mini|Ortsansicht (2025) Nieradowice (deutsch Nitterwitz) ist ein Stadtteil von Otmuchów im Powiat Nyski in der Woiwodschaft Opole in Polen.

Geographie Nieradowice, vormals ein Straßendorf, liegt vier Kilometer nördlich von Otmuchów am Maciejowicki Potok (Matzwitzer Wasser). Westlich von Nieradowidce verläuft die stillgelegte Bahnstrecke Otmuchów–Przeworno. Historisch lag der Ort im Südwesten Oberschlesiens.

Nachbarorte von Nieradowice sind im Westen Maciejowice (Matzwitz), im Norden Starowice (Starrwitz), im Nordosten Malerzowice Małe (Klein Mahlendorf) und im Süden die Stadt Otmuchów (Ottmachau).

Geschichte Nach dem Ersten Schlesischen Krieg 1742 fiel Nitterwitz mit dem größten Teil Schlesiens an Preußen.

Nach der Neuorganisation der Provinz Schlesien gehörte die Landgemeinde Nitterwitz ab 1816 zum Landkreis Grottkau im Regierungsbezirk Oppeln. 1845 bestanden im Dorf ein Vorwerk, eine Schankwirtschaft sowie 17 weitere Häuser. Im gleichen Jahr lebten in Nitterwitz 131 Menschen, davon neun evangelisch.Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuss. Provinz Schlesien. Breslau 1845, S. 451. 1855 lebten 150 Menschen in Nitterwitz. 1865 bestanden im Ort zehn Gärtner-, vier Häuslerstellen und 14 Einlieger. Eingeschult und eingepfarrt waren die Bewohner nach Ottmachau.Vgl. Felix Triest: Topographisches Handbuch von Oberschlesien. Breslau 1865, S. 1215 (). 1874 wurde der Amtsbezirk Klein Mahlendorf errichtet, zu dem die Landgemeinden Bittendorf, Klein Mahlendorf, Klein Vorwerk, Laskowitz, Nitterwitz, Perschkenstein, Ullersdorf und Weidich und den Gutsbezirken Bittendorf, Klein Mahlendorf, Klein Vorwerk, Nitterwitz und Ullersdorf gehörten.Territorial Amtsbezirk Klein Mahlendorf 1885 zählte Nitterwitz 142 Einwohner.Kreis Grottkau. In: agoff.de, AGoFF, abgerufen am 25. März 2020. 1898 wurde im Ort eine Schule eingerichtet.G. Wilczek: Gruß aus dem Grottkauer Lande. hrsg. von Bundesverband der Grottkauer e.V. – Heimatgruppe Kreis und Stadt Grottkau/Oberschlesien, 1996, S. 166.

1933 lebten in Nitterwitz 315 Menschen. Am 22. Juli 1936 wurde der Ort im Zuge einer Welle von Ortsumbenennungen der NS-Zeit in Lindenberg O.S. umbenannt. Am 10. Dezember wurde der Ortsname in Nitterdorf geändert. 1939 lebten 276 Menschen in Nitterdorf. Bis Kriegsende 1945 gehörte der Ort zum Landkreis Grottkau.

Als Folge des Zweiten Weltkriegs fiel das Dorf 1945 an Polen, in Nieradowice umbenannt und der Woiwodschaft Schlesien angeschlossen. Am 1. Januar 2018 wurde Nieradowice in die Stadt Otmuchow eingemeindet.

Sehenswürdigkeiten thumb|Das umgebaute Schloss (2025) Das Schloss Nitterwitz wurde Anfang des 19. Jahrhunderts im klassizistischen Stil erbaut. 1959 wurde das Schloss zu einem Wohnhaus umgebaut.Geschichte und Bilder Schloss Nitterwitz (polnisch) Das Schloss wurde 1965 unter Denkmalschutz gestellt.Denkmalregister der Woiwodschaft Oppeln (polnisch; PDF; 913 kB)

Persönlichkeiten Josef Zauritz (1897–1933), Polizeibeamter

Weblinks

Einzelnachweise

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