Das Panzergefecht bei Mzensk (auch: Panzerschlacht bei Mzensk) war ein Gefecht am 6./7. Oktober 1941 zwischen deutschen und sowjetischen Panzern im Zweiten Weltkrieg, das maßgeblich durch die Überlegenheit des sowjetischen T-34 entschieden wurde.
Das Gefecht Während der Schlacht um Moskau erhielt die 2. Panzerarmee am 7. Oktober den Befehl durchzustoßen.Heeresgruppenbefehl der Heeresgruppe Mitte „Fortsetzung der Operationen Richtung Moskau“. Vollständig gedruckt in: Klaus Reinhardt: Die Wende vor Moskau. Stuttgart 1972, S. 300 f. Die 4. Panzerdivision traf dabei auf die sowjetische 4. Panzerbrigade unter Führung von M.J. Katukow. Es entwickelte sich ein 2-tägiges Gefecht, in dem die deutsche Seite nach eigenen Aussagen durch die Überlegenheit der sowjetischen Panzer schwere Verluste erlitt und keinerlei Geländegewinne machen konnte. Nach einem Bericht des Kommandeurs der 4. Panzerdivision Willibald von Langermann und Erlencamp waren bis dahin die schweren sowjetischen Panzer nur vereinzelt aufgetreten und konnten durch Artillerie vertrieben oder in günstigen Fällen durch Artillerie vernichtet oder umgangen werden. Nun wurden sie erstmals in Massen eingesetzt.Thomas L. Jentz: Die deutsche Panzertruppe. Entstehung und Einsätze. Wölfersheim Berstadt 1998, Band 1, S. 205 f. Der Panzerkommandant Leutnant Kukarin soll nach sowjetischen Angaben mit seinem Richtschützen I.T. Ljubischkin allein 16 deutsche Fahrzeuge vernichtet habenIgor Schmeljow: Panzer aus sieben Jahrzehnten. Berlin 1988, S. 68., davon 9 Panzer.Magnuski, S. 56. Der Gegenangriff der 4. Panzerbrigade konnte erst durch das Artillerieregiment der 4. Panzerdivision gestoppt werden. Das ansonsten eher nüchtern gehaltene Kriegstagebuch der 4. Panzerdivision schildert, wie 2 Kanoniere in ihrer Not auf einen T-34 sprangen, dessen Sehschlitze mit Dreck verschmierten und mit einem Beil den Motor zerstörten.Hartmann, S. 309. Zum Einsatz kam auch eine Gardewerferabteilung unter Befehl von Hauptmann Tschumak mit der damals neuartigen Katjuscha.Katukow, S. 41.
Der Panzerkommandant Hermann Bix der 6. Kompanie des Panzerregiments 35 schildert in seinem Kriegstagebuch die Kämpfe wie folgt:
mini|Denkmal für das Gefecht in Perwy Woin Der Kommandierende der 5. Panzerbrigade Heinrich Eberbach schrieb nach dem Krieg:
Der Oberbefehlshaber der 2. Panzerarmee Heinz Guderian schrieb in seinen Erinnerungen:
Für ihre Leistungen wurde Katukows 4. Panzerbrigade in 1. Garde-Panzerbrigade umbenannt.Schmeljow, S. 68. Als in den weiteren Kämpfen um Mzensk immer mehr T-34 auftraten, forderte Guderian eine Kommission aus Vertretern des Heereswaffenamts, Rüstungsministeriums, der Panzerkonstrukteure und der panzerbauenden Firmen an, die an Ort und Stelle die Bedingungen für die Konstruktion neuer Panzer und Pak studieren sollte. Die Kommission traf am 20. November ein.Guderian, S. 215 f. Der Kommandeur des XXIV. Armeekorps zu dem die 4. Panzerdivision gehörte, Leo Geyr von Schweppenburg schrieb dazu nach dem Krieg:
In der Beantwortung eines Fragebogens des OKH betreffs Erfahrungen im Ostfeldzug vom 12. März 1942, zählte die 4. Panzerdivision unter Punkt 36 „Besonders gutes russ. Gerät“ als erstes den T-34 auf und charakterisierte ihn mit den Worten:
Der Kommandeur der 4. Panzerdivision forderte in einem Bericht vom 22. Oktober 1941 den Nachbau des T-34 und den Einsatz einer Kompanie Beutefahrzeuge für jedes Regiment.
Siehe auch Panzerschlacht bei Raseiniai
Weblinks
Einzelnachweise
Mzensk Mzensk, Panzergefecht bei Kategorie:Deutsch-Sowjetischer Krieg Kategorie:Konflikt 1941