Sarilumab (Handelsname Kevzara) ist ein humaner monoklonaler Antikörper (Typ IgG1),National Institute of Diabetes and Digestive and Kidney Diseases: Sarilumab. In: LiverTox: Clinical and Research Information on Drug-Induced Liver Injury [Internet]. Bethesda (MD), 2012–2017. PMID 31643297. der selektiv an Interleukin-6-Rezeptor-α (IL-6-Rα) bindet.E. B. Lee: A review of sarilumab for the treatment of rheumatoid arthritis. In: Immunotherapy. Band 10, Nummer 1, 01 2018, S. 57–65, , PMID 29043871. Er hemmt dadurch die Wirkung von Interleukin-6 (IL-6), welches normalerweise an den IL-6-Rezeptor bindet. In der Europäischen Union ist das Arzneimittel zugelassen zur Behandlung von Erwachsenen mit mittelschwerer bis schwerer rheumatoider Arthritis, wenn eine Behandlung mit krankheitsmodifizierenden antirheumatischen Arzneimitteln (DMARDs) nicht hinreichend wirksam war oder zu unangenehmen Nebenwirkungen geführt hat.E. G. Boyce, E. L. Rogan, D. Vyas, N. Prasad, Y. Mai: Sarilumab: Review of a Second IL-6 Receptor Antagonist Indicated for the Treatment of Rheumatoid Arthritis. In: The Annals of pharmacotherapy. Band 52, Nummer 8, 08 2018, S. 780–791, , PMID 29482351. Es wird in Kombination mit Methotrexat angewendet, kann aber auch als Monotherapie eingesetzt werden, wenn der Patient Methotrexat nicht verträgt. Es wird alle zwei Wochen subkutan verabreicht.Y. N. Lamb, E. D. Deeks: Sarilumab: A Review in Moderate to Severe Rheumatoid Arthritis. In: Drugs. Band 78, Nummer 9, Juni 2018, S. 929–940, , PMID 29931592. Ein anderer Antikörper zur Hemmung der Wirkung von IL-6 ist Tocilizumab.A. Ogata, Y. Kato, S. Higa, K. Yoshizaki: IL-6 inhibitor for the treatment of rheumatoid arthritis: A comprehensive review. In: Modern rheumatology. Band 29, Nummer 2, März 2019, S. 258–267, , PMID 30427250.
Nebenwirkungen Die häufigsten Nebenwirkungen sind Neutropenie, abnormale Leberwerte, erhöhte Blutcholesterinwerte, Rötung der Haut an der Injektionsstelle, Infektionen im Nasen- und Rachenbereich sowie Harnwegsinfektionen. Die schwerwiegendsten bekannten Nebenwirkungen sind schwere Infektionen, Überempfindlichkeitsreaktionen, Neutropenie und gastrointestinale Perforation. Bei Symptomen, die auf eine schwere Infektion oder gastrointestinale Perforation hindeuten können, muss sofort ein Arzt aufgesucht werden. Im Rahmen der Zulassung wurde ein Patientenpass beauflagt, der die Patienten darauf hinzuweist.
Einzelnachweise
Kategorie:Antikörper Kategorie:Arzneistoff Kategorie:Krankheitsmodifizierendes Antirheumatikum