350px|Surwold – Im Eichengrund – Lager Börgermoor – Erinnerungspunkt 05 ies Das Lied Die Moorsoldaten von Bergmann Johann Esser (Text) und Schauspieler und Regisseur Wolfgang Langhoff (Musik) wird am 27. August 1933 erstmals von Häftlingen des Konzentrationslagers Börgermoor bei Papenburg im Emsland gesungen. Dieser Artikel behandelt das Musikjahr 1933. links|mini|Blue Moon von Glen Gray & Casa Loma Orchestra ist die erste kommerziell erfolgreiche Schallplattenaufnahme des Liedes von Richard Rodgers (Musik) und Lorenz Hart (Text) aus dem Jahr 1933.
Ereignisse 23. Januar: Béla Bartóks 2. Klavierkonzert wird in Frankfurt uraufgeführt. 11. Februar: Thomas Mann beginnt eine Auslandsvortragsreise zum Thema Leiden und Größe Richard Wagners; er wird erst nach 1945 erstmals wieder nach Deutschland kommen. 6. März: Nicolas Slonimsky dirigiert die Weltpremiere von Edgard Varèses Ionisation in der Carnegie Hall in New York City. 12. Juni: Florence Prices Sinfonie e-Moll wird vom Chicago Symphony Orchestra uraufgeführt, die erste Komposition einer Afroamerikanerin, die von einem großen Orchester gespielt wird. 18. August: Auf der Berliner Funkausstellung wird der Volksempfänger vorgestellt. Juni: Der Nr. 1 Rhythm Club, ein Jazzclub, wird in der Regent Street in London eröffnet. 28. September: Die Staatlich genehmigte Gesellschaft zur Verwertung musikalischer Urheberrechte (STAGMA), im Jahr 1947 in Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA) umbenannt, erhält in Deutschland das Monopol zur Wahrnehmung von Musikaufführungsrechten. Georges Bizets Sinfonie in C-Dur wird in der Bibliothek des Conservatoire de Paris wiederentdeckt. Perry Como beginnt in Ohio mit dem Freddie Carlone Orchestra zu singen. John Serry, Sr. tritt als erster Akkordeonsolist auf der Bühne der Radio City Music Hall auf. Die Kasseler Musiktage werden erstmals veranstaltet. Die National Association for American Composers and Conductors wird von Henry Hadley gegründet. John und Alan Lomax unternehmen eine erste Expedition durch den Süden der USA, um authentische Folk- und Blues-Aufnahmen zu machen.
Instrumentalmusik 15. Oktober: Uraufführung des 1. Klavierkonzerts von Dmitri Schostakowitsch im Großen Saal der Leningrader Philharmonie unter der Leitung von Fritz Stiedry. Juhan Aavik: Püha Hiis [Heiliger Hain], sinfonische Dichtung Paul Graener: Marien-Kantate für Soli, Chor und Orchester op. 99 Gustav Holst: Lyric Movement Charles Ives: Bernard Herrmann dirigiert den 3. Satz der 4. Sinfonie in eigener Instrumentierung. Uraufführung der kompletten Sinfonie 1965 Maurice Ravel: Don Quichotte à Dulcinée, Liederzyklus für Bariton und Orchester nach Texten von Paul Morand Ottorino Respighi: Concerto a cinque für Oboe, Trompete, Violine, Kontrabass, Klavier und Streicherensemble Sergei Sergejewitsch Prokofjew: Suite aus Am Dnjepr, op. 51; Sinfonischer Gesang, op. 57, unveröffentlicht. Ralph Vaughan Williams: The Running Set (Orchesterwerk) mini|links|Musical Roberta – Poster der Broadway-Produktion (1933)
Musiktheater 4. Januar: Uraufführung der Operette Die Männer sind mal so von Walter Kollo am Schillertheater Berlin. 20. Januar: Uraufführung des Musicals Pardon My English von George Gershwin im Majestic Theatre in New York City. 3. Februar: Uraufführung der Oper Gevatterin Tod von Rudolf Karel am Landestheater in Brünn (Komponiert 1932). 3. Mai: Uraufführung der französischen Version und Neufassung der Operette Frasquita von Franz Lehár in der Opéra-Comique in Paris. 20. Mai: Die Oper Merry Mount von Howard Hanson nach Nathaniel Hawthornes Werk The Maypole of Merry Mount wird in Ann Arbor uraufgeführt. 24. Mai: Die Uraufführung des musikalischen Lustspiels Bezauberndes Fräulein von Ralph Benatzky erfolgt am Deutschen Volkstheater in Wien. Vorlage dazu ist der französische Schwank La petite Chocolatière von Paul Gavaults. 7. Juni: Am Théâtre des Champs-Élysées in Paris wird das Ballett mit Gesang Die sieben Todsünden von Bertolt Brecht (Libretto), Kurt Weill (Musik) und George Balanchine (Choreographie) mit Lotte Lenya und Tilly Losch in den Hauptrollen uraufgeführt. 1. Juli: Uraufführung der Oper Arabella von Richard Strauss an der Dresdner Staatsoper. 30. September: Die Uraufführung der Operette Zwei Herzen im Dreivierteltakt von Robert Stolz findet in Zürich statt. Das Libretto stammt von Paul Knepler, Ignaz Michael Welleminsky und Robert Gilbert. Es beruht auf dem Drehbuch zum gleichnamigen Film aus dem Jahr 1930 von Walter Reisch und Franz Schulz. 21. Oktober: Uraufführung des Musicals Let ’Em Eat Cake von George Gershwin im Imperial Theatre in New York City. 18. November: Uraufführung des Musicals Roberta von Jerome Kern (Musik) und Otto Harbach (Liedtexte und Buch) im New Amsterdam Theatre in New York City. 23. Dezember: Am Theater am Nollendorfplatz in Berlin wird die Operette Clivia von Nico Dostal auf das Libretto von Charles Amberg uraufgeführt. Sie gilt als das erfolgreichste Werk des Komponisten.
