Die Liste der Stolpersteine in Møre og Romsdal listet alle Stolpersteine in der norwegischen Provinz Møre og Romsdal auf. Stolpersteine erinnern an das Schicksal der Menschen, die von den Nationalsozialisten ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. Die Stolpersteine wurden vom Kölner Künstler Gunter Demnig konzipiert und werden im Regelfall von ihm selbst verlegt. Meistens liegen die Stolpersteine vor dem letzten selbstgewählten Wohnort des Opfers.
Verlegte Stolpersteine Kristiansund In Kristiansund wurden 18 Stolpersteine an vier Adressen verlegt.
Stolperstein Übersetzung Verlegeort Name, Leben HIER ARBEITETEABRAHAM LEISERBORØCHSTEINGEBOREN 1892DEPORTIERT 1942AUSCHWITZERMORDET 1.4.1943 Nedre Enggate 21 IN HOEL AUF AVERØY WOHNTEJULIUS ISAKBORØCHSTEINGEBOREN 1937DEPORTIERT 1943AUSCHWITZERMORDET 3.3.1943 Nedre Enggate 21 IN HOEL AUF AVERØY WOHNTELEOPOLD MOSESBORØCHSTEINGEBOREN 1932DEPORTIERT 1943AUSCHWITZERMORDET 3.3.1943 Nedre Enggate 21 IN HOEL AUF AVERØY WOHNTEMASCHA MARIJASABORØCHSTEINGEB. GOCHINGEBOREN 1910DEPORTIERT 1943AUSCHWITZERMORDET 3.3.1943 Nedre Enggate 21 IN HOEL AUF AVERØY WOHNTEPHILLIP NATHANBORØCHSTEINGEBOREN 1930DEPORTIERT 1943AUSCHWITZERMORDET 3.3.1943 Nedre Enggate 21 IN HOEL AUF AVERØY WOHNTEROSABORØCHSTEINGEBOREN 1930DEPORTIERT 1943AUSCHWITZERMORDET 3.3.1943 Nedre Enggate 21 IN HOEL AUF AVERØY WOHNTESONJA HENNIEBORØCHSTEINGEBOREN 1936DEPORTIERT 1943AUSCHWITZERMORDET 3.3.1943 Nedre Enggate 21 HIER WOHNTEEMANUEL FISCHERGEBOREN 1923DEPORTIERT 1942AUSCHWITZERMORDET 8.2.1943Ole Jullums gate 17 HIER WOHNTEGUSTA FISCHERGEB. BERMANNGEBOREN 1893DEPORTIERT 1943AUSCHWITZERMORDET 3.3.1943Ole Jullums gate 17 HIER WOHNTEHERMANN FISCHERGEBOREN 1893DEPORTIERT 1942AUSCHWITZERMORDET 1.2.1943Ole Jullums gate 17 HIER WOHNTEJUDITH FISCHERGEBOREN 1930DEPORTIERT 1943AUSCHWITZERMORDET 3.3.1943Ole Jullums gate 17 HIER WOHNTERUTH FISCHERGEBOREN 1931DEPORTIERT 1943AUSCHWITZERMORDET 3.3.1943Ole Jullums gate 17 HIER WOHNTETHEODOR FISCHERGEBOREN 1937DEPORTIERT 1942AUSCHWITZERMORDET 3.3.1943Ole Jullums gate 17 HIER WOHNTESARA GRANSTEINGEB. BORØCHSTEINGEBOREN 1894DEPORTIERT 1943AUSCHWITZERMORDET 3.3.1943 Fløyveien 13 HIER LEBTE BIS 1940ESTHER HIRSCHGEBOREN 1905DEPORTIERT 1943AUSCHWITZERMORDET 3.3.1943 Hauggata 14 HIER LEBTE BIS 1940FRIDA HIRSCHGEB. DUBLINSKYGEBOREN 1868DEPORTIERT 1943AUSCHWITZERMORDET 3.3.1943 Hauggata 14 HIER LEBTE BIS 1940JACOB JOEL HIRSCHGEBOREN 1866DEPORTIERT 1943AUSCHWITZERMORDET 3.3.1943 Hauggata 14 HIER LEBTE BIS 1940ROLFF WOLF HIRSCHGEBOREN 1897DEPORTIERT 1942AUSCHWITZERMORDET Hauggata 14
Nesjestranda In Nesjestranda, einer Siedlung in der Kommune Molde, wurden vier Stolpersteine an einer Adresse verlegt.
