Kijów (deutsch Kaindorf) ist ein Ort in der Stadt- und Landgemeinde Otmuchów im Powiat Nyski der Woiwodschaft Opole in Polen.
Geographie Das Straßendorf Kijów liegt im Südwesten der Region Oberschlesien etwa 15 Kilometer südöstlich von Otmuchów, 15 Kilometer südwestlich von Nysa und 70 Kilometer südwestlich von Opole.
Nachbarorte von Kijów sind im Norden Nadziejów (Naasdorf), im Osten Biskupów (Bischofswalde), im Südosten Burgrabice (Borkendorf) sowie im Westen Jarnołtów (Dürr Arnsdorf).
Geschichte mini|Dorfpartie mini|Gefallenendenkmal In dem Werk Liber fundationis episcopatus Vratislaviensis aus den Jahren 1295–1305 wird der Ort erstmals als Kyow erwähnt. Für das Jahr 1358 ist die Ortsbezeichnung Kiendorf überliefert. 1372 wurde der Ort als Kyendorf erwähnt.
Nach dem Ersten Schlesischen Krieg 1742 fiel Kaindorf mit dem größten Teil Schlesiens an Preußen.
Nach der Neuorganisation der Provinz Schlesien gehörte die Landgemeinde Kaindorf ab 1816 zum Landkreis Neisse im Regierungsbezirk Oppeln. 1845 bestanden im Dorf eine Scholtisei, eine Kapelle, ein Steinbruch sowie 35 weitere Häuser. Im gleichen Jahr lebten in Kaindorf 245 Menschen, allesamt katholisch.Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuss. Provinz Schlesien. Breslau 1845, S. 263. 1855 lebten 230 Menschen in Kaindorf. 1865 bestanden im Ort 19 Gärtner- und zehn Häuslerstellen. Eingeschult waren die Bewohner nach Naasdorf.Vgl. Felix Triest: Topographisches Handbuch von Oberschlesien. Breslau 1865, S. 1014 (). 1874 wurde der Amtsbezirk Köppering gegründet, welcher aus den Landgemeinden Kaindorf, Köppernig und Naasdorf und den Gutsbezirken Kaindorf und Naasdorf bestand.Territorial Amtsbezirk Köppering/Grunau 1885 zählte Kaindorf 237 Einwohner.AGOFF Kreis Neisse
1933 lebten in Kaindorf 215 sowie 1939 209 Menschen. Während des Zweiten Weltkriegs bestand in Kaindorf zeitweise ein Arbeitslager. Bis Kriegsende 1945 gehörte der Ort zum Landkreis Neisse.
Als Folge des Zweiten Weltkriegs fiel das Dorf 1945, wie der größte Teil Schlesiens, an Polen. Nachfolgend wurde es in Kijów umbenannt und der Woiwodschaft Schlesien angeschlossen. 1950 wurde es der Woiwodschaft Opole eingegliedert. 1999 kam der Ort zum wiedergegründeten Powiat Nyski. 2007 lebten 254 Menschen im Ort.Charakterystyka Gminy Otmuchów 2007 (polnisch)
Sehenswürdigkeiten Das Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs wurde 1924 aufgestellt. 1945 wurde das Denkmal vergraben. 1996 wurde das Denkmal wieder aufgestellt.Onlineprojekt Gefallenendenkmäler Kaindorf Nepomukstatue Steinernes Wegekreuz Hölzernes Wegekreuz
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Ort der Woiwodschaft Opole Kategorie:Geographie (Gmina Otmuchów) Kategorie:Ort in Schlesien Kategorie:Ersterwähnung im 14. Jahrhundert