Breitenegg ist ein Gemeindeteil des Marktes Breitenbrunn im bayerischen Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz.
Geographie Das Dorf liegt nördlich angrenzend am Gemeindesitz, im Oberpfälzer Jura auf der Jurahochfläche nördlich und westlich des Tales der Bachhaupter Laber.
Man erreicht es von Breitenbrunn aus über die Obergasse bzw. über den Schloßbergweg. Die westliche Begrenzungsstraße Breiteneggs, die Kemnather Straße, führt nach Norden zur Staatsstraße 2234.
Geschichte Breitenegg ist nach der Burgruine Breitenegg benannt, die sich im Südosten des Gemeindeteils auf einer ins Tal der Bachhaupter Laber vorspringenden Bergspitze befindet; hier saßen die 1247 erstmals erwähnten Herren von Breiteneck.Buchner I, S. 110 Die kleine Reichsherrschaft Breitenegg wechselte mehrmals den Besitzer und war 1624 bis 1744 im Besitz der gräflichen Familie Tilly, zuletzt des Freiherrn von Gumppenberg. Schließlich fiel sie 1792 an den bayerischen Kurfürsten Karl Theodor.Buchner I, S. 113; Jehle, S. 353 Die Burg war schon seit dem Dreißigjährigen Krieg dem Verfall preisgegeben. Am Ende des Alten Reichs, um 1800, bestand das Dorf Breitenegg aus sieben Anwesen, nämlich dem Bauern Gabler, 4 Köblern und 2 Häuslern.Jehle, S. 497
Im Königreich Bayern (1806) wurde der Steuerdistrikt Kemnathen gebildet, zu dem auch das Dorf Breitenegg gehörte. Mit dem zweiten Gemeindeedikt wurde daraus 1810/20 die Ruralgemeinde und schließlich die Gemeinde Kemnathen.Jehle, S. 552 Mit der Gebietsreform in Bayern wurde die Gemeinde, und damit auch Breitenegg, zum 1. Januar 1978 in den Markt Breitenbrunn im Landkreis Neumarkt eingegliedert.
1925 hatte Breitenegg 49 Einwohner in zehn Wohngebäuden.Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928, München 1928, Spalte 917 1950 waren es 64 Einwohner und elf Wohngebäude,Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950, München 1952 Spalte 782 1987 61 in 17 Wohngebäuden.Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987, (mit Ergebnissen der Volkszählung vom 15. Mai 1987), München 1991, S. 257 Bis 2012 war die Einwohnerzahl auf 81 angestiegen.Müllers Großes Deutsches Ortsbuch 2012, Berlin/Boston 2012, S. 190
Bauwerke An der Ecke Hoffeldstraße/Breitenegger Weg steht eine Johannes-Nepomuk-Kapelle, die als Denkmal gilt. Der Satteldachbau mit Pilaster-Gliederung ist spätbarock und stammt aus der Mitte des 18. Jahrhunderts.Sixtus Lampl und Otto Braasch: Denkmäler in Bayern, Band III: Oberpfalz. Ensembles, Baudenkmäler, Archäologische Geländedenkmäler, München: R. Oldenbourg Verlag, 1986, S. 139
Kirchliche Verhältnisse Breitenegg gehört seit alters her zur katholischen Pfarrei Breitenbrunn im Bistum Eichstätt. 1937 wohnten hier 42 Katholiken und keine Andersgläubigen.Buchner I, S. 114 Die evangelischen Christen, die heute in Breitenegg wohnen, gehören zur Kirchengemeinde Parsberg.
Literatur Franz Xaver Buchner: Das Bistum Eichstätt. I. Band, Eichstätt: Brönner & Däntler, 1937 Manfred Jehle: Historischer Atlas von Bayern. Teil Altbayern. Parsberg, München: Kommission für bayerische Landesgeschichte, 1981
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Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz Kategorie:Geographie (Breitenbrunn, Oberpfalz)