Stolperstein Übersetzung Verlegeort Name, Leben IN NESJESTRANDA WOHNTENORA LUSTIGGEB. WEINREBGEBOREN 1899DEPORTIERT 1943AUSCHWITZERMORDET 3.3.1943 Skårabakken 3 IN NESJESTRANDA WOHNTETIBOR TAGLICHTGEBOREN 1929DEPORTIERT 1943AUSCHWITZERMORDET 3.3.1943 Skårabakken 3 IN NESJESTRANDA WOHNTEVERA TAGLICHTGEBOREN 1932DEPORTIERT 1943AUSCHWITZERMORDET 3.3.1943 Skårabakken 3 IN NESJESTRANDA WOHNTEROBERT WEINSTEINGEBOREN 1901DEPORTIERT 1943AUSCHWITZERMORDET 7.8.1943 Skårabakken 3
Sunndalsøra In Sunndalsøra wurde ein Stolperstein verlegt.
Stolperstein Übersetzung Verlegeort Name, Leben IN SUNNDALSØRA ARBEITETEDAVID GLICKGEBOREN 1907DEPORTIERT 1942AUSCHWITZERMORDET 22.1.1943Auragata 2 Sunndalsøra
Volda In Volda wurde ein Stolperstein verlegt.
Stolperstein Übersetzung Verlegeort Name, Leben HIER STUDIERTEABRAHAM BERNHARDMAHLERGEBOREN 1920DEPORTIERT 1942AUSCHWITZTODESTAG UNBEKANNT Rådhusgata 2 wurde 1920 geboren. Er wurde 1942 nach Auschwitz deportiert und dort ermordet. Der Todestag ist unbekannt.
Ålesund In Ålesund wurden vier Stolpersteine an einer Adresse verlegt.
Stolperstein Übersetzung Verlegeort Name, Leben HIER WOHNTEISRAEL STEINFELDGEBOREN 1889DEPORTIERT 1942AUSCHWITZERMORDET 15.5.1943 Rasmus Rønnebergs gate 18 wurde am 30. Mai 1889 in Jönköping, Schweden, geboren. Seine Eltern waren Moses Steinfeld (geboren 1853) und Gitte, geborene Gittelsen (geboren 1860). Er hatte zumindest einen Bruder. Als Steinfeld drei Jahre alt war, zog die Familie nach Trondheim, Norwegen. Steinfeld zog später nach Ålesund. Ab 1912 erhielt er eine militärische Ausbildung als Infanterist, er besuchte die Handelsschule und wurde Kaufmann. Er war Inhaber eines Geschäftes in der Kongensgate 26, wo er Kleidung und Haushaltswaren verkaufte. Des Weiteren war er aktiver Boxer und Turner sowie Trainer. Israel Steinfeld heiratete die aus Oslo stammende Lea Levin (geboren 1896). Das Paar hatte eine Tochter und einen Sohn, Reidun Rasche (geboren 1922) und Morten (geboren 1925). Am 15. Mai 1942 wurde Steinfeld verhaftet und zur Zwangsarbeit in Kvænangen eingeteilt. Am 22. November 1942 wurde er in das Gefangenenlager Grini in Bærum überstellt und am 26. November 1942 mit dem Schiff Monte Rosa deportiert. Israel Steinfeld wurde am 15. Mai 1943 im Vernichtungslager Auschwitz ermordet.
Seine Frau und seine Kinder wurden am 23. Februar 1943 verhaftet, ebenfalls nach Auschwitz deportiert und dort am 3. März 1943 in einer Gaskammer ermordet. Der Journalist und Historiker Hans-Wilhelm Steinfeld ist sein Neffe.Israel Steinfeld, abgerufen am 18. Oktober 2021 HIER WOHNTELEA STEINFELDGEB. LEVINGEBOREN 1896DEPORTIERT 1943AUSCHWITZERMORDET 3.3.1943 Rasmus Rønnebergs gate 18 wurde 1896 in Oslo geboren. Ihre Eltern waren Leopold Levin (geboren 1851) und Henriette (geboren 1867 in Jönkönping). Sie hatte mehrere Geschwister und heiratete Israel Levin (geboren 1889 ebenfalls in Jönköping) Das Paar hatte zwei Kinder, Reidun Rasche (geboren 1922) und Morten (geboren 1925). Im Mai 1942 wurde Lea Steinfelds Ehemann verhaftet und nach Auschwitz deportiert. Sie suchte mit ihren Kindern nach Fluchtmöglichkeiten. Ein Kapitän, der nach England fuhr, war gewillt sie und die Kinder an Bord zu nehmen, doch konnte das Schiff nicht andocken. Lea Steinfeld und ihre Kinder versuchten, mit einem kleinen Boot zum Schiff zu gelangen, doch das Wetter war zu schlecht. Sie mussten umkehren und am Dock wurden sie bereits von der Polizei erwartet. Es folgten weitere Fluchtversuche, alle misslangen. Am 23. Februar 1943 wurden alle drei verhaftet und im Bredtveit-Gefängnis inhaftiert. Am 25. Februar 1943 erfolgte die Überstellung mit der MS Gotenland nach Stettin. Von dort wurden alle drei ins Vernichtungslager Auschwitz deportiert. Lea Steinfeld und ihre Kinder wurden direkt nach der Ankunft des Transportes in Auschwitz in einer Gaskammer ermordet.
