Reputation Stadium Tour war die fünfte Konzerttour und die erste reine Stadiontour der amerikanischen Singer-Songwriterin Taylor Swift.

Sie diente als Unterstützung ihres sechsten Studioalbums Reputation (2017). Die Tour begann am 8. Mai 2018 in Glendale und endete am 21. November 2018 in Tokio. Insgesamt gab es 53 Konzertauftritte. Zu den Konzerten kamen 2.888.892 Konzertbesucher. Die Tournee brachte $345,7 Millionen an Einnahmen ein, was sie bis jetzt zu Swifts zweiterfolgreichster Tour, der drittumsatzstärksten Tour einer Frau aller Zeiten und zur umsatzstärksten Konzerttour in den Vereinigten Staaten und in der Geschichte von Nordamerika macht.

Die Tour erhielt allgemeine Zustimmung in Kritiken, welche sie im Allgemeinen als beste Tour des Jahres 2018 und Swifts beste Tour bezeichneten. Sie gewann des Weiteren viele Auszeichnungen in der Kategorie „Tour des Jahres“. Der Konzertauftritt am 6. Oktober im AT&T Stadium in Arlington, Texas, wurde aufgezeichnet und als Konzertfilm am 31. Dezember 2018 auf Netflix veröffentlicht.

Entstehung Im August 2017 meldete Billboard, dass Swift ein Programm von Ticketmaster, namens Ticketmaster’s Verified Fan, nutzen würde, um vorzubeugen, dass Roboter und Schwarzmarkthändler ihre Tourtickets kaufen. Das Programm, welches „Taylor Swift Tix“ genannt wurde, machte es Fans möglich, Tickets vor dem öffentlichen Verkaufsbeginn zu kaufen, indem sie durch verschiedene Aktivitäten (wie zum Beispiel das Kaufen des Albums...) ihre Chancen auf einen Vorverkaufscode erhöhten.

Am 13. November 2017 kündigte Swifts Management gemeinsam mit Ticketmaster die ersten Konzerte der Tour an. Die Tickets konnten ab dem 13. Dezember 2017, an Swifts 28. Geburtstag, erworben werden.

Im späten November gab Swift Konzerte in Manchester, Dublin und London bekannt. Wegen großer Nachfrage wurden zusätzliche Konzerte in allen drei Städten angekündigt. Des Weiteren gab die Sängerin zusätzliche Konzerte für die nordamerikanischen Städte Pasadena, Chicago, East Rutherford, Foxborough, Toronto und Atlanta bekannt, da dort bereits vor dem Vorverkauf die Nachfrage groß war. Am 3. Dezember kündigte Swift fünf Konzerte in Ozeanien an. Im Januar 2018 fügte sie wegen großer Nachfrage zusätzliche Konzerte in Santa Clara, Landover, Philadelphia, Minneapolis und Arlington sowie ein drittes Konzert in East Rutherford und Foxborough hinzu, was zu insgesamt 40 Shows in Nordamerika führte.

Am 1. März 2018 kündigte Swift Camila Cabello und Charli XCX für das Vorprogramm der Reputation Stadium Tour an. Es wurde bereits vorher spekuliert, ob Cabello im Vorprogramm ist, da ihre „Never Be The Same“-Tour nicht mit Swifts Tourdaten zusammentraf. Portlands Radiosender Live 95.5 kündigte Cabello bereits in einem Gewinnspiel für Konzertkarten als Vorprogramm der Reputation Stadium Tour am 22. Juni 2018 im Wembleystadion in einem Beitrag auf Twitter an, der dann gelöscht wurde; einen Tag, bevor Swift ihr Vorprogramm bekannt gab.

Am 7. Mai 2018, einen Tag vor dem Tourstart in Glendale, Arizona, lud Swift 2.000 Pflege- und Adoptivkinder zu einer privaten Generalprobe ein.

Am 8. Mai 2018 kündigte sie zwei Shows in Tokio an, bei denen Charli XCX im Vorprogramm auftreten sollte. Im September 2018 wurde Broods als Vorband in Ozeanien angekündigt.

Kritische Rezeptionen mini|Swift auf der Reputation Stadium Tour im Levi’s Stadium in Santa Clara. Die Tour erhielt euphorische Bewertungen und wurde oft als beste Tour in Swifts Karriere und beste Tour im Jahr 2018 bezeichnet. Die Tour bekam Lob für Swifts Bühnenpräsenz und Umgang mit dem Publikum, die vielfältige Setlist und den Übergang zwischen den Liedern, die hohe Qualität der Produktion, die Auftritte mit Akustikgitarre und Piano, sowie für die Auswahl der Kostüme. Viele Kritiken gingen auf das gotische Erscheinungsbild und die Kostüme ein, sowie auf die theatralische Art der Show, wie sie zum Beispiel beim Broadway zu sehen ist.

