Giggling ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Pilsach im Bayerischen Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz.
Geographie Der Weiler befindet sich im oberpfälzischen Jura auf circa rund 5,3 km westlich des Hauptorts Pilsach. Durch den Ort verläuft eine von der Kreisstraße NM 14 abzweigende Gemeindeverbindungsstraße vom rund 1,3 km westlich liegenden Laaber bzw. vom ca. 800 m südöstlich liegenden Eschertshofen.
Geschichte Erstmals wird der Weile im Jahre 1343 in einer Urkunde des Hochstifts Eichstätt in der Schreibweise "ze Guglingen". Der identische Ortsname ist einer Urkunde des Fürstentums Brandenburg-Ansbach des Jahres 1354 ersichtlich.
1362 und 1396 erscheint der Ort als „Gückling“ bzw. „Guglingen“; dort besaßen zu dieser Zeit die Schweppermänner Lehengut des Landgrafengeschlechtes der Leuchtenberger. 1408 bis 1568 unterstand Giggling dem Hofmarkherren von Woffenbach, die zu dieser Zeit die Herren von Freudenbeck innehatten. Dann besaßen bis 1650 die Steinfelser das Dorf. Anschließend saßen die von Lochner auf dem Landsassengut „Gickling“. 1756 gab es einen erneuten Besitzerwechsel: Die fünf Güter zu Giggling erwarben die von Gobel. Der letzte Landsaß hieß seit 1788 Anton Maria Freiherr von Gobel; er besaß das Schloss sowie die vier Güter im Dorf, nämlich das Stroblgut, Sossaugut, Frechgut und Beringergut.Heinloth, S. 182 f., 295 Die Hochgerichtsbarkeit übte das pfalz-neuburgische Pflegamt Pfaffenhofen-Haimburg aus.Heinloth, S. 295
Im Königreich Bayern wurde um 1810 der Steuerdistrikt Laaber mit Anzenhofen, Giggling und Eschertshofen gebildet.Heinloth, S. 324 Als mit dem zweiten Gemeindeedikt von 1818 die Ruralgemeinde Dietkirchen gebildet wurde, kamen Giggling und Eschertshofen als Ortsteile zu dieser Gemeinde, zu der noch Niederhofen gehörte.Heinloth, S. 322, 324
In Giggling lebten 1836 33 Einwohner (5 Häuser),Th. D. Popp (Hg.): Matrikel des Bissthumes Eichstätt, Eichstätt: Ph. Brönner, 1836, S. 50 1861 36 Einwohner (13 Gebäude),Joseph Heyberger: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon, München 1867, Sp. 790 1871 26 Einwohner (11 Gebäude; an Großviehbestand 2 Pferde und 36 Stück Rindvieh),Vollständiges Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern ... nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dez. 1875, München 1877, Sp. 971 1900 28 Einwohner (5 Wohngebäude),Kgl. Statistisches Bureau in München (Bearb.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern... [nach dem Ergebnis der Volkszählung vom 1. Dez. 1900], München 1904, Sp. 871 1925 27 Einwohner (5 Wohngebäude),Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928, München 1928, Sp. 878 1937 31 Einwohner (nur Katholiken),Buchner I, S. 171 1950 30 Einwohner (5 Wohngebäude).Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950, München 1952, Sp. 742 1987 27 Einwohner (8 Wohngebäude),Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987, München 1991, S. 260 Heute sind 15 Hausnummern vergeben.
Zum Abschluss der bayerischen Gebietsreform wurde die Gemeinde Dietkirchen und damit auch Giggling zum 1. Januar 1978 nach Pilsach eingemeindet.
Kirchliche Verhältnisse Giggling gehörte seit altersher zur katholischen Pfarrei Dietkirchen des Klosters Kastl im Bistum Eichstätt.Popp, S. 50 1540 bis 1626 war Dietkirchen und damit auch Giggling mit Pfalz-Neuburg evangelisch. 1937 ist ein mitten im Weiler stehendes Ortskreuz erwähnt.Buchner I, S. 169, 171, 174
mini|Das Gigglinger Wohnstallhaus Baudenkmal Als Denkmal gilt das Wohnstallhaus Giggling Nr. 5 aus dem 17./18. Jahrhundert.Sixtus Lampl und Otto Braasch: Denkmäler in Bayern, Band III: Oberpfalz. Ensembles, Baudenkmäler, Archäologische Geländedenkmäler, München: R. Oldenbourg Verlag, 1986, S. 156
Literatur Franz Xaver Buchner: Das Bistum Eichstätt. I. Band, Eichstätt: Brönner & Däntler, 1937
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Geographie (Pilsach) Kategorie:Weiler im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz Kategorie:Ersterwähnung 1362