Pius «Pi» Laurentius Ledergerber (* 1951 in Stans) ist ein Schweizer Bildhauer.

Leben Ledergerber legte nach Abschluss seiner Bildhauerausbildung in Luzern 1972 im Jahr 1975 die eidgenössische Matura auf dem zweiten Bildungsweg ab. Danach studierte er in den Bereichen Physik und Philosophie an der Universität Bern. Seit 1979 ist Ledergerber als freischaffender Künstler tätig und seit 1982 mit seinen Werken auf Ausstellungen vertreten. Er lebt und arbeitet in Burgdorf (CH) und Hohenfels (DE).

Werk Ledergerber arbeitet in erster Linie mit Stein, wobei sein Werk auch Holzarbeiten umfasst. Seine Skulpturen nehmen die Form von Kuben oder Säulen an und zeichnen sich durch eine starke Präsenz im Raum aus.Stella Barmettler in: Haus der Kunst St. Josef Solothurn (Hrsg.): Pi Ledergerber – die Arbeit am Stein. Werkkatalog 1996–2005. Greiben, [Solothurn] 2005, ISBN 3-906223-29-9, S. 3.

Obwohl Ledergerbers Werke oftmals als Aufschichtung einzelner Steinplatten anmuten, ist der Ausgangspunkt für seine Arbeit stets ein Monolith. Durch Einschneiden oder gezieltes Wegschlagen wird von einem einzelnen Steinblock Material abgetragen, sodass die Skulptur durch Reduktion in einem schichtweise fortschreitenden Prozess entsteht. Darüber hinaus arbeitet Ledergerber auch mit in einzelne Teile aufgespaltenen Steinblöcken, die bearbeitet und danach wieder in ihre ursprüngliche Form zusammengesetzt werden. Diese Zusammensetzung erfolgt ohne die Verwendung von Klebstoff – Halt entsteht lediglich durch die Verzahnung der einzelnen Teile und deren Gewicht.

Als bezeichnendes Merkmal von Ledergerbers Arbeit bleiben im Entstehungsprozess Bearbeitungsspuren im Stein zurück, die seinen Skulpturen eine bildhafte Textur verleihen.

Ausstellungen (Auswahl) 1993: Kunsthalle, Winterthur 1994: „Berner Biennale“, Kunsthaus, Langenthal (Katalog) 1996: Kunsthalle, Burgdorf (Katalog) 1998: Kunstraum Medici, Solothurn / Skulpturenweg Grauholz, Bern-Schönbühl (Katalog) 1999: Kunsthalle, Wil (Katalog) 2000: Galerie Margit Haldemann, Bern 2001: Galerie sphn (Hermann und Wagner), Berlin / Galerie Ermitage, Beckenried 2002: Haus der Kunst St. Josef, Solothurn 2003: Kunstverein Eisenturm Mainz (Katalog) 2004: Galerie Marianne Grob, Berlin 2005: Haus der Kunst St. Josef, Solothurn (Katalog) 2006: „Skulptur 06“, Villa Mettlen, Muri bei Bern 2007: Haus der Kunst St. Josef, Solothurn 2008: Galerie Silvia Steiner, Biel 2009: Kunstverein Peschkenhaus, Moers 2010: „Open Art 2010“, Roveredo 2011: Galerie Mollwo, Riehen 2012: 5. Schweizerische Triennale der Skulptur, Bad Ragatz (Katalog) / „Steinzeit“ Kreissparkasse Rottweil (Katalog) 2013: Kunstraum Oktogon Bern (Katalog) / Galerie Beatrice Brunner, Bern (Katalog) 2014: Galerie Mollwo, Riehen 2015: Galerie Sylva Denzler, Zürich 2016: Kunsttage Winningen (Katalog) 2017: Contemporanea-Galerie für moderne Kunst, Oberbillig bei Trier (Katalog) 2018: BEGE Galerien, Ulm / Galerie Mollwo, Riehen 2019: Galerie Sylva Denzler, Zürich

Weblinks

Website von Pi Ledergerber

Pi Ledergerber bei Contemporanea Pi Ledergerber bei der Foreigner Gallery

Einzelnachweise

Kategorie:Bildhauer (Schweiz) Kategorie:Schweizer Kategorie:Geboren 1951 Kategorie:Mann