mini|hochkant=1.1|Castel San Pietro. Historisches Luftbild von Werner Friedli (1964)

Castel San Pietro ist eine politische Gemeinde sowie ein Dorf im Schweizer Kanton Tessin. Die Gemeinde gehört zum Bezirk Mendrisio beziehungsweise innerhalb dessen zum Kreis Balerna.

Geographie Die Gemeinde Castel San Pietro erstreckt sich über die ganze westliche Seite des Muggiotals bis zum Monte Generoso.

Die Nachbargemeinden sind im Norden Val Mara, Centro Valle Intelvi (IT-CO), im Osten Breggia, im Süden Morbio Inferiore, Balerna, Coldrerio und im Westen Mendrisio.

Geschichte 865 findet sich das Dorf erstmals erwähnt, als der kaiserliche Gefolgsmann Sigeradus den Ort dem Kloster Sant’Ambrogio in Mailand schenkte. Ab der Mitte des 13. Jahrhunderts war es wechselweise im Besitz des Bischofs von Como und der Familien Russ und Rusconi, bis es Ende des 14. Jahrhunderts endgültig letzteren zufiel. 1343 stiftete der Bischof von Como, Bonifatius Quadri aus Modena, in der Burg ein Kirchlein, die später in Erinnerung an den blutigen Streit zwischen den Bosia und Rusconi 1390 Capella rossa («rote Kapelle») genannt wurde.

2004 wurden die zuvor selbständigen Gemeinden Casima und Monte sowie die Ortschaft Campora, vormals Teil der Gemeinde Caneggio, nach Castel San Pietro eingemeindet. Castel San Pietro bildet nach wie vor eine eigenständige Bürgergemeinde.Patriziato di Castel San Pietro (mit Fotos) (italienisch) auf patriziatocastelsanpietro.ch/

Bevölkerung Die Bevölkerung von Castel San Pietro (inkl. Campora, Casima und Monte) entwickelte sich wie folgt:

Ehemalige Gemeinden Casima, Castel San Pietro und Monte Die Bevölkerung der Gemeinden Casima, Castel San Pietro und Monte entwickelte sich wie folgt:

Gemeinde Castel San Pietro (vor Fusionen 4. April 2004) Die Bevölkerung der Gemeinde Castel San Pietro (Gemeindestand bis 2003) entwickelte sich wie folgt:

Bilder

Sehenswürdigkeiten

Die Ortsbilder von Castel San Pietro, Campora, Casima und Monte sind im Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS) als schützenswertes Ortsbild der Schweiz von nationaler Bedeutung eingestuft.

Persönlichkeiten

Literatur

Simona Martinoli u. a.: Castel San Pietro. In: Guida d’arte della Svizzera italiana. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007. Giuseppina Ortelli Taroni: Castel San Pietro. Storia e vita quotidiana. Edizioni della Società svizzera per le tradizioni popolari, Basilea 1994. Johann Rudolf Rahn: I monumenti artistici del medio evo nel Cantone Ticino. Tipo-Litografia di Carlo Salvioni, Bellinzona 1894, S. 78–82, (Gorla) S. 117. Ursula Stevens: Francesco Pozzi: 1704 Bruzella – 1789 Castel San Pietro; sulle tracce di uno stuccatore ticinese. Tipo Print, Mendrisio 2007. Celestino Trezzini: Castel San Pietro. In: Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz. Band 2: Basel – Egnach. Attinger, Neuenburg 1924, S. 508 (Digitalisat [PDF; 28,8 MB]). R.M.: Die «Capella Rossa» in Castel S. Pietro. In: Architektur und Kunst. Band 14, 1927, S. 366–368.

Weblinks

Webauftritt der Gemeinde Castel San Pietro Castel San Pietro: Castel San Pietro: Kulturgüterinventar des Kantons Tessin Amt für Statistik des Kantons Tessin: Castel San Pietro

Campora:

Castel San Pietro-Campora: Kulturgüterinventar des Kantons Tessin Monte Castel San Pietro-Monte: Kulturgüterinventar des Kantons Tessin

Casima Castel San Pietro-Casima: Kulturgüterinventar des Kantons Tessin

Einzelnachweise

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