Chris DeVille von Stereogum schrieb, dass die Tour so gestaltet wurde, um „das größte Spektakel in der ganzen sommerlichen Unterhaltung zu werden“. Er erklärte auch, dass man die Tour am besten als „eine überdimensionale, High-Tech Produktion des Broadways mit einem meist gigantischen Soundtrack verstehen kann“ und endete seine Bewertung mit folgender Aussage: „Wenn über die größten Künstler ihrer [Swifts] Generation gesprochen wird, gehört sie auf jeden Fall in die engere Auswahl“. Außerdem sei Swift auf „dieselbe exklusive Stufe wie die Classic Rock-Götter aufgestiegen, die an dem Veranstaltungsort the Horseshoe bereits vor ihr auftraten, und die Art, das Stadion zu beherrschen, während ihrer ganzen Karriere beibehielten“. Rob Sheffield von Rolling Stone bezeichnete die Tour als Swifts „erstaunlichste Tour bisher“ und lobte es, dass sie „die Atmosphäre einer Massenvereinigung“ auslöst. Er stellte die Auftritte mit Akustikgitarre heraus, bei denen die Lieblingslieder von Swifts Fans gespielt wurden und bezeichnete sie als „einen Kraftpaket-Auftritt, der die verschiedenen Taylors so klingen ließ, als wären sie Teil der Geschichte, die erzählt wird“. Der Eröffnungssong „… Ready for It?“ wurde von Bob Gorden von The Guardian sehr gelobt, da es „ein geeignetes und fesselndes Eröffnungslied ist“. Er schrieb des Weiteren, dass Swift einen „beeindruckenden Auftritt“ ohne „Anstieg oder Abstieg“ ablieferte; „sie kommt einfach hinter einem Vorhang, der mit blendendem Licht beleuchtet wurde, hervor, was einen ’Hier bin ich’-Moment auslöst, wie ihn Freddie Mercury ausgeführt hätte“.

Roisin O’Connor von The Independent, der die Tour mit 5 Sternen bewertete, lobte die Setlist, die „nahtlos von einem Song zum anderen übergeht“. Er verglich die Tour auch mit einer Broadway-Show, da „die Bühne mit rotem Licht bestrahlt wird und die Tänzer am Trapez mit dem ganzen Glanz einer Broadway-Show schwingen“. Lydia Burgham von The Spinoff beschrieb das Konzert in Auckland als eine „theatralische Mega-Produktion […]“. Bezogen auf die Setlist hielt sie Swift für jemanden, der „das Publikum mit jedem neuen Beginn eines Liedes, Dank der tollen Übergänge, nach mehr sehnen ließ“. Burgham hob die „Vertrautheit“ von Swifts Akustikgitarren- und Pianoauftritten hervor, welche bewiesen, dass Swift „fest in ihren Singer-Songwriter-Wurzeln“ bleibe. Sie schloss mit der Bewertung, dass „es vielleicht keinen Künstler in diesem Leben gibt, der es so gut wie Taylor Swift hinbekommt, tausende von Menschen in einer regnerischen Nacht zu fesseln – und das ist ihr Ruf, an den sich die Menschen erinnern werden“.

Varietys Chris Willman schrieb, dass die Show „viel von Heftigkeit hatte, besonders am Anfang des Auftritts. Aber es kam auch die Taylor durch, die ’gestorben’ ist... die harmlose Swift, an die wir uns […] erinnern“. Er stellte fest, dass Swift die zwei Stunden auf der Bühne benutzt, um „ein lohnendes, gesamtheitliches Bild zu malen“. Er meinte, dass, trotz der großen Produktion, „wir […] die liebenswerte, innige Präsenz des aufgeschlossensten Superstars des Pops erleben“. Er hob des Weiteren die akustische Version von „Dancing with Our Hands Tied“ hervor, welche beweise, dass „Reputation“ auch „ganz gut akustisch funktioniert, ohne dass Max Martin an den Liedern herumbastelt“. Randy Lewis von Los Angeles Times mochte es, dass Swift „eine Meisterklasse in dem kreativen Gebrauch von Technologie einbringt, welche es ihr erlaubt, eine außergewöhnlich kraftvolle Verbindung mit dem riesigen Publikum aufzubauen und zu entwickeln“. Er erwähnte dabei die Verwendung von aufleuchtenden Armbändern, die es den Zuschauern möglich machten, „sich wie Mitwirkende, sogar Mitarbeiter, zu fühlen, nicht nur wie passive Beobachter“. Er lobte die Bühne, die „einem Wolkenkratzer glich, der noch in der Bauphase ist, da sechs kranähnliche Gerüste hinter einem keilförmigen Bildschirm aufragten“. Lewis fasste die Show als „die meiste Zeit dicht gegliedert, mit aufwendigen Produktionen, die auf die Leinwand projiziert werden, spektakulärer Belichtung und Pyrotechnik, Choreografien und präzise abgestimmten Interaktionen zwischen Star, Band, Sängerinnen und Tänzern“ zusammen.

