mini|Ivana Koubek (2018) Ivana Koubek (* 8. Februar 1959 in Aussig) ist eine aus Tschechien stammende, seit 1988 in Regensburg lebende, bildende Künstlerin. Ihr künstlerisches Schaffen reicht von Gemälden, Freskomalerei und Grafik über Buchillustration und Plakat bis zu Entwürfen für Theater und Porzellan.

Leben und Werk Koubek absolvierte zunächst eine Ausbildung an der Volkskunstschule in Aussig und der Fachoberschule (SUPŠS) für Glaskunst in Železný Brod mit Schwerpunkten modernes Glasdesign, Malerei und Grafik. Es folgte zwischen 1978 und 1981 ein privates Studium an der Akademie der Bildenden Künste Prag beim akademischen Maler und Professor Jan Smetana.

Die ersten künstlerischen Erfahrungen sammelte sie in der ehemaligen Tschechoslowakei als Glasdesignerin bei Preciosa. Nach der Ankunft in Regensburg zog Koubek bei der Einrichtung des Naturkundemuseums Ostbayern mit erdgeschichtlichen Rekonstruktionen Aufmerksamkeit auf sich und machte sich mit verschiedenen Plakaten sowie mit kunstpädagogischen und sozialintegrativen Projekten einen Namen. Auf die Grenzöffnung nach der Samtenen Revolution in der Tschechoslowakei reagierte Koubek mit einigen deutsch-tschechischen Kunstprojekten als Beitrag zur Freundschaft zwischen den beiden Nachbarländern.Anna Kalenda: Grenzenlose Freundschaft. In: Aktuell. Anzeigenblatt der Chamer Zeitung und Kötzinger Zeitung für den Landkreis Cham 13 (2002), Nr. 16, 17. April 2002, S. 8–9.

Neben den mit 1., 2. und 3. Preis der Stadt Regensburg ausgezeichneten Plakaten für 25 Jahre Regensburger Dult 1997 (Dultmaus), das Bayerische Jazzweekend 1998 und UNESCO-Welterbe 2015 wie auch dem großen Plakat für das Regensburger Bürgerfest 2009 sind ihre Fresken und großformatigen Gemäldezyklen besonders bekannt.Kurt Hofner: Ivana Koubek. 3 X Kunst in Kelheim. (Ausstellungskatalog), Kelheim 2004 2001 gestaltete sie das Interieur der neu erbauten Kapelle in Neudorf (Gemeinde Pettendorf) in der Freskotechnik mit sakraler Thematik.

Inhaltlich setzt sich Koubek mit biblischen und mythologischen Themen, Werken der Weltliteratur sowie Ereignissen aus der europäischen Geschichte auseinander. Seit 2019 kommen die virtuellen Welten der Computerspiele als Inspirationsquelle hinzu. Im Unterschied zu den meisten Künstlern der Game Art entstehen ihre Arbeiten nicht mithilfe des Computers, sondern in Verwendung traditioneller Techniken, wie Zeichnung und Malerei.Ludmila Kvapilová-Klüsener: Schau, wie es wirkt! Über die Darstellung von Emotionen beim Computerspielen in Gemälden und Zeichnungen von Ivana Koubek, in: https://www.paidia.de/. Zeitschrift für Computerspielforschung, erschienen am 13. August 2020: https://www.paidia.de/emotionen-beim-computerspielen-kunst-ivana-koubek/.

In ihrem Werk sind sowohl die figurale als auch abstrakte Malerei vertreten, wobei die Einflüsse des tschechischen Kubismus sowie Zitate alter Meister zu erkennen sind. Ihre bevorzugten Techniken sind Zeichnung, insbesondere mit Kohle, Rötel, Tusche, Aquarellfarben wie auch mit Sand aufgearbeitete Acrylfarben auf Leinwand. Während die früheren Arbeiten Koubeks recht farbenfroh sind, wird die Farbe zu Beginn des zweiten Millenniums oft auf schwarz-weiße, graue und braune Töne reduziert. Seit 2019/2020 wiederholt die Farbpalette Koubeks aktuelle Farben der Computerspiele.

