Carl Edmund von Berckefeldt (* 9. April 1830 in Münden; † 25. Oktober 1899 in Hannover) war ein hannoverscher Hauptmann, preußischer Major sowie Bürgermeister von Springe.

Leben Herkunft Seine Eltern waren Karl von Berckefeld (1795–1865) und dessen Ehefrau Sophie, geborene Kritter (1796–1869). Sein Vater war hannoverscher Oberst des Landwehr-Bataillons Minden sowie Erbherr auf Cuvental und Rittgerode.

Karriere Berckefeld besuchte die Kadettenanstalt in Hannover und trat am 30. Mai 1848 in das 2. Jäger-Bataillon der Hannoverschen Armee ein. Am 6. August 1848 wurde er als Sekondeleutnant in das 3. Jäger-Bataillon versetzt und nahm am ersten Schleswigschen Krieg teil. Es dauerte bis zum 11. September 1856, bis er zum Premierleutnant befördert wurde. Am 20. September 1859 wurde er Hauptmann und am 21. September 1862 als Kompaniechef in das 2. Jäger-Bataillon versetzt. Während des Deutschen Krieges von 1866 kämpfte er gegen die Preußen. Nach der Niederlage und der Annexion des Königreiches Hannover wurde die Armee aufgelöst und Berckefeldt am 1. Januar 1867 entlassen.

Er trat daraufhin in die Preußische Armee ein, wurde am 9. März 1867 als Hauptmann 1. Klasse dem 4. Rheinischen Infanterie-Regiment Nr. 30 aggregiert und am 14. November 1867 als Kompaniechef einrangiert. Während des Krieges gegen Frankreich wurde Berckefeldt seinem Regiment am 20. Juni 1870 als überzähliger Major aggregiert, am 3. August einrangiert und am 16. Oktober 1870 zum Bataillonskommandeur ernannt. Im Gefecht bei Rambervillers wurde er durch einen Schuss in die Brust schwer verwundet. Für den Feldzug erhielt er das Eiserne Kreuz II. Klasse.

Nach dem Krieg wurde er am 13. April 1872 als Kommandeur des II. Bataillon in das 6. Westfälische Infanterie-Regiment Nr. 55 nach Höxter versetzt. In Genehmigung seines Abschiedgesuches trat Berckefeldt am 12. November 1874 mit Pension und der Erlaubnis zum Tragen seiner Uniform in den Ruhestand.

Nach seinem Ausscheiden aus der Armee war er zunächst Amtmann in Castrop und Wetter an der Ruhr. Zuletzt war er Bürgermeister in Springe. Bei einem Besuch in Amerika starb seine Frau. Nach seiner Rückkehr lebte er ab 1895 auf dem Rittergut Bothmer bei Schwarmstedt und starb am 25. Oktober 1899 in Hannover.

Familie Berckefeldt heiratete am 27. März 1857 in Lamspringe Julie von Voigt (1833–1893). Das Paar hatte mehrere Kinder: Karl (1858–1929), Landvermesser ⚭ 1888 Helene Liese (* 1868) Otto (1859–1886), in holländischen Diensten Eberhard (1860–1943), nach Amerika ausgewandert ⚭ Maria J. “Dollie” Wilcox Hugo (* 1862), nach Amerika ausgewandert Theodor (1864–1865) Franz (1865–1943), Kaufmann in Cawnpore, Ostindien ⚭ 1897 Ernestine Mayer (* 1878) Adele (1868–1885) Ernst (1874–1936), nach Amerika ausgewandert, Fort Smith, Arkansas ⚭ Elizabeth (Betty) Jackson Georg (1877–1950), Kaufmann in Kalkutta ⚭ 1905 Edith Winn

Literatur Ernst-August von Mansberg: Offizier-Stammliste des Königlich Preußischen Infanterie-Regiments Graf Bülow von Dennewitz Nr. 55. Mittler & Sohn, Berlin 1900, S. 115–116, Nr. 144. (Digitalisat) Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Der in Deutschland eingeborene Adel (Uradel). 1906. Siebenter Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1905, S. 49. (Digitalisat)

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