mini|Friedrich Eppelsheim Friedrich Eppelsheim (* 22. Februar 1834 in Bad Dürkheim; † 11. Februar 1899 in Grünstadt) war ein bayerischer Jurist und Lepidopterologe (Schmetterlingsforscher).

Leben Friedrich Eppelsheim, Sohn des Politikers und Gutsbesitzers Eduard Eppelsheim(er) (1808–1866),Rudolf H. Böttcher: Die Familienbande der Pfälzischen Revolution 1848/1849, Verein für Pfälzisch-Rheinische Familienkunde, Ludwigshafen am Rhein, 2000, S. 311 besuchte das Gymnasium seiner Heimatstadt Bad Dürkheim.Jahresbericht über die Königl. Bayer. Lateinische Schule und den mit ihr verbundenen Real-Cursus zu Dürkheim an der Haardt, im Schuljahr 1845, Speyer, 1845, S. 9; Digitalansicht Er studierte Jura an der Universität HeidelbergGustav Toepke: Die Matrikel der Universität Heidelberg, 6. Teil, S. 118, Heidelberg, 1907; (Ausschnittscan) und trat in den Staatsdienst des Königreichs Bayern ein. Erst war er in Zweibrücken tätig, dann als Bezirksgerichts-Assessor in Kaiserslautern. Mit Datum vom 19. April 1866 wurde Friedrich Eppelsheim Landrichter in Grünstadt.Bayerische Zeitung, München, Nr. 112, vom 23. April 1866; Digitalansicht Er stieg hier auf bis zum Oberamtsrichter und ging 1899, kurz vor seinem Tod, krankheitsbedingt in Pension.Justizministerialblatt für das Königreich Bayern, München, 1899, S. 372 des Jahrgangs; Ausschnittscan

Lepidopterologie Schon früh interessierte sich Friedrich Eppelsheim für Naturkunde und engagierte sich zusammen mit seinem Bruder Eduard Eppelsheim (1837–1896) in der „Pollichia“, dem Naturkundlichen Verein der Pfalz.Jahresbericht der Pollichia, Bad Dürkheim, 1866, S. 56; Digitalansicht Während der Bruder ein namhafter Staphylinidenforscher (Käfer) wurde, wandte sich Friedrich Eppelsheim den Schmetterlingen zu. Der Botaniker und Pollichia-Gründer Carl Heinrich Schultz schrieb 1859 an den Entomologen Carl von Heyden: „Ich kann Ihnen unsere drei Lepidopterologen der Pfalz sehr empfehlen: 1. Reg. Rath Bertram,Nachruf Regierungsrat Friedrich Gottlieb Bertram (1814–1881) in Speyer 2. Friedrich Schwerd, 3. Rechtscandidat Eppelsheim von Dürkheim, in Zweibrücken, ein sehr viel versprechender Schüler der Pollichia.“Nachruf auf den Bruder Eduard Eppelsheim verfasst von Lucas von Heyden

Eppelsheim gehörte über 25 Jahre dem damals auf diesem Gebiet führenden „Entomologischen Verein Stettin“ an und publizierte öfter Artikel in dessen deutschlandweit als Fachorgan geltender Entomologischen Zeitung. Er besaß eine sehr bedeutende Schmetterlingssammlung von über 25.000 Exemplaren, die nach seinem Tod verkauft wurde.Entomologische Zeitschrift Jahrgang 1901, S. 6; AusschnittscanSocietas entomologica: Organ für den Internationalen Entomologenverein, Zürich, Jahrgang 1899, S. 5; Ausschnittscan

Auf der 49. Versammlung Deutscher Naturforscher und Ärzte, abgehalten von der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte, leitete er am 23. September 1876 in Hamburg die Entomologensitzung über die Präparierung von Insekten.Tageblatt der 49. Versammlung deutscher Naturforscher und Ärzte, Hamburg, 1876, S. 128; Digitalansicht

Der Schmetterlingskundler Otto Staudinger benannte 1885 ihm zu Ehren einen Kleinfalter als „Chrysoesthia eppelsheimi“, da er von Friedrich Eppelsheim entdeckt worden war.Beschreibung des Falters mit Hinweis auf Friedrich Eppelsheim als Namensgeber 1901 benannte man die Miniermotte „Parornix eppelsheimi“Webseite zum Tier nach ihm, weil er sie im Heidesheimer Schlosspark aufgespürt und eingehend wissenschaftlich untersucht hatte.Auszug aus der Stettiner Entomologischen Zeitung, 1901

Literatur Walter Lampert: 1100 Jahre Grünstadt, Stadtverwaltung Grünstadt, 1975, Seite 377 Nachruf in der Entomologischen Zeitung, Stettin, 1899; PDF-Ansicht Friedrich Bertram: Die Lepidopteren-Fauna der Pfalz, Kranzbühler Verlag, Neustadt, 1859, S. 2; Digitalansicht Flora (Allgemeine botanische Zeitung), Regensburg, Jahrgang 1860, S. 332; Digitalansicht Friedrich Eppelsheim: Bericht über eine entomologische Reise nach dem Stilfser Joche, in: Jahresbericht der Pollichia, 1874, S. 59–86; Digitalansicht

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Einzelnachweise

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