Die Burg Tiefensee ( bzw.nach Umbenennung von Jamna in Głębocko Zamek w Głębocku) ist eine abgegangene Burg in GłębockoLage nach historischer Karte: Meßtischblatt 5370 : Grottkau, 1939 Grottkau. - Aufn. 1883, hrsg. 1885, bericht. 1937, Ausg. 1939. - 1:25000. - [Berlin]: Reichsamt für Landesaufnahme, 1939. online Ausschnitt: (deutsch Tiefensee) in der Woiwodschaft Oppeln in Polen. Historisch gehörte Tiefensee zum Grottkauer Land.
Geschichte Für das Jahr 1272 ist urkundlich ein „comes Deczko de Tyfense“ belegt. Die Burg Tiefensee gehörte zunächst zum Herzogtum Breslau und gelangte bei dessen Teilung 1311 an das Herzogtum Brieg. 1343 erwarb die Stadt Grottkau das „castrum Tyfenze“.Bernhard W. Scholz: Das geistliche Fürstentum Neisse. 2011 Böhlau Verlag Köln Weimar Wien, ISBN 978-3-412-20628-4, S. 390. Zusammen mit dem Grottkauer Land gelangte die Burg 1344 an das bischöfliche Fürstentum Neisse. In den Hussitenkriegen wurde die Burg 1430 erobert und 1474 von den Truppen des böhmischen Gegenkönigs Matthias Corvinus zerstört. Im 18. Jahrhundert wurden die Ruinen teilweise abgetragen. Ende des 19. Jahrhunderts waren noch Ruinenreste sichtbar, die als „Altes Schloss“ bezeichnet wurden. Heute ist nur noch ein fünf Meter hoher Wallrest im Wald erkennbar.
Literatur Hugo Weczerka (Hrsg.): Handbuch der historischen Stätten. Band: Schlesien (= Kröners Taschenausgabe. Band 316). Kröner, Stuttgart 1977, ISBN 3-520-31601-3, S. 536. Günther Grundmann: Burgen, Schlösser und Gutshäuser in Schlesien – Band 1: Die mittelalterlichen Burgruinen, Burgen und Wohntürme. Verlag Wolfgang Weidlich, Frankfurt am Main 1982, ISBN 3-8035-1161-5, S. 15.
Einzelnachweise
Tiefensee Tiefensee Kategorie:Bauwerk in der Gmina Grodków Kategorie:Ersterwähnung 1272 Kategorie:Zerstört in den 1470er Jahren Tiefensee Tiefensee