Die Gmina Pniewy ist eine Stadt-und-Land-Gemeinde im Powiat Szamotulski der Woiwodschaft Großpolen in Polen. Ihr Sitz ist die gleichnamige Stadt ( Pinne) mit etwa 8000 Einwohnern.

Geographie mini|Karte der Gemeinde Die Gemeinde liegt im Westen der Woiwodschaft, etwa 40 Kilometer westlich von Posen und 12 Kilometer südwestlich der Kreisstadt Szamotuły (Samter). Nachbargemeinden sind die Gemeinden Wronki im Norden, Ostroróg und Szamotuły im Osten, Duszniki im Südosten, Lwówek im Süden sowie Kwilcz und Chrzypsko Wielkie im Westen.

Das Gemeindegebiet ist reich an kleineren Seen, darunter sind der Jezioro Pniewskie im Süden und der Jezioro Buszewskie im Nordosten. Die Gemeinde hat eine Fläche von 158,6 km², von der 74 Prozent land- und 16 Prozent forstwirtschaftlich genutzt werden.

Geschichte Das heutige Gemeindegebiet kam von 1975 bis 1998 von der Woiwodschaft Posen großen Zuschnitts zur Woiwodschaft Posen kleinen Zuschnitts. In dieser Zeit war der Powiat aufgelöst. Die Landgemeinde Pniewy wurde nach 1954 wiederholt in Gromadas umgewandelt und zum 1. Januar 1973 neu geschaffen.

Stadt- und Landgemeinde Pniewy wurden 1990/1991 zur Stadt-und-Land-Gemeinde zusammengelegt. Diese gehört seit 1999 zur Woiwodschaft Großpolen und wieder zum Powiat Szamotulski.

Die am 27. Mai 1990 abgehaltenen Kommunalwahlen waren die ersten vollständig freien Wahlen seit über 50 Jahren. Die Wahlbeteiligung lag bei nur 42 Prozent.pniewy.wlkp.pl: Historia Pniew. (polnisch, abgerufen am 10. April 2020)

Städte- und Gemeindepartnerschaften Die Gemeinde ist in den Jahren 1996 bis 2015 eine Reihe von Gemeindepartnerschaften eingegangen:pniewy.wlkp.pl: Gminy partnerskie. (polnisch, abgerufen am 10. April 2020) Alphen-Chaam, Niederlande Halluin, Frankreich – seit 1998 Kočevje, Slowenien Kościerzyna, Polen – seit 2015 Lübbenau/Spreewald, Deutschland – seit 1996 North Tyneside, Vereinigtes Königreich Oer-Erkenschwick, Deutschland – seit 2001 Radków, Polen – seit 2000

Gliederung Zur Stadt-und-Land-Gemeinde (gmina miejsko-wiejska) Pniewy mit Einwohnern (Stand ) gehören die Stadt selbst und eine Reihe von Dörfern und Ortschaften, die 21 Schulzenämterpniewy.wlkp.pl: (polnisch, abgerufen am 10. April 2020) bilden.

Schulzenämter Die Gemeinde hatte am 31. Dezember 2017 12.249 Einwohner, von denen 7780 in der Stadt und 4469 in den Orten der 21 Schulzenämter wohnten.pniewy.wlkp.pl: Pniewy w liczbach. (polnisch, abgerufen am 10. April 2020)

Einwohnerzahlen vom 31. Dezember 2017. Chełmno – 422 Dębina, Buszewko, Szymanowo – 383 Dęborzyce, Buszewo – 348 Jakubowo – 88 Karmin – 95 Kikowo – 138 Konin – 216 Koninek, Konin Huby, Psarki – 139 Koszanowo – 178 Lubocześnica – 224 Lubosina, Lubosinek, Przystanki – 373 Nojewo, Podborowo – 308 Nosalewo – 68 Orliczko – 146 Podpniewki – 142 Psarce – 45 Psarskie – 273 Rudka – 111 Turowo – 287 Zajączkowo – 265 Zamorze, Dąbrowa, Berdychowo – 220

