alt=Foto eines Mannes, der eine Sonnenbrille, ein Stirnband mit der Aufschrift „TIX“, ein goldenes Shirt und einen Pelz trägt|mini|Tix, 2022 Andreas Tix Haukeland (* 12. April 1993 in Bærum als Andreas Andresen Haukeland), bekannt unter seinem Künstlernamen TIX, ist ein norwegischer Sänger, Musikproduzent und Songwriter.Fikk inn 400 filmklipp fra fansen på én dag da han skulle lage «Karantene»-musikkvideo In: Dagsavisen. 16. April 2020, abgerufen am 21. April 2020 (norwegisch) Er gilt als Vorreiter für das norwegische Musikgenre der Russemusikk, eine Form der Partymusik, die vor allem von Jugendlichen in Verbindung zur Russfeier gehört wird. Er vertrat sein Heimatland mit dem Lied Fallen Angel beim Eurovision Song Contest 2021.
Leben Haukeland stammt aus der südostnorwegischen Gemeinde Bærum. Er hat das Tourette-Syndrom und wurde in der Schulzeit wegen seiner Tics auch „Tics“ genannt. Aus diesem Namen bildete er schließlich seinen Künstlernamen „TIX“. Als Jugendlicher erlernte er Gitarre und Klavier, bevor er beschloss, sich auf elektronische Musik zu konzentrieren.Eskil Olaf Vestre: Andreas Haukeland (27) tar et oppgjør med musikkbransjen – og med sin egen Tix-forkledning In: p3.no. 21. November 2020, abgerufen am 21. November 2020 (norwegisch)Karima Elisabeth Magnussen, Cal Hammerich: TIX mener han tapte millioner på å delta på Paradise Hotel In: TV2. 26. Mai 2019, abgerufen am 21. November 2020 (norwegisch) Später begann er, auftragsweise Lieder für die Russfeiern der norwegischen Abschlussschüler zu schreiben. Sein erstes Lied schrieb er für den Abschlussjahrgang des Jahres 2013. Gemeinsam mit anderen Musikern wie El Papi entwickelte er in dieser Zeit das Genre der Russemusikk mit. TIX selbst gilt dabei als führender Künstler in diesem Genre. In seiner Rolle als TIX trägt er meist einen Pelzmantel, eine Sonnenbrille sowie ein Stirnband. Die Sonnenbrille trägt er nach eigenen Angaben auch dazu, um seine Tics zu verbergen.Jon Marius Hyttebakk: Nå offentliggjøres de første artistene i MGP 2021 In: NRK. 11. Januar 2021, abgerufen am 11. Januar 2021 (norwegisch)
2015–2018: Durchbruch Nationale Bekanntheit erlangte er 2015 mit dem Russe-Lied Sjeiken 2015. Das Lied schuf eine Kontroverse, da es Sätze wie „I kveld er det lov å være hore“ (deutsch „Heute Abend ist es erlaubt, eine Hure zu sein“) und „Vil du bli med meg hjem hvis jeg skjenker deg noe sprit da?“ (deutsch „Kommst du mit heim, wenn ich dir Alkohol einschenke?“) enthält.Thomas Talseth: Skandale-russelåt stormer VG-lista In Verdens Gang. 15. Mai 2015, abgerufen am 21. April 2020 (norwegisch) Als eines von zu diesem Zeitpunkt noch wenigen Liedern aus dem Genre der Russemusikk, stieg das Lied in die norwegischen Singlecharts ein. Im Jahr 2023 wurde das Lied in einer Umfrage des Radiosenders NRK P3 zum „ikonischsten Russe-Lied aller Zeiten“ gewählt.
Es folgten weitere Singles und im Jahr 2016 sein Debütalbum Dømt og berømt. Tor Martin Bøe von der Zeitung Verdens Gang (VG) schrieb in einer Rezension des Albums Dømt og berømt, dass die Lieder bewusst einfach und sexfokussiert seien. Er gab dem Album einen von sechs möglichen Punkten.Tor Martin Bøe: Plateanmeldelse: Tix – «Dømt og berømt» In: Verdens Gang. 20. Mai 2016, abgerufen am 12. Februar 2021 (norwegisch) Haukeland selbst erklärte im November 2020, dass er wegen seines Images Schwierigkeiten hatte, Produzenten für weitere Lieder zu finden, weshalb er diese Arbeit selbst übernahm. Als Songwriter war Haukeland am 2018 veröffentlichten und von Ava Max gesungenen Lied Sweet but Psycho beteiligt, welches in verschiedenen Ländern Platz 1 der Musikcharts erreichen konnte.
