Der Burgstall Frabertshofen ist eine abgegangene Höhenburg in dem gleichnamigen und 1939 für den Truppenübungsplatz Hohenfels abgesiedelten Ortsteil FrabertshofenGeschichte des Marktes Hohenburg, abgerufen am 23. April 2020. (Haus Nr. 12); die Wüstung FrabertshofenHeribert Haber: Wüstungen in der Oberpfalz und im angrenzenden Böhmen, abgerufen am 23. April 2020. gehört nun zu dem oberpfälzer Markt Hohenfels im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz. Die Anlage ist durch das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege als Bodendenkmal D-3-6736-0060 ausgewiesen.Markt Hohenfels Baudenkmäler, abgerufen am 23. April 2020.
Beschreibung Am westlichen Dorfende liegt in einem nach Norden abfallenden Bereich ein Ringwall von etwa 50 m Durchmesser, der aber bereits um 1938 gestört war. Die Stärke des Walles beträgt 8 m, seine Höhe bis zu 1,5 m. In der südlichen Ecke befindet sich ein kleiner Hügel, in dem ein Turm- oder Burghügel vermutet wird und auf dem noch zwei weitere Gebäude standen. Grabenartige Vertiefungen außen und innen am Wall werden auf Ausbesserungsarbeiten zurückgeführt.
Im königlich-bayerischen Urkataster von 1830 ist der Sitz Frabertshofen, der zuletzt als sog. „Schlößl“ bezeichnet wurde und dessen Keller als Bierkeller vom daneben liegenden Wirtshaus benutzt wurde, noch als Ringwallanlage am ehemaligen Wirtsgarten zu erkennen. 1833 brannten Sitz und Dorf Frabertshofen bis auf drei Häuser nieder. Aber selbst heute noch ist in der Wüstung die ehemalige Burganlage inklusive Häuserresten und Kellerfundamenten noch schwach im Bodenrelief zu erkennen.Werner Robl: Geschichtliche Spuren in Hohenburg, abgerufen am 24. April 2020.
Geschichte Frabertshofen wird 1242 als Frobrehteshofen erstmals urkundlich erwähnt, als sich die edelfreien Hager hier niederließen. Der Weiler Frabertshofen gehörte ursprünglich zur Burgherrschaft Hohenburg und 1330 werden hier die Hager als Ministerialengeschlecht der Hohenburger angenommen. Der letzte der Hager, ein Hans Hager zu Frabertshofen, Pfleger von AuburgHager, Hans, von Frabertshofen, Pfleger zu Auburg, abgerufen am 24. April 2020., verkaufte 1564 seinen dortigen Besitz wegen hoher VerschuldungEine einmalige Rettungsaktion für die Kirche „Maria Magdalena“ von Kirchenödenhart, abgerufen am 24. April 2020. unter Bischof Veit von Fraunberg für 2200 rheinische Gulden an das Hochstift Regensburg.
Literatur Sixtus Lampl: Denkmäler in Bayern – Ensembles, Baudenkmäler, Archäologische Geländedenkmäler: Band III. Oberpfalz. Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege (Hrsg.), München 1985. Armin Stroh: Die vor- und frühgeschichtlichen Geländedenkmäler der Oberpfalz. (Materialhefte zur bayerischen Vorgeschichte, Reihe B, Band 3). Verlag Michael Lassleben, Kallmünz 1975, ISBN 3-7847-5030-3, S. 218.
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Weblinks
Frabertshofen Kategorie:Abgegangenes Bauwerk im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz Kategorie:Bodendenkmal in Hohenfels (Oberpfalz) Frabertshofen Kategorie:Bauwerk in Hohenfels (Oberpfalz) Frabertshofen