Als Greg Krelenstein die Tour für V Magazine bewertete, schrieb er, dass Swift „ein seltenes Talent“ besitzt, „ein Stadionspektakel, in ein vertrautes Umfeld zu verwandeln“. Er stellte des Weiteren fest, dass die neue Persönlichkeit, die Swift während ihres Albums „Reputation“ aufgenommen hat, „exzellent zu der Show mit ihrer Größe passt, bei der sie legendär rüberkommt“. Er lobte Swift für die „große Auswahl ihrer vielen Lieder“ und ihre Darbietungen auf der Bühne, „ganz egal, ob sie Gitarre spielt oder eine Truppe von Tänzern anführt“. Das zeige, dass „ihre [Swifts] musikalische und darbietende Verbesserung ein voller Erfolg ist“. Krelenstein fasste zusammen, dass Swift „es mit allen Mitteln schafft, das Publikum zu faszinieren und fixieren, um die moderne Stadiontour neu zu erfinden“. Ed Masley von The Arizona Republic schrieb, dass „es viele Momente während Swifts Konzert gab, in denen das Gefühl da war, sie spiele für die hinteren Ränge des Stadions, indem sie die Fans einfach teilhaben lassen ließ“. Auch die Produktion der Tour und Swifts Verbindung mit dem Publikum hob er hervor. Jim Harrington von The Mercury News lobte den verbesserten Gesang und stärkere Bühnenpräsenz der Sängerin über die Jahre. Chris Tuite von CBS San Francisco schrieb: „Die einzigen Dinge, die mehr hervorstechen als die Sängerin selbst während ihrer laufenden Kostümwechsel, die ein Spektakel sind, sind die gewaltigen, bösartig schauenden Schlangen, die im Verlauf des ganzen Auftritts symbolisch erscheinen.“ Michael Tritsch vom 303 Magazine erklärte, dass die Tour „Neuland betreten hat und die Messlatte für zukünftige Stadiontouren sehr hoch gelegt hat“. Er fügte hinzu: „Der Ruf dieser Show hat sich seinen Weg in die Geschichtsbücher gebahnt“.

Kommerzieller Erfolg

Ticketverkauf Vier Tage nach dem Beginn des Ticketverkaufs auf der Verified Fan-Plattform und drei Tage nach dem Beginn des Ticketverkaufs für die allgemeine Öffentlichkeit, welcher am 13. Dezember begann, brachten die 33 Tourdaten in Nordamerika bereits $180 Millionen ein. Pollstar gab Informationen des Gridiron Stadium Network, einer Vereinigung von NFL-Einrichtungen, die zusammenarbeiten, um Konzerte in ihren Gebäuden zu buchen, bekannt, die zeigten, dass mindestens 35.000 Tickets für 10 Stadien verkauft wurden (Stand vom 18. Dezember). Die Anzahl der verkauften Tickets reichte von 35.419 (Heinz Field, Pittsburgh) bis zu einem Höchststand von 48.039 (Lincoln Financial Field, Philadelphia). Nachdem mehr als 47.000 Tickets für das Konzert der Tour am 12. Mai 2018 im Levi’s Stadium in Santa Clara verkauft wurden, welche fast einen Umsatz von $9 Millionen erzielten, eröffnete das die Möglichkeit eines zusätzlichen Konzertes.

StubHub zufolge ist die Tour die bestverkaufte Tour einer Frau im Vereinigten Königreich im Jahr 2018 gewesen.

Einnahmen Die ersten sieben Shows der Tour brachten mit 390.000 verkauften Tickets $54 Millionen ein, was Swift an die Spitze der Billboards Hot Tours Liste im Juni 2018 brachte. Ihre ausverkauften Konzerte in Glendale und Santa Clara (zwei aufeinanderfolgende Konzerte) vor 59.157 bzw. 107.550 Zuschauern, brachten $7,21 Millionen und $14 Millionen ein, während die Shows in Pasadena insgesamt $16,3 Millionen und der Auftritt in Seattle mehr als $8,6 Millionen einbrachte. Die Konzerte in Louisville und Columbus machten mit 115.000 verkauften Tickets einen Umsatz von $11,5 Millionen. In der letztgenannte Stadt wurden mit geschätzten 63.000 Tickets und einem Umsatz von $6,6 Millionen die größten Einnahmen reinbrachten. Diese Konzert-Erfolge brachten die Sängerin nochmals auf die Hot-Tours-Chartliste.

Rekorde mini|Swift während eines Auftritts im Sports Authority Field at Mile High in Denver, Colorado. Dort wurde sie zur ersten Frau, die als Headliner in dem Stadion auftritt.