erst durch ihre Hauptrolle im Film Sie weint nicht, sie singt (Elle ne pleure pas, elle chante) des belgischen Filmregisseurs Philippe de Pierpont erreichte sie eine größere Bekanntheit, da sie für die Darstellung der Laura 2012 den Magritte-Filmpreis als beste Nachwuchsdarstellerin gewann.
Seitdem wird sie nicht nur als Film-, sondern auch als Theaterschauspielerin regelmäßig engagiert. Sie tritt in den größeren Häusern der Region Brüssel-Hauptstadt wie dem Théâtre des Martyrs und dem Théâtre Le Public auf, so im Frühjahr 2019 als Vanda in La Vénus à la fourrure von David Ives. Von ihrem filmischen Schaffen ist in 2017 eine Tätigkeit als Regisseurin des Filmes Je suis resté dans les bois hervorzuheben. Seit 2018 spielt sie als Lieutenant Camille Delaunay die weibliche Hauptrolle in der Fernsehserie Die purpurnen Flüsse, die beim Festival de la fiction TV de La Rochelle als beste Serie nominiert war.
Theaterrollen (Auswahl) 1999–2000: Peer Gynt von Henrik Ibsen am Théâtre de Namur 2003–2004: Oncle Vania von Anton Pawlowitsch Tschechow am Théâtre de la Vie, Brüssel 2005–2006: Don Quichotte von Miguel de Cervantes am Théâtre royal du Parc, Brüssel 2006–2007: La Femme d’avant (Die Frau von früher) von Roland Schimmelpfennig am Rideau de Bruxelles 2008–2009: Les Revenants von Henrik Ibsen am Théâtre des Martyrs, Brüssel 2012: Skylight von David Hare am Théâtre Le Public, Brüssel 2014: Qui a peur de Virginia Woolf? von Edward Albee am Théâtre Le Public, Brüssel 2019: Vanda in La Vénus à la fourrure von David Ives am Théâtre Le Public, Brüssel
Filmografie (Auswahl) Schauspielerin 2011: Interpol (Fernsehserie, Folge La vie devant soi) 2011: Sie weint nicht, sie singt (Elle ne pleure pas, elle chante) 2011: Ein freudiges Ereignis (Un heureux événement) 2014: Belgian Rhapsody (Brabançonne) 2014: Der Unbestechliche – Mörderisches Marseille (La French) 2014: Alle Katzen sind grau (Tous les chats sont gris) 2014–2016:Euh (Fernsehserie, 15 Folgen) 2015: Familienbande (You’re Ugly Too) 2015: Moonwalkers 2016: Arrêtez-moi là 2016–2018: Baron Noir (Fernsehserie, 10 Folgen) 2017: Die Schlange – Killer vs. Killer (Le Serpent aux mille coupures) 2017: Bonjour Paris (Jeune Femme) 2017: À deux heures de Paris 2018: Ein Becken voller Männer (Le Grand Bain) 2018: Une part d’ombre 2018: Jacqueline Sauvage: C’était lui ou moi (Fernsehfilm) 2018: Victor Hugo, ennemi d’État (Fernsehserie, 4 Folgen) seit 2018: Die purpurnen Flüsse (Les Rivières pourpres, Fernsehserie) 2020: Louloute 2020: Banden von Marseille (Bronx) (Fernsehfilm) 2021: Mon Ange (Fernsehserie, 2 Folgen) 2022: Dans l’ombre des dunes (Fernsehfilm)
Regisseurin, Drehbuchautorin und Schauspielerin 2017: Je suis resté dans les bois (gemeinsam mit Michaël Bier und Vincent Solheid)
Preise Gewonnen 2012: Magritte als beste Nachwuchsdarstellerin für Elle ne pleure pas, elle chante Nominiert 2019: Magritte als beste Nebendarstellerin für Une part d’ombre
Weblinks Erika Sainte auf „agencesartistiques.com“ (französisch) Erika Sainte bei Les Archives du spectacle (französisch) Erika Sainte bei Allociné (französisch)
Einzelnachweise
Kategorie:Theaterschauspieler Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Belgier Kategorie:Geboren 1981 Kategorie:Frau