2019–2020: Imagewandel Im Jahr 2019 nahm Andreas Haukeland an der norwegischen Reality-TV-Serie Paradise Hotel teil, nach eigenen Angaben, um deutlich zu machen, dass er sich von der Figur TIX unterscheide. Haukeland erklärte im Anschluss an seine Teilnahme, dass er später nicht mehr unter seinem Künstlernamen TIX auftreten wolle. Als Begründung gab er an, dass am Anfang seiner Karriere die Person hinter dem Pseudonym und der Kunstfigur noch nicht in der Öffentlichkeit stand, er aber unter anderen durch die Teilnahme an Paradise Hotel auch selbst bekannt geworden sei.Øyvind Schou: Andreas (26) har satt dødsdatoen for artistaliaset «TIX» In: Drammens Tidende. 14. April 2019, abgerufen am 21. April 2020 (norwegisch) In diesem Jahr begann er zudem verstärkt Lieder zu veröffentlichen, die nicht mehr in Zusammenhang mit den Russefeiern standen. Haukeland gab an, dass er mit dem 2019 herausgegebenen Lied Jeg vil ikke leve, das den Refrain „Jeg ville ikke leve, men jeg vil ikke dø“ (deutsch: „Ich will nicht leben, aber ich will nicht sterben“) hat, einsamen Personen helfen wollte. In einem Interview in der Talkshow Lindmo gab er im Frühjahr 2021 bekannt, dass er das Lied aufgrund von eigenen Erfahrungen mit Suizidgedanken schrieb.Åpenhjertig Andreas «Tix» Haukeland: – Har kjent på en enorm ensomhet In: Nettavisen. 15. Januar 2021, abgerufen am 12. Februar 2021 (norwegisch) Haukeland wurde zugleich auch dafür kritisiert, Selbstmord in seinem Lied Hvis jeg forlot verden als Ausweg zu präsentieren.
Zu Beginn des Jahres 2020 war er als Juror bei der norwegischen Castingshow Idol tätig. Im März 2020 veröffentlichte er das Lied Karantene (deutsch: Quarantäne), welches während der Anfänge der COVID-19-Pandemie in Norwegen entstand. Das Lied nahm er auch auf Schwedisch mit dem Duo Samir & Viktor auf. Neben seinem Lied Karantene erreichte er 2020 zudem mit weiteren Singles den ersten Platz in den norwegischen Singlecharts. Im November 2020 trat er bei der Musikpreisverleihung P3 Gull auf, bei der er auch das Lied Tusen tårer präsentierte. Im Vorfeld der Verleihung begann er, sich verstärkt von der Figur TIX gelöst in Interviews zu zeigen. Für das Jahr 2020 wurde er vom Musikstreamingdienst Spotify als der in Norwegen am meisten gestreamte Künstler geführt.
2021: Teilnahme am Eurovision Song Contest mini|alt=Foto von einer Bühne mit einer in einem weißen Engelskostüm gekleideten Person im Zentrum, die von schwarz gekleideten Teufeln umgeben ist|Tix beim Eurovision Song Contest 2022 Im Januar 2021 wurde er mit dem Lied Ut Av Mørket als automatisch für das Finale qualifizierter Teilnehmer am Melodi Grand Prix 2021, dem norwegischen Vorentscheid für den Eurovision Song Contest, vorgestellt. Vor dem Finale veröffentlichte Haukeland die englische Version Fallen Angel, mit der er schließlich am 20. Februar 2021 den Vorentscheid gewann. Er vertrat damit Norwegen beim Eurovision Song Contest 2021. Er konnte sich im ersten Halbfinale als Zehnter für das Finale qualifizieren, in dem er mit 75 Punkten den 18. Platz belegte.
