rechts|40px In der Liste der Kulturdenkmale in Gengenbach sind die Kulturdenkmale der Stadt Gengenbach im Ortenaukreis in Baden-Württemberg aufgelistet.

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Kulturdenkmale nach Ortsteilen

Bermersbach

Gengenbach Das Kloster Gengenbach im vorderen Kinzigtal erhielt vom Missionsbischof Pirmin (gestorben 754) die Benediktsregel. Von den fränkischen Königen gefördert, wurde es um 820 Reichsabtei. Schirmvögte waren Anfang des 12. Jh. die Herzöge von Zähringen, 1218 bis 45 die Staufer. Die Stadt entstand aus der Siedlung beim Kloster. 1231 als ‚oppidum’ erwähnt, wurde sie 1366 unter Karl IV. Reichsstadt. Im Dreißigjährigen Krieg (1643) und im Pfälzer Erbfolgekrieg (1689) erlitt sie erhebliche Zerstörungen, wurde aber unter Beibehaltung der Grundstruktur wiederaufgebaut. 1803 wurde die Abtei säkularisiert, die Reichsstadt in das Großherzogtum Baden eingegliedert. Der Stadtkern ist noch in größeren Abschnitten von der mittelalterlichen Stadtbefestigung mit Mauer und unverbautem Grabenbereich umgeben. Das Obertor im Norden, das Kinzigtor im Süden, der Niklas- oder Niggelturm beim früheren Offenburger Tor im Westen sowie Rondelltürme (Schwedenturm, Prälatenturm) sind erhalten. Die drei Hauptstraßen der Altstadt treffen sich, von den Stadttoren kommend, in der Stadtmitte, am Marktplatz. Dessen Ostseite nimmt die repräsentative frühklassizistische Fassade des Rathauses (1780 bis 84) ein, im Süden steht der Marktbrunnen. Der nördlich anschließende Straßenraum (Victor-Kretz-Straße) bildet einen breiten Straßenmarkt mit dem Obertor als räumlichem Abschluss. Das Stadtbild ist von Bauten des Wiederaufbaus nach 1689 geprägt. Neben öffentlichen Gebäuden, Adelshöfen und Bürgerhäusern mit Putzfassaden – so z. B. die ehem. Ratskanzlei mit Volutengiebel und das Löwenbergpalais (heute Städtisches Museum) am Marktplatz –, finden wir zahlreiche Fachwerkhäuser, häufig giebelständig, entlang des westlichen Abschnitts der Stadtmauer (Engelgasse) auch als geschlossene traufständige Reihenbebauung. Den gesamten östlichen Teil der Altstadt nimmt der ehem. Klosterbezirk ein, der früher durch eine Mauer von der bürgerlichen Stadt getrennt war. Die Klosterkirche, im Kern eine romanische Basilika (1. Drittel 12. Jh.), wurde zusammen mit den südlich anschließenden Konventsbauten ab 1690 durch die Vorarlberger Baumeister Franz Beer und Jakob Rischer in barocken Formen wiederhergestellt; 1714 bis 16 erhielt sie ihren markanten Glockenturm. Die Vorstadtbebauung des 18. und 19. Jh. steht an der nördlichen und westlichen Ausfallstraße. Im Nordosten überragt das ‚Bergle’ mit der St.-Jakobs-Kapelle (1681/82 neu errichtet) die Altstadt. Die ehem. Leutkirche St. Martin (Mitte 15. Jh., bis 1803 Pfarrkirche, heute Friedhofskirche) liegt nordwestlich des Stadtkerns. Die ummauerte Stadtanlage mit dem zentralen Marktplatz und dem Klosterbezirk, der dichte historische Baubestand und die Einbindung in die Kulturlandschaft tragen zum unverwechselbaren Charakter der ehem. Reichsstadt bei.

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