mini|Festung von Bampur, 2010 Bampur ist eine Stadt in iranischen Provinz Sistan und Belutschistan im Südosten des Landes.
Geschichte Hier befand sich eine vorgeschichtliche bronzezeitliche Siedlung, die 1932 von Sir Aurel Stein entdeckt wurde.Maurizio Tosi: Bampur: a Problem of Isolatio. In: East and West. Band 24, Nr. 1/2 (März/Juni) 1974, S. 29. Grabungen unternahm erst Beatrice de Cardi im Jahr 1966, die ihre Ergebnisse 1970 veröffentlichte.Beatrice De Cardi: Excavations at Bampur, a third millennium settlement in Persian Baluchistan. In: Anthropological papers of the AMNH. Band 51, 1966, Nr. 3 online.
Die Ruinenstätte wird heute von einer Festung gekrönt. Ausgrabungen fanden westlich der Festung an zwei Stellen statt. Der Hügel inklusive der Festung ist etwa 300 × 300 m groß.De Cardi: Excavations at Bampur, S. 241. Die ältesten Überreste stammen aus dem späten 4. vorchristlichen Jahrhundert. Es konnten sechs Schichten unterschieden werden (Bampur I–VI). Reste von Lehmziegelarchitektur kamen zu Tage. Wegen der relativ kleinen Grabungsausschnitte konnten keine Grundrisse von ganzen Gebäuden erfasst werden. Das Fundmaterial, vor allem die Keramik, hat in den Schichten I bis IV große Ähnlichkeiten mit dem von Schahr-e Suchte und kann der Helmand-Kultur zugeordnet werden. Sie datiert damit in das dritte Jahrtausend v. Chr. Die Keramik ist oft bemalt. Es fanden sich Bronzesiegel, Tonfiguren und die Reste einer Mausefalle. In Schicht IV erscheint Keramik, die auch aus der Umm-an-Nar-Kultur in Oman bekannt ist.Bampūr i. Prehistoric Site, auf Iranica
Die Festung datiert vielleicht in die sassanidische Zeit. Sie wurde aber auch in islamischer Zeit weiter genutzt und um- und ausgebaut. Hier wohnten die lokalen Statthalter.Bampūr ii. In Modern Times, auf Iranica
Siehe auch Bampur 14
Einzelnachweise
Kategorie:Altorientalischer Fundplatz im Iran Kategorie:Antike iranische Stadt Kategorie:Ort in Sistan und Belutschistan