Premerzhofen ist ein Gemeindeteil des Marktes Breitenbrunn im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz in Bayern.

Geographie Das Kirchdorf liegt südwestlich des Gemeindesitzes im Oberpfälzer Jura auf auf der Jurahochfläche. Man erreicht den Ort über die Kreisstraße NM 26 oder – vom Gemeindesitz her – über die Premerzhofener Straße.

Geschichte 1129 sind Ortsadelige von Premingeshoven, dem heutigen Premerzhofen, genannt.Buchner I, S. 110

Im Königreich Bayern war Premerzhofen im oberpfälzischen Land-/Amtsgericht Riedenburg eine eigene Gemeinde, der noch der Weiler Eismannsdorf und die Einöde Schmidhof/Schmitthöf angehörten. Die Gemeinde bestand 1861 aus 201 Einwohnern, von denen 83 in den 16 Häusern des Gemeindesitzes Premerzhofen lebten, Joseph Heyberger: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon, München 1867, Sp. 686 1900 aus 147 Einwohnern, von denen 90 in den 16 Wohngebäuden des Gemeindesitzes lebten,Kgl. Statistisches Bureau in München (Bearb.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern... [nach dem Ergebnis der Volkszählung vom 1. Dez. 1900], München 1904, Sp. 814 1925 aus 158 Einwohnern, von denen 103 in den 16 Wohngebäuden des Gemeindesitzes lebten,Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928, München 1928, Sp. 937 1950 aus 162 Einwohnern, von denen 101 in den 16 Wohngebäuden des Gemeindesitzes lebten.Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950, München 1952 Spalte 817

Mit der Gebietsreform in Bayern wurde die Gemeinde Premerzhofen am 30. Juni 1972 aufgelöst und die Gemeindeteile in den Markt Breitenbrunn und damit in den Landkreis Neumarkt eingegliedert. 1987 hatte der Premerzhofen bei nunmehr 17 Wohngebäuden 84 Einwohner.Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987, mit Ergebnissen der Volkszählung vom 15. Mai 1987, München 1991, S. 257

Kirchliche Verhältnisse Premerzhofen ist seit althersher eine Filiale der katholischen Pfarrei Breitenbrunn im Bistum Eichstätt. Die bereits 1602 erwähnte Kapelle St. Alban, eine Chorturmanlage, wurde 1758 neu instand gesetzt. 1937 lebten 80 Katholiken (und keine Nicht-Katholiken) im Ort.Popp, Th. D. (Hg.): Matrikel des Bissthumes Eichstätt, Eichstätt: Ph. Brönner, 1836, S. 43 Buchner I, S. 113 f.

Denkmäler Außer der Kirche sind drei Wasserstauanlagen an der Weißen Laaber aus Granitstein, die im Kern aus dem 17./18. Jahrhundert stammen, als Denkmäler eingestuft.Sixtus Lampl und Otto Braasch: Denkmäler in Bayern, Band III: Oberpfalz. Ensembles, Baudenkmäler, Archäologische Geländedenkmäler, München: R. Oldenbourg Verlag, 1986, S. 139

Literatur Franz Xaver Buchner: Das Bistum Eichstätt. I. Band, Eichstätt: Brönner & Däntler, 1937.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz Kategorie:Geographie (Breitenbrunn, Oberpfalz) Kategorie:Ersterwähnung 1129 Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz) Kategorie:Gemeindeauflösung 1972 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)