Weitere Bühnenwerksuraufführungen 1933 Walter Kollo: Lieber reich aber glücklich (Operette) (Uraufführung Komödienhaus, Berlin) Eduard Künneke: Die lockende Flamme (Singspiel) Ralph Benatzky: Deux sous de fleurs (Operette) Uraufführung in Paris Werner Richard Heymann: Dame Nr. 1 rechts (Operette) Uraufführung in Wien
Filmmusik 2. März: Der Spielfilm King Kong und die weiße Frau der RKO Pictures von Merian C. Cooper und Ernest B. Schoedsack, mit Fay Wray in der Hauptrolle, hat seine Premiere in New York City. Am Drehbuch des ersten King-Kong-Films hat unter anderem Edgar Wallace mitgearbeitet. Die Filmmusik stammt von Max Steiner und Bernhard Kaun. King Kong ist der erste Tonfilm, in dem auch Dialogszenen mit Musik unterlegt werden. Max Steiner wird daher häufig als Vater der Filmmusik bezeichnet. Eduard Künneke: Drei blaue Jungs – ein blondes Mädel; Es gibt nur eine Liebe; Der Page vom Dalmasse-Hotel; Glückliche Reise; Des jungen Dessauers große Liebe; Tambour battant Robert Stolz: Was Frauen träumen Ralph Benatzky: Die Blume von Hawaii nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen früheren Operette von Paul Abraham. Franz Grothe: Salon Dora Green; Keine Angst vor Liebe; Moral und Liebe Werner Richard Heymann: Saison in Kairo Charles Klein: Wenn am Sonntagabend die Dorfmusik spielt
Chormusik Evald Aav: Laulu vöim [Die Macht des Liedes] für Männerchor, Text: Juhan Liiv
Vokalmusik Evald Aav: Mu suvi [Mein Sommer], Lied, Text: Mart Lekstein (1886–1939) Juhan Aavik: Hoija Jumal Eesti [Gott bewahre Estland] für gemischten Chor, Text: L. Raudkepp
Lehrwerke Thorvald Aagaard: Violinschule, Wilhelm Hansen, Kopenhagen/Leipzig
Neuveröffentlichungen (Auswahl) Lieder und Kompositionen Lied Text Musik Erstinterpret Label Veröffentlichung Genre Weitere Informationen Blue Moon Lorenz Hart Richard Rodgers Connee Boswell, Al Bowlly 1933 Jazz Jazzstandard Ein Lied geht um die Welt Ernst Neubach Hans May Joseph Schmidt 1933 Schlager Titellied des Films Ein Lied geht um die Welt Kannst Du pfeifen, Johanna? Hans-Joachim Bach Sten Axelson 1933 Schlager Coverversion des schwedischen Liedes Kan du vissla, Johanna? von Komponist Sten Axelson auf den Originaltext von Åke Söderblom Smoke Gets in Your Eyes Otto Harbach Jerome Kern Gertrude Niesen Victor 13. Oktober 1933 Pop für das Musical Roberta komponiert Wenn am Sonntagabend die Dorfmusik spielt Peter Kirsten und Teo von Donop 1933 Filmsong Lied aus dem Film Wenn am Sonntagabend die Dorfmusik spielt Yesterdays Otto Harbach Jerome Kern Leo Reisman Brunswick 9. November 1933 Pop, Jazz
Geboren Januar 2. Januar: Günter Jena, deutscher Chorleiter und Kirchenmusikdirektor († 2026) 2. Januar: Isao Suzuki, japanischer Jazzmusiker († 2022) 2. Januar: Jackie Williams, US-amerikanischer Jazzmusiker († 2023) 7. Januar: Lee Evans, US-amerikanischer Jazz- und Unterhaltungsmusiker (Piano) und Arrangeur († 2023) 7. Januar: Wladimir Ferapontow, sowjetisch-russischer Schauspieler, Synchronsprecher, Sänger und Synchronregisseur († 2008) 10. Januar: Akira Miyoshi, japanischer Komponist († 2013) 16. Januar: Armin Ude, deutscher Opernsänger und Hochschullehrer († 2015) 17. Januar: Klaus Bechstein, deutscher Tonregisseur mini|hochkant=0.6|Dalida; * 17. Januar 17. Januar: Dalida, französische Sängerin und Schauspielerin († 1987) 20. Januar: Earl Grant, US-amerikanischer Sänger und Gitarrist († 1970) 23. Januar: Chita Rivera, US-amerikanische