Im April 2021 erhielt er beim Musikpreis Spellemannprisen die Auszeichnung „Årets Spellemann“, mit der Personen ausgezeichnet werden, die sich in einem Jahr besonders in der Musik hervorgetan haben. Kurz vor dem Eurovision Song Contest veröffentlichte er das Lied Engel, ikke dra, womit er erneut den ersten Platz der norwegischen Charts erreichte. In der Zeit um seine Eurovision-Teilnahme herum bezeichnete er sich selbst wiederholt als „hässliches Entlein“ (norwegisch: den stygge andungen), das zu Norwegens größtem Künstler geworden sei. Im Herbst 2021 wurde sein an Jugendliche gerichtetes Buch Den stygge andungen veröffentlicht. Haukeland wirkte an der zu Beginn des Jahres 2022 ausgestrahlten Staffel der Musikshow Hver gang vi møtes mit. Im Zusammenhang mit der Show sang er unter anderem das eine neue Version des Lieds Jente i Oslo ein.
Im Februar 2022 wurde Haukeland als Moderator der 16. Staffel von Paradise Hotel, nun unter dem Namen Paradise, vorgestellt. Im März 2022 veröffentlichte er ein Album in zwei Teilen. Der erste Teil erhielt den Titel Enten går det bra… Von der Zeitung Stavanger Aftenblad erhielt Haukeland für das Werk zwei von sechs möglichen Punkten. Der Kritiker Leif Tore Lindø bezeichnete seine Musik als „extrem einfach, leicht verdaubar und voll mit alten Tricks, die viele andere viel besser machen“. Der zweite Albumteil erhielt den Namen …ellers går det over. Beim Eurovision Song Contest 2022 fungierte er als Punktesprecher für Norwegen.
2023: Rückkehr zur Partymusik Bei einem Konzert im Januar 2023 inszenierte er die Beerdigung des „netten TIX“. Mit Fakk meg opp gab er im März 2023 wieder eine Single heraus, die der Partymusik zuzurechnen war. Im April 2023 folgte das Russe-Lied Studio 23.
Im Jahr 2024 war er Teilnehmer an der vierten Staffel der Realityshow Forræder. Im Dezember 2024 berichtete die Verdens Gang, dass Haukeland nun offiziell den Mittelnamen Tix trage und er den früheren Mittelnamen Andresen abgelegt habe.
Rezeption Für sein Debütalbum Dømt og berømt erhielt Haukeland bei der Zeitung Verdens Gang (VG) einen von sechs Punkten und bei Ringerikes Blad drei von sechs Punkten. Im Ringerikes Blad wurde geurteilt, dass alle Lieder des Albums nahezu den gleichen Aufbau mit nur minimalen Abweichungen hätten, was musikalisch vollständig albern, aber zugleich effektiv sei. Der VG-Journalist Marius Asp schrieb in einer Kritik aus dem Jahr 2023, dass es nur begrenzt Sinn habe, eine Kritik über den musikalischen Wert seiner Lieder zu schreiben. Es handele sich stattdessen um Musik, die dafür geschaffen sei, innerhalb eines spezifischen Kontextes zu funktionieren.
Auszeichnung Spellemannprisen 2020: „Årets Spellemann“ 2020: Nominierung, Kategorie „Lied des Jahres“ für Kaller på deg 2020: Nominierung, Kategorie „Lied des Jahres“ für Karantene 2021: Nominierung, Kategorie „Lied des Jahres“ für Fallen Angel / Ut av mørket
Diskografie
Alben
Singles
Weitere Lieder mit Auszeichnungen 2014: Agrabah 2014 (NO: ) 2016: Monaco 2016 (NO: ) 2016: East High 2016 (NO: )
Weblinks
Tix im Store norske leksikon (norwegisch) (norwegisch mit englischen Untertiteln)
Einzelnachweise
Kategorie:Popsänger Kategorie:Songwriter Kategorie:Interpret eines norwegischen Beitrags beim Eurovision Song Contest Kategorie:Autor eines norwegischen Beitrags beim Eurovision Song Contest Kategorie:Teilnehmer am Melodi Grand Prix Kategorie:Musikproduzent Kategorie:Träger des Spellemannprisen Kategorie:Pseudonym Kategorie:Norweger Kategorie:Geboren 1993 Kategorie:Mann