Werke (Auswahl) Gemälde alternativtext=Ivana Koubek, „Franz Kafkas Prozess“, Ausschnitt 2025|mini|Ivana Koubek, „Franz Kafkas Prozess“, Ausschnitt 2025 mini|Ivana Koubek, Kunigunde von Luxemburg, Mischtechnik auf Leinwand, 2022–23|alternativtext=Kunigunde von Luxenburg. Ivana Koubek 1993: Gemälde mit erdgeschichtlichen Rekonstruktionen für das Naturkundemuseums Ostbayern (Depot des Museums, Fotoabzüge in Dauerausstellung) 1994: Stadtlandschaft im Bayerischen Verwaltungsgericht Regensburg 1999: Hommage an den Regensburger Illustrator, Graphiker und Pädagogen Alfred ZachariasManfred Stuber: Letzte Freundschaft. Ivana Koubek porträtierte den greisen A. Zacharias, in: Mittelbayerische Zeitung, November 1998. 2001–2019: Zyklus Faust-Walpurgisnachtstraum 2002: Der Markt in der Chamer Sammlung 2002: Triptychon Regensburg im Café des Krankenhauses Barmherzige Brüder Regensburg 2003: Gemälde Die Regensburger Domspatzen im Chorsaal der Regensburger Domspatzen 2003–2004: Zyklus Bernauerin 2005: Altargemälde für die Hauskapelle der Kursana Residenz 2007: Regensburg im Künstlerhaus Andreas-Stadel 2007: Krankenschwester im Ärztehaus Regensburg-Dechbetten 2008–2019: Serie Bäume 2009: Bürgerfest im Kulturamt Regensburg 2009: Triptychon Regensburg der Barbara Blomberg 2009: Fünf Gemälde für renoviertes Gebäude IG Metall Regensburg 2009: Marktplatz in der Chamer Sammlung im Rathaus ChamStadt kauft einen Koubek, in: Bayerwald-Echo, 19. September 2009. 2019: Serie World of WarcraftLudmila Kvapilová-Klüsener: Schau, wie es wirkt! Über die Darstellung von Emotionen beim Computerspielen in Gemälden und Zeichnungen von Ivana Koubek, in: https://www.paidia.de/. Zeitschrift für Computerspielforschung, erschienen am 13. August 2020: https://www.paidia.de/emotionen-beim-computerspielen-kunst-ivana-koubek/. 2020: Serien Pokémon, Super Mario und ZeldaLudmila Kvapilová-Klüsener: Schau, wie es wirkt! Über die Darstellung von Emotionen beim Computerspielen in Gemälden und Zeichnungen von Ivana Koubek, in: https://www.paidia.de/. Zeitschrift für Computerspielforschung, erschienen am 13. August 2020: https://www.paidia.de/emotionen-beim-computerspielen-kunst-ivana-koubek/. 2020: Die Gameconroller und Das HöhlengleichnisLudmila Kvapilová-Klüsener: Schau, wie es wirkt! Über die Darstellung von Emotionen beim Computerspielen in Gemälden und Zeichnungen von Ivana Koubek, in: https://www.paidia.de/. Zeitschrift für Computerspielforschung, erschienen am 13. August 2020: https://www.paidia.de/emotionen-beim-computerspielen-kunst-ivana-koubek/.