Schauspielerin und Tänzerin († 2024) 23. Januar: Joel Spiegelman, US-amerikanischer Komponist 24. Januar: Nico Fidenco, italienischer Sänger und Komponist († 2022) 24. Januar: Johannes Fischer, deutscher Kirchenmusiker und Komponist († 2005) 26. Januar: Rubens Bassini, brasilianischer Perkussionist († 1985) 26. Januar: Andreas Hauff, österreichischer Sänger und Texter († 2021) 26. Januar: Hans Petermandl, österreichischer Pianist 28. Januar: Helena Tattermuschová, tschechoslowakische Opernsängerin († 2025) 28. Januar: Dieter Wellmann, deutscher Kirchenmusiker und Komponist († 2025) 29. Januar: Sacha Distel, französischer Chansonnier und Komponist († 2004) 31. Januar: Armin Brunner, Schweizer Dirigent und Medienschaffender († 2026)
Februar 1. Februar: Buddhadev Das Gupta, indischer Musiker († 2018) 1. Februar: Sadao Watanabe, japanischer Jazz-Saxophonist 2. Februar: Orlando López, kubanischer Musiker († 2009) 3. Februar: Varetta Dillard, US-amerikanische Rhythm-and-Blues-Sängerin († 1993) 3. Februar: John Edmondson, US-amerikanischer Komponist († 2016) 3. Februar: John Handy, US-amerikanischer Jazzsaxophonist 4. Februar: Toshi Ichiyanagi, japanischer Komponist († 2022) 7. Februar: Stuart Burrows, britischer Opernsänger († 2025) 8. Februar: Elly Ameling, niederländische Sopranistin 11. Februar: Chad Morgan, australischer Country-Sänger und Gitarrist († 2025) 15. Februar: Octavian Lazăr Cosma, rumänischer Musikwissenschaftler 15. Februar: Wiktor Pikaisen, russischer Geiger und Musikpädagoge († 2023) mini|hochkant=0.6|Yoko Ono; * 18. Februar 18. Februar: Yoko Ono, japanisch-amerikanische Künstlerin, Filmemacherin, Experimentalkomponistin und Sängerin 20. Februar: Charles Kynard, US-amerikanischer Kirchenorganist und Hammond-Orgel-Spieler († 1979) mini|hochkant=0.6|Nina Simone; * 21. Februar 21. Februar: Nina Simone, Jazz- und Bluessängerin, Pianistin und Songschreiberin († 2003) 22. Februar: Peter Rohland, deutscher Liedermacher und Sänger († 1966) 26. Februar: María Victoria, mexikanische Sängerin 27. Februar: Marek Mietelski, polnischer Pianist und Musikpädagoge 28. Februar: Paulos Raptis, griechisch-polnischer Opernsänger († 2021)
März 1. März: Gaston Germain, kanadischer Sänger und Musikpädagoge († 2015) 1. März: István Láng, ungarischer Komponist († 2023) 3. März: Marco Antonio Muñiz, mexikanischer Sänger 4. März: Ann Burton, niederländische Jazzsängerin († 1989) 9. März: Artt Frank, US-amerikanischer Jazzmusiker und Autor († 2024) 9. März: William Francis McBeth, US-amerikanischer Komponist und Dirigent († 2012) 11. März: Vasile Mucea, Violinist und Sänger rumänischer Volksmusik aus der Bukowina († 2011) 11. März: Roman Suchecki, polnischer Cellist und Musikpädagoge († 2003) 13. März: Rüdiger Rüfer, deutscher Komponist für Elektroakustische Musik 13. März: Mike Stoller, US-amerikanischer Songwriter und Musikproduzent mini|hochkant=0.6|Quincy Jones; * 14. März 14. März: Quincy Jones, US-amerikanischer Musik-, Fernseh- und Filmproduzent und Musiker († 2024) 15. März: Sadanori Nakamure, japanischer Jazzgitarrist († 2026) mini|hochkant=0.6|Teresa Berganza; * 16. März 16. März: Teresa Berganza, spanische Opernsängerin († 2022) 16. März: Jörg Ewald Dähler, Schweizer Dirigent, Cembalist und Komponist († 2018) 20. März: Alexander Gorodnizki, sowjetischer und russischer Dichter und Sänger 21. März: Victoria Eugenia, spanische Tänzerin und Choreografin († 2024)