Ihr Ehemann wurde wenige Wochen später ebenfalls in Auschwitz ermordet. HIER WOHNTEMORTEN STEINFELDGEBOREN 1925DEPORTIERT 1943AUSCHWITZERMORDET 3.3.1943 Rasmus Rønnebergs gate 18 wurde 1925 in Ålesund geboren. Seine Eltern waren Israel Steinfeld und Lea Steinfeld, geborene Levin. Er hatte eine ältere Schwester, Reidun Rasche. Steinfeld spielte Violine und wollte Medizin zu studieren. Im Mai 1942 wurde sein Vater verhaftet und deportiert. Im November 1942 hätte auch Morten Steinfeld verhaftet werden sollen, der damit beauftragte Polizist, Sigurd Refsnæs, alarmierte die Familie und zusammen mit einem Arzt, Dr. Rasmussen, wurde Morten Steinfeld stattdessen ins Krankenhaus gebracht, man wollte so die Verhaftung hinauszögern und einen Plan entwickeln, wie man ihn aus der Stadt schaffen könne. Die Diagnose lautete akute Appendizitis und sein Appendix wurde entfernt, die Operation aber nicht zu Ende geführt. In der Folge kam es zu Komplikationen, vor allem, was die Genesung von Steinfeld betraf, der nun physisch und psychisch litt, zumal deutsche Soldaten den Genesungsfortschritt überwachten, um die Verhaftung vollziehen zu können. Diese erfolgte schließlich am 23. Februar 1943, er wurde zusammen mit seiner Schwester im Bredtveit-Gefängnis inhaftiert und am 25. Februar mit der MS Gotenland nach Stettin überstellt. Von dort wurden sie ins Vernichtungslager Auschwitz deportiert. Morten Steinfeld wurde hier am 3. März 1943, Tag der Ankunft des Deportationszuges, von seiner Familie getrennt und in einer Gaskammer ermordet. Auch seine Mutter und seine Schwester wurden an diesem Tag ermordet.
Sein Vater wurde wenigen Wochen später ebenfalls in Auschwitz ermordet. HIER WOHNTEREIDUN RASCHESTEINFELDGEBOREN 1922DEPORTIERT 1943AUSCHWITZERMORDET 3.3.1943 Rasmus Rønnebergs gate 18 wurde 1922 geboren. Ihre Eltern waren Israel Steinfeld und Lea Steinfeld, geborene Levin. Sie hatte einen jüngeren Bruder, Morten. Sie war musikalisch, spielte Klavier und wollte professionelle Pianistin werden. Ihr Vater wurde im Mai 1942 verhaftet und in der Folge nach Auschwitz deportiert. Reidun Rasche Steinfeld, ihre Mutter und ihr Bruder wurden, nach mehreren gescheiterten Fluchtversuchen, am 23. Februar 1943 festgenommen und im Bredtveit-Gefängnis inhaftiert. Am 25. Februar erfolgte die Überstellung aller drei Steinfelds mit der MS Gotenland nach Stettin und von dort wurden sie ins Vernichtungslager Auschwitz deportiert. Reidun Rasche Steinfeld, ihr Bruder und ihre Mutter wurden hier am 3. März 1943, wenige Stunden nach der Ankunft des Transportes, in einer Gaskammer ermordet
Ihr Vater wurde wenige Wochen später ebenfalls in Auschwitz ermordet.
Verlegedaten 8. Juni 2016: Ålesund, Molde 9. Juni 2016: Kristiansund 27. August 2017: Sunndal 7. Juni 2018: Volda
Siehe auch Liste von Stolpersteinen in Norwegen Liste der Orte mit Stolpersteinen
Literatur Irene Levin Berman: 'We Are Going to Pick Potatoes': Norway and the Holocaust, The Untold Story, Hamilton Books 2010, ISBN 978-0761850403
Weblinks Website zum Stolperstein-Projekt des Jødisk Museum in Oslo Gunter Demnigs Website zum Stolperstein-Projekt
Einzelnachweise
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