Die Gmina Wolsztyn [] ist eine Stadt-und-Land-Gemeinde im Powiat Wolsztyński der Woiwodschaft Großpolen in Polen. Sitz des Powiats und der Gemeinde ist die gleichnamige Stadt ( Wollstein) mit etwa 13.100 Einwohnern.
Geographie mini|Karte der Gemeinde Die Gemeinde liegt etwa 70 Kilometer südwestlich von Posen im Westen der Woiwodschaft und grenzt dort an die Woiwodschaft Lebus. Nachbargemeinden sind Siedlec im Norden, Rakoniewice im Osten und Przemęt im Südosten; in der Woiwodschaft Lebus die Gemeinden Sława im Südwesten sowie Kolsko und Kargowa im Westen.
Das Gemeindegebiet ist reich an kleineren Seen. Dazu gehören der Jezioro Berzyńskie (Berzyner See) im Süden und der Jezioro Wolsztyńskie (Wollsteiner See) im Norden der Stadt Wolsztyn. Zu den Fließgewässern gehören die Obra im Süden des Gemeindegebiets und ihr Zufluss Doyca im Norden.
Geschichte Das heutige Gemeindegebiet kam von 1975 bis 1998 zur Woiwodschaft Zielona Góra. In dieser Zeit war der Powiat aufgelöst. Die Landgemeinde Wolsztyn wurde 1954 in mehrere Gromadas umgewandelt und zum 1. Januar 1973 neu geschaffen. Die Stadt Wolsztyn und die Landgemeinde wurden 1990/1991 zur Stadt-und-Land-Gemeinde zusammengelegt. Diese gehört seit 1999 zur Woiwodschaft Großpolen.
Partnerstädte und -gemeinden Die Stadt-und-Land-Gemeinde ist zwischen 1993 und 2016 mehrere Städte- und Gemeindepartnerschaften eingegangen. Daneben besteht eine langjährige Partnerschaft zwischen dem Robert-Koch-Museum in Wolsztyn und dem Heimatkreis Wollstein in Bad Bevensen. Neben der Förderung des Museums wurden zwischen 2000 und 2003 auf den 13 ehemaligen deutschen Friedhöfen in der Gemeinde Gedenktafeln aufgestellt.wolsztyn.pl: Bad Bevensen. (polnisch, abgerufen am 9. April 2020)
Partnerschaften bestehen mit: Domont, Frankreich – seit 2000wolsztyn.pl: Domont. (polnisch, abgerufen am 9. April 2020) Lityn, Ukraine – seit 2011wolsztyn.pl: Lityń. (polnisch, abgerufen am 9. April 2020) Lübben (Spreewald), Deutschland – seit 1993wolsztyn.pl: Lübben. (polnisch, abgerufen am 9. April 2020) Mór, Ungarn – seit 2016.wolsztyn.pl: Mór. (polnisch, abgerufen am 9. April 2020) Neunkirchen (Saar), Deutschland – seit 2011wolsztyn.pl: Neunkirchen. (polnisch, abgerufen am 9. April 2020) Peel en Maas (ehemals Maasbree), Niederlande – seit 2012wolsztyn.pl: Domont. (polnisch, abgerufen am 9. April 2020)
Gliederung Zur Stadt-und-Land-Gemeinde (gmina miejsko-wiejska) Wolsztyn mit Einwohnern (Stand ) gehören die Stadt selbst, 23 Dörfer mit einem Schulzenamt (sołectwo)bip.wolsztyn.pl: Wykaz sołtysów i rad sołeckich. (polnisch, abgerufen am 9. April 2020) sowie weitere Orte und Siedlungen.
Name deutscher Name (1815–1919) deutscher Name (1939–45) Einwohner (2019)Die Landgemeinde hatte am 31. Dezember 2019 17.277 Einwohner. Orte und Einwohnerzahlen (2012–2019), siehe: Stan Ludności gminy Wolsztyn z rozbiciem na poszczególne wsie i ulice. (PDF, polnisch, abgerufen am 9. April 2020)Adamowo Adamowo Langenweiler 1131Barłożnia Gościeszyńska Barloschen bei Goscieszyn Barloschen bei Eichgraben 58Berzyna Vorwerk Berzyn ? 416Błocko Blocko ? 211Chorzemin Chorzemin Weitwiesen 894Gościeszyn Goscieszyn 1939–43 Eichengraben 1943–45 Eichgraben 364Karpicko KarpitzkoÄlter Karpitzker Hauland in Südpreußen. Seeberg 1512Kębłowo KiebelCarl Joseph Huebner: Historisch-statistisch-topographische Beschreibung von Südpreußen und Neu-Ostpreußen. Band 1, Leipzig 1798, S. 444. Kiebel 1926Niałek Wielki Groß Nelke Groß Nelke 802Nowa Dąbrowa Neu Dombrowo Neu Langenhain 451Nowa Obra Neu Obra Hauland Neu Klosterwiese 95Nowe Tłoki Tloker Hauland Mühlental 746Nowy Widzim Neu Widzim Mühlenhöhe 298Obra Obra 1939–43 Klosterwiese 1943–45 Obra 2104Powodowo Lehfelde Niederkiefern 508Rudno Ruden Ruden 35Stara Dąbrowa Alt Dombrowo Alt Langenhain 360Stary Widzim Alt Widzim 1939–43 Lindenbrück 1943–45 Neßlersbrück 1140Stradyń Stradyn Walddorf 95Świętno Schwenten Schwenten 1095Tłoki Tloki 1939–43 Birkeneck 1943–45 Lockdorf 797Wilcze Wilze 1937–45 Wolfsheide 70Wroniawy Wroniawy Niederweide 1251
Ein weiterer großer Ort ist Komorowo mit 696 Einwohnern.
Kleinere Ortschaften und Siedlungen sind bzw. waren (in Klammern: Einwohnerzahl und deutscher Name/n): Barłożnia Wolsztyńska (82, Barloschen bei Wollstein), Borki (44, Vorwerk Borki), Krutla (0, Vorwerk Krutla), Nowy Młyn (13), Ruchocki Młyn (2, Ruchotscher Mühle), Wola Dąbrowiecka (76, Dombrofker Hauland, später Wolfsau), Zdrogowo (5) – Dębowiec (Vorwerk Neu Dembowitz), Krzyż (Kreutz), Młyńsko (Mlynsker Hauland, seit 1906 Mühlental).
Persönlichkeiten (Auswahl) Stephan von Dziembowski-Bomst (1828–1900), Gutsbesitzer, Politiker und Reichstagsabgeordneter
Ehrenbürger Lothar Bretterbauer (* 1953), Bürgermeister der Partnerstadt Lübben, wurde 2003 zum zehnjährigen Bestehen der Städtepartnerschaft zum Ehrenbürger der Gemeinde ernannt.
Weblinks
Offizielle Webpräsenz von Stadt und Gemeinde (polnisch)
Fußnoten