Fresken mini|Ivana Koubek, Neudorf bei Pettendorf, Fresken in der Kapelle, Vorzeichnung, 2001 2001: Kapelle des Architekten Günther Freisleben in Pettendorf bei Regensburg mit dem Thema der Schutzmantelmadonna und Allegorie des Lebens 2003: Fresken mit dem Thema Lebensbaum im Atrium des Einfamilienhauses in Rohrdorf (Gemeinde Pielenhofen) vom Architekt Günter Freisleben 2004: Ehemaliges Haus und Atelier des Malers Josef Georg Miller in Kallmünz, Fassadenbild mit dem Thema „Das Leben ist schön“

Veröffentlichungen Buchillustrationen Peter Nüesch: Tierisch ernst. Geschichte für grosse und kleine Kinder. Regensburg 1997, ISBN 3-927529-94-X Ursula Pfeiffer: Bettenbeißer und Federndrache. Eine Geschichte von Träumen. Regensburg 1998, ISBN 3-931904-46-6 Susanne Geser, Herbert Wittel: Pusteblumen. Lyrik von unten. Regensburg 2005, ISBN 978-3934941205 Rodrigo Fernandez, Barbara Häublein, Edith Scheffold, Reinhard Schuhmann: Musik erleben 1/2, 3, 4 (Lehrbücher und Lehrhandbücher 1998–2005). ISBN 3-523-01401-8 Baby & Kinder-Album. Wemas Verlag, Barbing 2002. Georg Schindler: Fabelhafte Geschichten. Regensburg 2015, ISBN 978-3-9814464-9-4 Eva Herrmann: Singspiel-Heft mit Klavier. Regensburg 2016.

Fotografie Susanne Geser, Herbert Wittl (Hg.): Gesichter einer Stadt. Fotografie und Design: Ivana Koubek, edition buntehunde GdBR, Regensburg 2005, ISBN 3-934941-21-4 Ludmila Kvapilová, Ivana Koubek: Regensburger Elefant. Ein Projekt des Ausländerbeirates der Stadt Regensburg, der Künstlerin Ivana Koubek gemeinsam mit den Kindern der Von-der-Tann-Schule (Geburtstagskalender), hrsg. vom Ausländerbeirat der Stadt Regensburg, Regensburg 2012

Projekte mini|Ivana Koubek, Installation in der Aula der Grundschule Burgweinting, Acryl auf Leinwand, 2014 mini|Ivana Koubek, Höhlengleichnis, Detail, Mischtechnik auf Leinwand, 350 × 150 cm, 2020 1993–1997: Entwürfe und Realisation von Bühnenbildern, Kulissen, Kostümen und Plakaten für das Turmtheater Regensburg 2002: Kunstprojekt 'Faust-Performance' in Prag. Eine Kooperation mit deutschen und tschechischen Künstlern, Musikern und Theaterleuten. 2004: Projekt ‚CRESCENDE’ im Pater-Rupert-Mayer-Zentrum Regensburg 2004: Kunstprojekt 'Bernauerin' mit dem Komponisten Thomas Humbs und der Jazzsängerin Jana Koubková 2007–2008: Künstlerische Gestaltung der Aula und des Treppenhauses der Grundschule in Bad Abbach, der Aula der Hermann-Zierer-Schule in Obertraubling, des Labors der Grundschule in Großberg und der Aula des Staatlichen Berufsbildungszentrums in Regensburg 2008: Projekt ‚Lebensbaum’ gemeinsam mit der Tänzerin Immo Buhl im Andreasstadel Regensburg 2007–2012: Entwürfe für Schokoladen und Pralinen der Seidl Confiserie in Laaber 2009: Projekt mit der Lithographiewerkstatt Tomáš Svoboda in Prag 2009: Plakat für das Bürgerfest der Stadt RegensburgBürgerfest-Plakat ist da. In: Mittelbayerische Zeitung, 6. Mai 2009 2009–2012: Illustrierte Geldscheine DONAUTALERRegionalgeld kommt an. In: Wochenblatt, 14. Juli 2010 2012: REGENSBURGER ELEFANT des Ausländerbeirates der Stadt RegensburgDaniel Steffen: Regensburger Elefant sucht eine neue Bleibe, in: Mittelbayerische Zeitung, 4. April 2012 2014: Künstlerische Gestaltung der Aula der Grundschule in Burgweinting 2018: Bahnenfahnen für die Steinerne Brücke des UNESCO-Welterbes Regensburg 2018: Plakate, Broschüre und Logo für die Theateraufführung „Tare“ (Tanz und Architektur in Regensburg) in Velodrom Regensburg 2018: BAMBERGER REITER 2018: Straßenzeitung RECARA 2019: Entwürfe für Goebel-Porzellan 2020: Das ComputerspielLudmila Kvapilová-Klüsener: Schau, wie es wirkt! Über die Darstellung von Emotionen beim Computerspielen in Gemälden und Zeichnungen von Ivana Koubek, in: https://www.paidia.de/. Zeitschrift für Computerspielforschung, erschienen am 13. August 2020: https://www.paidia.de/emotionen-beim-computerspielen-kunst-ivana-koubek/. 2024–2030: Persönlichkeiten der Europäischen Kultur Projekt über Persönlichkeiten der europäischen Kultur in den Bereichen Literatur, Musik, Film, Theater, Politik und bildende Kunst. Jeder Persönlichkeit wird ein Triptychon – pro Tafel 220 × 150 cm - gewidmet. 2024 – 2025: Luigi Colani, Amy Winehouse, Franz Kafka (Prozess, Die Verwandlung)

