Der Wissenschaftliche Ehrenpreis der DGfN (bis 2022 Franz-Volhard-Preis) ist ein Wissenschaftspreis der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie (DGfN). Er dient der „Förderung und Auszeichnung herausragender Wissenschaftlerinnen/Wissenschaftler auf dem Gebiet der Nierenforschung“. Der Preis besteht aus einer Urkunde und ist mit 10.000 Euro dotiert und erinnerte an Franz Volhard, den Nestor der Nephrologie.
Die DGfN vergibt noch die Ehrenmedaille der DGfN (ehemals Franz-Volhard-Medaille) als ihre höchste Auszeichnung.
Umbenennungen Die Franz-Volhard-Medaille war seit 1980 die höchste Auszeichnung der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie, die zudem seit 1976 noch den Franz-Volhard-Preis vergab. Seit 2023 vergibt die DGfN diese Preise unter anderen Namen, die nicht mehr mit Franz Volhard verknüpft sind. Der Vorstand der DGfN beschloss diesen Schritt „angesichts der Einstellung und des Verhaltens von Prof. Volhard zum Fehlverhalten von Kollegen und der Tatsache, dass er schon damals geltende medizinethische Grundsätze missachtete.“ Volhard habe nach dem Zweiten Weltkrieg Versuche an KZ-Häftlingen und Versuche an Kindern, die Ende der 1940er Jahre durchgeführt worden waren, gerechtfertigt.
Preisträger 1980 Dieter Maruhn, Wuppertal 1981 Monika Bulla, Münster; Jürgen E. Scherberich, München 1982 John M. Davis, Australien; Dieter A. Haeberle, München 1983 Rainer Greger, Freiburg; Eberhard Schlatter, Münster 1985 Walter C. Guder, München; Gabriele Wirthensohn, München 1986 Michael J. Mihatsch, Basel; Werner Ryffel, Basel; Gilbert Thiel, Basel 1988 Josephine P. Brigges, Ann Arbor/USA; Manfred Weber, Erlangen 1989 Armin Kurtz, Regensburg; Hans Oberleithner, Münster 1990 Dontscho Kerjaschki, Wien; Rolf A. K. Stahl, Hamburg 1991 Florian Lang, Tübingen; Thomas Lüscher, Basel 1992 Jürgen Floege, Hannover; Rainer Rettig, Greifswald 1993 Rudolf P. Wüthrich, Zürich; Josef M. Pfeilschifter, Frankfurt a. M. 1994 Hermann Haller, Hannover; Hartmut P. H. Neumann, Freiburg 1995 Winfried Siffert, Essen 1996 Andreas Busch, Frankfurt a. M. 1997 Friedhelm Hildebrand, Freiburg 1998 Thomas J. Jentsch, Hamburg 1999 Gunter B. Wolf, Hamburg 2000 Hermann Pavenstädt, Freiburg 2001 Kai-Uwe Eckardt, Berlin 2002 Jan C. Galle, Würzburg 2003 Maik Gollasch, Berlin 2004 Andrea Huwiler, Frankfurt a. M.; Kerstin Amann, Erlangen/Nürnberg 2005 Thomas Benzing, Freiburg; Danilo Flieser, Hannover 2006 Peter R. Mertens, Aachen 2007 Carsten A. Wagner, Zürich/Schweiz 2008 Siegfried Waldegger, Marburg 2009 Hans-Joachim Anders, München 2010 Matthias Mack, Regensburg; Tobias B. Huber, Freiburg 2011 Thomas Willnow, Berlin; Marcus Johannes Möller, Aachen 2012 Wolfgang Kühn, Freiburg; Michael Zeisberg, Göttingen 2013 Jens Titze, Erlangen 2014 Ulf Panzer, Hamburg; Mario Schiffer, Hannover 2015 Oliver Gross, Göttingen; Andreas Linkermann, Kiel 2016 Jochen Reiser, Chicago/USA; Bernhard Schermer, Köln 2017 Anna Köttgen, Freiburg 2018 Ute Scholl, Berlin 2019 Rafael Kramann, Aachen; Catherine Meyer-Schwesinger, Hamburg 2020 Peter Boor, Aachen; Thimoteus Speer, Homburg/Saar 2021 Kai Schmidt-Ott, Berlin 2022 Elion Hoxha, Hamburg; Julia Weinmann-Menke, Mainz 2023 Florian Grahammer, Hamburg 2024 Nicola Tomas, Hamburg 2025 Christian F. Krebs, Hamburg; Kai-Uwe Eckardt, Berlin
Weblinks Wissenschaftspreise und Preisträger der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie (dgfn.eu)
Einzelnachweise
Kategorie:Wissenschaftspreis (Deutschland) Kategorie:Medizinpreis Kategorie:Nephrologie Kategorie:Erstverleihung 1980