Der Lindenbach in der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden ist ein 6,4 km langer, orografisch rechter Zufluss des Rheins.
Geographie Verlauf Erlenbach Der Bach entspringt als Erlenbach in Höhe nordwestlich von Wiesbaden-Frauenstein.
Die Talaue im Oberlauf im Naturraum des Rheingau-Wiesbadener Vortaunus (Teil des VortaunusGeographische Landesaufnahme 1:200.000 – Naturräumliche Gliederung Deutschlands, Blatt 138, 1971.) ist Teil des Naturschutzgebiets Sommerberg bei Frauenstein unterhalb von Schloss Sommerberg. Anschließend fließt der Bach an Hof Armada vorbei, wo sich ein Teich befindet, zum Grorother Hof und tritt in den Naturraum Rheingau. Dort fließt von links der östlich von Georgenborn entspringende Lippbach bei, der die Siedlung von Frauenstein durchquert hat, wo der Katzbach von rechts zufloss.
Grorother Bach Vom Grorother Hof fließt das Wasser als Grorother Bach zur Grorother Mühle, wo von links der Leierbach zufließt, der westlich von Schloss Freudenberg entspringt.
Lindenbach Anschließend trägt der Wasserlauf den Namen Lindenbach. Von links fließt Wasser von der Quelle GrunselsbörnchenStadtplan der Stadt Wiesbaden, abgerufen am 12. April 2021. zu, an der laut einer Sage die in Schierstein lebenden Störche nach Babys fischen.Eva Wodarz-Eichner: Wo Störche nach Babys fischen. Website der Stadt Wiesbaden, erschienen im Wiesbadener Kurier am 30. August 2004. Danach unterquert der Lindenbach die Bundesautobahn 66 und die rechte Rheinstrecke und durchquert kanalisiert und mehrfach verrohrt den Wiesbadener Stadtteil Schierstein mit dem Lindenviertel.Machbarkeitsstudie zur Gestaltung des Lindenbachs in Schierstein. Website der Stadt Wiesbaden, abgerufen am 30. März 2025.
Er mündet in den Schiersteiner Hafen, einen Binnenhafen am Rhein.
Zuflüsse Lippbach (links), 5,5 km Leierbach (links), 1,8 km
Flora und Fauna In den stehenden Gewässern befinden sich Grasfrosch, Erdkröte und Molcharten. In den schattigen Bereichen des Oberlaufs sind Feuersalamander, Ringelnattern und Grasfrösche zu finden. An Insekten leben am Bach Sumpfschrecke, Heupferd, Libellen wie Blauflügel-Prachtlibelle, große Königslibelle, Vierfleck, Hufeisen-Azurjungfer und Plattbauch, sowie der russische Bär als Schmetterlingsart. An Gebüsch- und Bodenbrütern sind Nachtigall, Wasseramsel, Gelbspötter, Bachstelze, Gebirgsstelze, Zaunkönig, Zilpzalp, Weidenmeise, Sumpfmeise und Sommergoldhähnchen vertreten. Den Bach als Nahrungsquelle nutzen Weißstorch und Graureiher. Dazu leben am Bach Dorn-, Klapper- und Mönchsgrasmücke sowie die Fledermausarten Abendsegler und Zwergfledermaus.Katja Folland: Umsetzung der WRRL in der Landeshauptstadt Wiesbaden: Lindenbachsystem, 40. Beiratssitzung WRRL in Hessen am 7. März 2019, flussgebiete.hessen.de.
Galerie
Weblinks
Verlauf und Einzugsgebiet des Lindenbachs auf dem Gewässerkartendienst Hessen Verlauf des Lindenbachs auf der Topographischen Karte bei LAGIS Hessen Retentionskataster Flussgebiet Lindenbach. Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie, November 2000.
Einzelnachweise
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