Dörfer der Gemeinde Aufgeführt sind die amtlichen deutschen Namen. polnischer name deutscher Name (1815–1918) deutscher Name (1939–1945)Buszewko Gut Buschewo 1907–1918 Gut Marisfeld MarisfeldBuszewo Buschewo MarisfeldeChełmno Chelmno HünenortDębina Dembina 1911–1918 Dembin DembinDęborzyce Zalewo HaidchenkrugJakubowo Jakubowo ?Karmin Vorwerk Karmin KärmenKikowo Gut Nojewo-Kikowo 1900–1918 Richthausen RichthausenKonin Konin KunfeldeKoninek Koninko Klein KunfeldeKoszanowo Koschanowo RuhlandLubocześnica Luboszesnica 1911–1918 Luboschesnitza FeldheimLubosina Gut Lubosin 1939–1943 Gut Karlshöhe 1943–1945 KarlsseeLubosinek Lubosin Abbau 1939–1943 Karlshöhe Abbau 1943–1945 Karlssee AbbauNojewo Nojewo 1898–1918 Neuthal NeutalNosalewo Nossalewo HagedornOrliczko Orlitschko ZiegenbergPodpniewki Podpniewki GalgenbergPrzystanki Przystanki 1906–1918 Karlshöhe KarlshöhePsarce Groß Psarskie Hauland ?Psarki Klein Psarskie Hauland ?Psarskie Psarskie HaulandRudka Rudki Hauland ?Turowo Turowo WestfalenhofZajączkowo Gut Zajontschkowo Gut SeelandZamorze Zamorze 1906–1918 Georgsburg Georgsburg

Kleinere Ortschaften Weitere Ortschaften der Gemeinde sind die Kolonie Szymanowo (Vorwerk Szymanowo) sowie die Weiler und Siedlungen Berdychowo, Bielawy, Bukowina, Dąbrowa (Dombrow), Jakubowo (osada), Konin Huby, Podborowo (Vorwerk Podborowo), Śródka und Stefanowo.

Verkehr Die Landesstraße DK24 (droga krajowa 24) führt von Pniewy nach Westen und endet bei Gorzów Wielkopolski (Landsberg an der Warthe). Die Landesstraße DK92 führt von Posen im Osten über Pniewy zuerst nach Süden, wo nach 20 Kilometern die Autobahn A2 (E 30) erreicht wird. Die DK92 verläuft dann nach Westen über Świebodzin (Schwiebus) nach Rzepin (Reppen). Die südliche Umgehungsstraße wurde 1996 begonnen. Durch den Hauptort führt die Woiwodschaftsstraße DW187 in nordwestlicher Richtung nach Szamotuły (Samter). Von ihr zweigt die DW116 ab, die durch den Norden der Gemeinde Richtung Wronki (Wronke) führt.

Der nächste internationale Flughafen ist Posen-Ławica in etwa 40 Kilometer Entfernung.

Der Bahnhof Pniewy Szamotulskie im Hauptort der Gemeinde und ein Haltepunkt in Lubosina bestanden an der Bahnstrecke von Posen nach Gorzów Wielkopolski. Der Personenverkehr auf diesem Abschnitt wurde 1999 eingestellt. Die Bahnstrecke von Szamotuły nach Międzychód (Birnbaum) führte durch den Norden der Gemeinde. Haltepunkte bestanden in Nojewo und Kikowo. Der Personenverkehr wurde 1995 eingestellt, der Güterverkehr im folgenden Jahr.

Persönlichkeiten Zu Ehrenbürgern der Gemeinde wurden ernannt:pniewy.wlkp.pl: (polnisch, abgerufen am 10. April 2020) 1937: Maria Ursula Ledóchowska (1865–1939), Heilige und Gründerin der Grauen Ursulinen 2012: Wojciech Raczkowski (1932–2013), Priester und Ehrenkanoniker des Domkapitels in Posen.

Nach dem Arzt und Teilnehmer des Kampfes um Monte Cassino Włodzimierz Felicki (1891–1957) ist eine Straße benannt.

Weblinks

Webpräsenz von Stadt und Gemeinde (polnisch)

Einzelnachweise