Ausstellungen (Auswahl) alternativtext=Bernauerin|mini|Ivana Koubek, Bernauerin, Ausstellung in der Städtischen Galerie im Leeren Beutel, Museen der Stadt Regensburg 2020 1988: Ivana Koubková. Zeichnungen, Stadtbücherei Regensburg im Thon-Dittmer-Palais 1990: Ivana Koubek. Bilder, Kunstraum Sigismundkapelle in Regensburg 1993: Retrospektive 1992–1993, Naturkundemuseum Ostbayern, Regensburg 1994: Paläontologisches Museum München 2001: Faust. Ivana Koubek und Ana Matt, Leerer Beutel RegensburgManfred Stuber, Vorwort, in: Kunst kontra Kunst. Ivana Koubek und Ana Matt (Ausst. Katalog Regensburg 2001), hrsg. von Regensburger Kulturstiftung, S. 1. 2002: Ivana Koubek. Ilustrace, Staatliche Galerie Bratří Špilarů in Domažlice, Muzeum ChodskaAnna Kalenda, „Grenzenlose“ Freundschaft, in: Aktuell. Anzeigenblatt der Chamer Zeitung und Kötzinger Zeitung für den Landkreis Cham 13 (2002), Nr. 16, 17. April 2002, S. 8–9. 2002: Rathaus Cham, Ausstellung im Rahmen des Chamer KultursommersJitka Voith: Deutsch-tschechische Variationen mit Faust und Margarethe. In: Donaustrudel 6 (2002). 2004: Legenda Ágnes Bernauerová, Galerie Mázhaus im Pilsner Rathaus 2004: Weinschenk-Villa in Regensburg 2006: Staatliche Galerie Bratří Špillarů: Bernauerin - Muzeum Chodska in DomažliceJiří Benda, Galerie Špillarů zve na čarodejnici, in: Mlada Fronta Dnes, Kraj Plzenský, 20. September 2006 2007: Regensburg trifft Prag, Künstlerhaus Andreas-Stadel Stadtamho, Regensburg 2007: Kunstpavillon München 2008: Ivana Koubek 1988–2008, Künstlerhaus Andreas-Stadel Stadtamho, RegensburgMartina Höhme: 20 Jahre kreativ in Regensburg. Künstlerporträt Ivana Koubek 1988–2008. In: Donaustrudl 108, April 2008 2010: Kapelle. Fresken, IFAGE Wiesbaden 2013: Kaple. Fresky, Theater und Galerie Alfa, Pilsen