Franz Tauber (* Januar 1801 in Lindau; † 21. September 1873 in München) war ein deutscher Schriftsteller und Dichter.

Leben und Werk Franz Tauber wurde 1801 in Lindau als Sohn eines königlichen Postmeisters geboren. Nach der Lateinischen Vorbereitungsschule im Jahr 1818Franz Tauber In: Verzeichniß aller Schüler, welche im Schuljahre 1817/18 die Lateinische Vorbereitungsschule zu Lindau besucht und was immer für einen Fortgang darinne gemacht haben. Andreas Stoffel und Sohn, Lindau September 1818, S. 4. besuchte er die Königliche Gymnasial-Anstalt zu Kempten im Oberdonaukreis, die er im September 1824 im Alter von 23 Jahren und 8 Monaten abschloss.Franz Tauber In: Jahres-Bericht von der Königlichen Gymnasial-Anstalt zu Kempten im Oberdonaukreise; bekannt gemacht bei der öffentlichen Preisaustheilung den 9. September 1824. Joseph Kösel, Kempten 1824, S. 3. Ab November 1824 war er als Student an der Ludwigs-Maximilians-Universität in Landshut eingeschrieben.„Tauber, Franz, Lindau, phil. 5. November 1824“. In: General-Repertorium über sämmtliche an der Ludwigs-Maximilians-Universität zu Landshut von 1800 bis 1826 immatrikulirte Studirende. Für das Landshuter Studiengenossen-Fest vom 22. Juli 1860 zusammengestellt. Eichleiter, Friedberg 1861, S. 114 (Digitalisat).

Tauber war als erster Kanzlist bei der General-Post-Administration in München beschäftigt. Im Juni 1842 wurde er zum Sekretär ernannt.Franz Tauber In: Das Verordnungs- und Anzeige-Blatt für die Königlich Bayerischen Posten, Band 1. J. Georg Weiß, München 1842, S. 88.

Neben seiner normalen Berufstätigkeit hatte sich Tauber 1841 der Veröffentlichung belletristischer Werke zugewandt. Bereits während seiner Zeit in der Oberen Gymnasial-Klasse war er durch besonderes sprachliches Talent aufgefallen.Franz Tauber In: Königliche Gymnasial-Anstalt zu Kempten: Jahres-Bericht von der Königlichen Gymnasial-Anstalt zu Kempten im Ober-Donaukreise, S. 14. In den Jahren 1841 und 1843 publizierte er die beiden Erzählbände Parabeln und Die Blumen-Sprache: Entwickelt in kleinen Erzählungen, die in Landshut und Passau erschienen. Danach widmete sich Tauber verstärkt dem Verfassen von Gedichten. So erschienen zwischen 1843 und 1863 in München vier Bände lyrischen Inhalts: Fischer-Gedichte (1843), Die Wunderthaten Jesu und der Apostel: Nebst anderen durch unmittelbare göttliche Kraft gewirkten Wundern in gereimten Versen erzählt (1845), Vermischte Gedichte (1856) und der Band Erinnerungen an Lindau und den Bodensee als malerische, anheimelnde Blaufluth mit ihren Zauber-Geländen in einer Reihe Gedichte: Mit einer Ansicht von Lindau (1863) zu seiner Geburtsstadt Lindau.

Zum Ende des Jahres 1860 wurde Tauber, inzwischen als „expedirender Secretär“ bei der Generaldirektion der königlichen Verkehrsanstalten tätig, auf eigenen Antrag hin „wegen nachgewiesener physischer Functionsunfähigkeit“ beruflich in den Ruhestand versetzt.Franz Tauber In: Neue Münchener Zeitung, 3. Januar 1861, S. 11.

Der pensionierte Generaldirektor-Sekretär Franz Tauber verstarb am 21. September 1873 im Alter von 72 Jahren in seiner Wahlheimat München.Franz Tauber Todesfälle in München in: Münchener Bote für Stadt und Land vom 24. September 1873, S. 1008. Die Beerdigung und der Gottesdienst fanden am 23. September in Schwabing statt.Franz Tauber Todesanzeige in: Neueste Nachrichten, München, 23. September 1873, S. 23.

Schriften (Auswahl) Parabeln. Erzählung. Landshut 1841 (Digitalisat). Die Blumen-Sprache: Entwickelt in kleinen Erzählungen. Erzählung. Druck und Verlag der Pustet’schen Buchhandlung, Passau 1843 (Digitalisat). Fischer-Gedichte. Lyrik. Dr. Franz Wild, München 1843 (Digitalisat). Die Wunderthaten Jesu und der Apostel: Nebst anderen durch unmittelbare göttliche Kraft gewirkten Wundern in gereimten Versen erzählt. Lyrik. München 1845.Franz Tauber: Die Wunderthaten Jesu und der Apostel: Nebst anderen durch unmittelbare göttliche Kraft gewirkten Wundern in gereimten Versen erzählt. In: WorldCat. Das Glöcklein der Seecapelle oder Erzählungen zur Belehrung u. Erbauung der Jugend. Erzählung. J. Deschler, München 1851. Vermischte Gedichte. Lyrik. J. Deschler, München 1856.Franz Tauber: Vermischte Gedichte. In: WorldCat. Erinnerungen an Lindau und den Bodensee als malerische, anheimelnde Blaufluth mit ihren Zauber-Geländen in einer Reihe Gedichte: Mit einer Ansicht von Lindau. Lyrik. J. Gotteswinter, München 1863.Franz Tauber: Erinnerungen an Lindau und den Bodensee als malerische, anheimelnde Blaufluth mit ihren Zauber-Geländen in einer Reihe Gedichte: Mit einer Ansicht von Lindau. In: WorldCat.

Weblinks Franz Tauber in WorldCat

Einzelnachweise

Kategorie:Autor Kategorie:Literatur (Deutsch) Kategorie:Literatur (19. Jahrhundert) Kategorie:Lyrik Kategorie:Heimatdichtung Kategorie:Erzählung Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1801 Kategorie:Gestorben 1873 Kategorie:Mann