Mezlocillin ist eine organisch-chemische Verbindung aus der Gruppe der β-Lactam-Antibiotika, genauer der Ureidopenicilline (Acylaminopenicilline). Es wurde 1974 von der Bayer AG patentiert und als Mezlocillin-Natrium-Monohydrat unter dem Namen BaypenVgl. etwa Baypen. In: Der Anaesthesist. Band 33, Heft 1, Januar 1984, S. A 23. vermarktet. Mezlocillin wird als Breitspektrum-Antibiotikum zur parenteralen Behandlung eingesetzt. Das große Wirkungsspektrum ermöglicht, dass es sowohl gegen gramnegative als auch gegen einige grampositive Bakterien wirkt. Das Medikament ist beispielsweise für eine Behandlung einer Infektion des Gallentrakts geeignet.
Verwendung Mezlocillin wird vor allem bei verschiedenen Infektionen an unterschiedlichen Lokalisationen und mit abweichendem Maß an Intensität eingesetzt. Dies können beispielsweise Infekte der tieferen Atemwege, des Magen-Darm-Trakts, den Gallenwegen oder der Niere und deren ableitende Harnwege sein. Zusätzlich kann das Mittel bei Infektionen der Geschlechtsorgane oder bei der Geburtshilfe eingesetzt werden.Peter Finck, Stefanie Heinze, Ulrike Raths, Uwe Riecken, Axel Ssymank: Rote Liste der gefährdeten Biotoptypen Deutschlands. Bundesamt für Naturschutz, Bonn-Bad Godesberg, 2017, ISBN 978-3-7843-4056-2, S. 337. Mezlocillin wird nicht über den Magen-Darm-Kanal aufgenommen und kann daher nur als Injektion oder Infusion gegeben werden.
Nebenwirkungen Die Einnahme von Mezlocillin kann sich in vielen unterschiedlichen Formen auf den Körper auswirken. Dabei besteht wie bei allen Penicillinen unter anderem die Möglichkeit, dass die Substanz sich auf das Nervensystem, die Psyche, das Immunsystem, die Atemwege und den Geschmack auswirkt. Mezlocillin kann über dies hinaus eine Thrombozytenfunktionsstörung, Gelenkschmerzen oder vorübergehend veränderte Laborwerte in Bezug auf beispielsweise Bilirubin und Kreatinin hervorrufen. Weitere unerwünschte Wirkungen sind Diarrhö oder weiche Stühle, Hauterscheinungen wie Erytheme oder Exantheme, Anstieg der Transaminasen, Anstieg der alkalischen Phosphatase, Übelkeit und Eosinophilie.Baypen. In: Der Anaesthesist. Band 33, Heft 1, Januar 1984, S. A 23.
Wechselwirkungen Es kann bei der Einnahme von Antikoagulanzien und Thrombozytenaggregationshemmern gleichzeitig zu Mezlocillin zu Wechselwirkungen kommen. Werden Muskelrelaxanzien in Verbindung mit Mezlocillin eingenommen, so kann dies eine Verstärkung der neuromuskulären Blockaden zur Folge haben.
Gegenanzeigen Kontraindikationen sind Penicillin-Überempfindlichkeit. Bei Überempfindlichkeit gegen andere Beta-Lactam-Antibiotika wie Cephalosporinen muss eine mögliche Kreuzallergie beachtet werden.Baypen. In: Der Anaesthesist. Band 33, Heft 1, Januar 1984, S. A 23.
Einzelnachweise
Kategorie:Penicillin Kategorie:Methansulfonamid Kategorie:Imidazolidinon Kategorie:Harnstoff Kategorie:Phenylsubstituierte Verbindung Kategorie:Ethansäureamid Kategorie:Propiolactam Kategorie:Thiazolidincarbonsäure Kategorie:Cycloharnstoff