Hans Toepper (* 9. September 1885 als Johannes Otto Toepper in Briesen, Westpreußen; † 11. August 1956 in München) war ein deutscher Landschafts-, Genre- und Porträtmaler sowie Grafiker der Düsseldorfer Schule.Museum Kunstpalast: Künstler und Künstlerinnen der Düsseldorfer Malerschule (Auswahl, Stand: November 2016, PDF).

Leben Toepper erhielt zunächst eine künstlerische Ausbildung an der Kunstgewerbeschule Danzig. Von 1904 bis 1912 war er Student der Kunstakademie Düsseldorf. Dort waren Albert Maennchen, Peter Janssen der Ältere, Adolf Münzer und Willy Spatz seine Lehrer. Ab 1912 lebte er in München. Im Ersten Weltkrieg ließ er sich als Freiwilliger rekrutieren. Zum 10. April 1920 trat er der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 959). Toepper war außerdem Mitglied des Bundes Oberland und erhielt als solcher den Blutorden der NSDAP.Klaus D. Patzwall: Der Blutorden der NSDAP. Verlag Militaria-Archiv Klaus D. Patzwall, Hamburg 1985, S. 23, Nr. 171. 1923 beteiligte er sich am Hitlerputsch in München. Zum 1. Dezember 1931 trat er der neugegründeten NSDAP erneut bei (Mitgliedsnummer 736.760).Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/1140007

Als Illustrator schuf er Darstellungen für Ansichtskarten, etwa zum Ring des Nibelungen, zu Schillers Glocke und Wilhelm Tell, als Porträtmaler schuf er Bildnisse von Carl Benz, Gottlieb Daimler, Erich Ludendorff, Paul von Hindenburg und Adolf Hitler. Insbesondere trat er durch NS-Kunst in Erscheinung. Sein Gemälde Volk in Gefahr wurde 1937 in der Großen Deutschen Kunstausstellung präsentiert.Marlies Schmidt: Die „Große Deutsche Kunstausstellung 1937 im Haus der Deutschen Kunst zu München“. Rekonstruktion und Analyse. Halle (Saale) 2012, S. 57 Sein Ölbild Deutsche Symphonie, eine monumentale allegorische Figurengruppe aus dem Jahr 1938, die die völkische und nationalsozialistische Idee der Volksgemeinschaft idealisiert und 1939 in der Großen Deutschen Kunstausstellung gezeigt wurde, erwarb Hitler für 9000 Mark.Deutsche Symphonie, Datenblatt im Portal gdk-research.de, abgerufen am 24. März 2020 Mit dem Bild Der Judas war er auf der Großen Deutschen Kunstausstellung 1940 vertreten. Mehrere seiner Bilder befinden sich in der Sammlung der Städtischen Galerie im Lenbachhaus.

Werke (Auswahl) Ölgemälde Der Inn bei Kufstein (1920) Porträt Carl Benz (vor 1925) Deutsche Symphonie (um 1939), U.S. Army Center of Military History Der Judas (um 1940) Bildnis des Malers Griehl (1943)

Literatur Edgar Schindler: Hans Toepper, ein Kämpfer für das Dritte Reich und seine Kunst. In: Das Bild. Monatsschrift für das Deutsche Kunstschaffen in Vergangenheit und Gegenwart, C. F. Müller, Karlsruhe, 7. Jahrgang, Heft 5 (Mai 1937), S. 158 f.

Mortimer G. Davidson: Kunst in Deutschland 1933–1945. Eine wissenschaftliche Enzyklopädie der Kunst im Dritten Reich. Grabert, Tübingen 1992, ISBN 978-3-87847-096-0, Band II/2, S. 438. Toepper, Hans. In: Horst Ludwig: Münchner Maler im 19. Jahrhundert. Band 6: Landschreiber, Max – Zintl, August. F. Bruckmann, München 1994, S. 419 f. Toepper, Hans. In: Marlies Schmidt: Die „Große Deutsche Kunstausstellung 1937 im Haus der Deutschen Kunst zu München“. Rekonstruktion und Analyse. Dissertation Universität Halle, Halle (Saale) 2012, S. 842 (Titelaufnahme). Toepper, Hans. In: Manfred Neureiter (Hrsg.): Lexikon der Exlibriskünstler. 5. Auflage, Konstanz 2018, ISBN 978-3-96409-034-8, S. 598 (Google Books).

Weblinks „So ist mir das Bild auch heute noch wertvoll und lieb“. Ludendorff vor Lüttich – Wie im Jahr 1927 ein Schlachtgemälde entstanden ist, Webseite im Portal studiengruppe.blogspot.com Hans Toepper, Auktionsresultate im Portal artnet.de

Einzelnachweise

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