Schloss Heinersdorf () war ein Schloss in Heinersdorf, heute Spalona in der Landgemeinde Kunice im Powiat Legnicki der Woiwodschaft Niederschlesien in Polen.

Historie In Heinersdorf, einer deutschen Gründung, die seit 1280 belegt ist, bestand ursprünglich eine Wasserburg, von der nach vielen Umbauten ein Herrenhaus übrigblieb. Um 1780 fand die letzte größere Umgestaltung statt, sodass das Gebäude den Übergang vom Barock zum Klassizismus widerspiegelt. Bis zur Reformation waren die von Beroldisdorf, die Sommerfeld, von Keul, Redern und Baumgarten Besitzer.Siehe u. a.: Christian-Moritz Herschel: Schlesien in seinem ganzen Umfange; als Preußisch-, Oesterreichisch- und ehem. Nieder-Schlesien. Wilhelm Gottlieb Korn, Breslau 1818, S. 84.

Nach den Herren Rothkirch folgten die Richthofen,Valerius Freiherr von Rothkirch und Panthen: Stammbuch des Geschlechts von Rothkirch. Band 1, Joseph Max & Comp., Breslau 1879, S. 89 f. die eine eigene Familienlinie Heinersdorf begründen, u. a. mit Oswald (Dieprand Oswald) von Richthofen (1712–1761). Heinersdorf war damals in Ober- und Nieder-Heinersdorf aufgeteilt. Oswald von Richthofen hatte 1733 auf Schloss Heinersdorf Juliane Kunigunde von Heintze und Weißenrode geheiratet.Emil Karl Heinrich Freiherr Praetorius von Richthofen: Geschichte der Familie Praetorius von Richthofen. Band 1, V. Die Heinersdorfer Linie. E. Baensch jun., Magdeburg 1884, S. 453 ff. Für das Adelsgeschlecht der Praetorius von Richthofen galt Heinersdorf als Ober-Rittersitz. 1758 heiratete die Tochter des Hauses, Johanne von Richthofen, den späteren Landrat Heinrich Ferdinand Wilhelm von Nickisch und Roseneck. An die vorgenannten Adelsgeschlechter erinnerten früher verschiedene Denkmäler in der Kirche Heinersdorf.Friedrich von Schwerin: Adelige Denkmäler in einzelnen schlesischen Kirchen. VI. Kirche Heinersdorf. In: Ad. M. Hildebrandt: Vierteljahresschrift für Heraldik, Sphragistik und Genealogie. XI. Jahrgang, Hrsg. Herold (Verein), Carl Heymanns Verlag, Berlin 1883, S. 202 f.

Um 1850 sind die von Wittgenstein auf Heinersdorf nachgewiesen, von 1906 bis 1917 Kommerzienrat (von) Zwicklitz,Vgl. Sigismund Freiherr von Zedlitz und Neukirch, Walter Stein: Der Landkreis Liegnitz in Niederschlesien. In: Historische Gesellschaft Liegnitz (Hrsg.): Beiträge zur Liegnitzer Geschichte der Historischen Gesellschaft Liegnitz e.V., Band 37, Verlag Henske-Neumann, Hofheim/Taunus 2007, S. 128. bis 1929 die bürgerliche Familie Güttler. Von 1929 bis 1935 gehörte Heinersdorf dem Besitzer des benachbarten Gutes Jeschkendorf, bis 1945 Curt d'Idler.

Literatur Helmut Sieber: Schlösser und Herrensitze in Schlesien. Nach alten Stichen. Frankfurt/Main 1957, S. 46. Helmut Sieber: Schlösser in Schlesien. Ein Handbuch. Weidlich, Frankfurt/Main 1971, S. 162–163.

Einzelnachweise

Heinersdorf Kategorie:Klassizistisch überarbeitetes Bauwerk Kategorie:Gmina Kunice Heinersdorf Heinersdorf