Ewald Sigismund Tobien (* in Jakobstadt; † in Dorpat) war ein deutsch-baltischer Rechtswissenschaftler.

Leben Herkunft und Familie Tobiens Eltern waren der Ratsherr und Kaufmann Karl Friedrich Tobien sowie Sophia Gertruda, geb. Harder.

Er war in erster Ehe mit Auguste Reese († 1848) verheiratet. Am 26. August 1849 heiratete Tobien in zweiter Ehe Martha Wegener. Tobien war der Vater von: Wilhelm von Tobien (1853–1924), ChemikerVgl. Christoph Franke, Moritz Graf Strachwitz von Groß Zauche und Camminetz, Klaus Freiherr von Andrian-Werburg, u. a.: Genealogisches Handbuch der Adeligen Häuser. B. (Briefadel). 2000. Band XXIII, Band 121 der Gesamtreihe GHdA. Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke, Limburg an der Lahn 2000, , S. 312–315. Alexander Johannes von Tobien (1854–1929), Agrarhistoriker und Statistiker

Werdegang Er besuchte die Kreisschule in Jakobstadt und lernte von 1826 bis 1833 auf dem Gouvernement-Gymnasium (Krons-Gymnasium) in Riga. Er studierte 1834 bis 1837 an der Kaiserlichen Universität Dorpat. 1839 wurde Tobien der Dr. jur. der Universität Halle an der Saale verliehen und 1844 der Dr. jur. der Universität St. Petersburg. Bereits in den Jahren 1838 bis 1840 wirkte er in Dorpat als Schriftführer der Schulendirektorate.

1845 bis 1860 lehrte Tobien als Professor des russischen Rechts an der Kaiserlichen Universität Dorpat. 1851 bis 1854 war er Dekan und zudem von 1852 bis 1853 stellvertretender Prorektor der Universität. In den Jahren 1859 bis 1860 führte Tobien die Gelehrte Estnische Gesellschaft als Präsident.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Präsident der Gelehrten Estnischen Gesellschaft Kategorie:Hochschullehrer (Kaiserliche Universität Dorpat) Kategorie:Rechtswissenschaftler (19. Jahrhundert) Kategorie:Deutsch-Balte Kategorie:Geboren 1811 Kategorie:Gestorben 1860 Kategorie:Mann Kategorie:Staatsrat (Russisches Kaiserreich) Kategorie:Russe