350px|Der Kongreß tanzt; Logo Der Operettenfilm Der Kongreß tanzt wird in Wien uraufgeführt. Dieser Artikel behandelt das Musikjahr 1931. links|mini|Gene Autry – That Silver Haired Daddy of Mine (1931)
Ereignisse 24. Januar: Mary Garden hat ihren letzten Auftritt an der Chicago Opera, bevor sie sich in ihre Heimat Schottland zurückzieht. 24. Januar: Das Moskauer Musik- und Schauspieltheater „Romen“ wird als Studio in Moskau eröffnet. 14. Mai: Nachdem Arturo Toscanini in Bologna ein Konzert zum Gedenken an Giuseppe Martucci dirigiert hat, wird er vor dem Teatro Comunale von jungen Faschisten überfallen und geschlagen, weil er sich weigerte, die Giovinezza zu spielen. 23. Mai: Edward Elgars Nursery Suite wird im Aufnahmestudio Kingsway Hall in London uraufgeführt. 22. Juli – 28. Juli: Das neunte jährliche ISCM-Festival für zeitgenössische Musik findet in London und Oxford mit Orchester-, Chor- und Kammermusikkonzerten statt. 17. September: Die erste für die Öffentlichkeit bestimmte Langspielplatte mit 33⅓ Umdrehungen pro Minute wird in New York vorgestellt. 31. Dezember: Die Schallplattenverkäufe gehen im Vergleich zu 1929 um 75 Prozent zurück. John Serry Sr. beginnt eine Reihe längerer Auftritte mit dem Waldorf-Astoria Orchestra unter der Leitung von Misha Borr im Hotel Waldorf-Astoria in New York City.
Film 30. Januar: In Los Angeles findet die Uraufführung von Charlie Chaplins Film Lichter der Großstadt statt. Für diesen Film produziert Chaplin erstmals eine eigene Tonspur. Auch komponiert er die Filmmusik erstmals selbst. 19. Februar: In Berlin wird der unter der Regie von Georg Wilhelm Pabst entstandene Film Die Dreigroschenoper nach einem Vergleich uraufgeführt. Bertolt Brecht und Kurt Weill waren gegen die Art der Verfilmung zivilrechtlich im Dreigroschenprozess vorgegangen. 29. September: Der Film Der Kongreß tanzt von Erik Charell mit Lilian Harvey, Willy Fritsch und Conrad Veidt wird in Wien uraufgeführt. Der von der UFA aufwendig produzierte Film gilt als ein Höhepunkt des deutschen Operettenfilms und ist die teuerste Filmproduktion der Weimarer Republik. Die Filmmusik stammt von Werner Richard Heymann.
Filmmusik Paul Abraham: Die Privatsekretärin Leo Ascher: Purpur und Waschblau; Mein Leopold Ralph Benatzky: Arm wie eine Kirchenmaus Franz Grothe: Der ungetreue Ekkehard Werner Richard Heymann: Ihre Hoheit befiehlt; Bomben auf Monte Carlo Emmerich Kálmán: Ronny Walter Kollo: Der Herr Bürovorsteher; Der verjüngte Adolar Eduard Künneke: Die Marquise von Pompadour Oscar Straus: Der lächelnde Leutnant
Instrumentalmusik Béla Bartók: 44 Duos für zwei Violinen komponiert 1931 im Druck erschienen 1933 Carl Nielsen: Commotio op. 58 (Orgelmusik); Allegretto F-Dur für zwei Blockflöten Sergei Sergejewitsch Prokofjew: Streichquartett Nr. 1 h-moll op. 50, Uraufführung 25. April; 4. Klavierkonzert op. 53 Igor Strawinsky: Konzert für Violine und Orchester in D
Musiktheater 18. Januar: In Königsberg hat die komische Oper König Midas von Wilhelm Kempff ihre Uraufführung. Das vom Komponisten verfasste Libretto basiert auf dem Textbuch zu dem Singspiel Das Urteil des Midas von Christoph Martin Wieland. 20. Januar: Uraufführung des Balletts Mille e una notte von Victor de Sabata am Tetro alla Scala in Mailand 5. März: Uraufführung der Oper La vedova scaltra von Ermanno Wolf-Ferrari (Musik) mit einem Libretto von Mario Ghisalberti im Teatro dell’Opera di Roma. 17. Mai: Die Uraufführung der Oper Matka (Die Mutter) von Alois Hába findet an der Bayerischen Staatsoper in München statt. 30. Mai: Uraufführung der Operette La Belle de Moudon von Arthur Honegger am Théâtre du Jorat in Mézières 4. Juni: An der Komischen Oper Berlin wird die Operette Frauen haben das gern…! von Walter Kollo uraufgeführt. Das Libretto stammt von dem Autorengespann Franz Arnold und Ernst Bach. Rideamus alias Fritz Oliven steuerte die Gesangstexte bei. 24. Juli: Die Uraufführung der Operette Die Blume von Hawaii von Paul Abraham erfolgt am Neuen Theater in Leipzig. 16. Oktober: Ralph Benatzkys Operette in vier Bildern Zur gold’nen Liebe hat ihre Uraufführung an der Komischen Oper in Berlin. Das Libretto stammt von Willi Wolff und Martin Zickel. 13. November: Die Oper Friedemann Bach von Paul Graener wird im Mecklenburgische Staatstheater in Schwerin uraufgeführt. Das Libretto stammt von Rudolf Lothar. Der Text basiert auf dem gleichnamigen „biografischen“ Roman von Albert Emil Brachvogel. Titelfigur ist der Komponist Wilhelm Friedemann Bach. Die Handlung ist aber frei erfunden. 8. Dezember: Die Uraufführung der Oper The Christmas Rose von Frank Bridge findet in London statt. 26. Dezember: Das Musical Of Thee I Sing der Brüder George und Ira Gershwin sowie George Simon Kaufman und Morrie Ryskind wird am Music Box Theatre in New York City uraufgeführt. Die Polit-Satire wird als erstes Musical den Pulitzer-Preis erhalten.
Weitere Bühnenwerksuraufführungen Oscar Straus: Der Bauerngeneral (Operette) Eduard Künneke: Nadja (Oper) Erich Wolfgang Korngold: Das Lied der Liebe, Operette nach Motiven von Johann Strauss (Sohn). Julius Bittner: Der Maestro (Oper) Ralph Benatzky: Morgen geht's uns gut (musikalische Posse)
Vokalmusik Thorvald Aagaard veröffentlicht Tyve gamle danske Sange af N. F. S. Grundtvig [20 alte dänische Gesänge von Nikolai Frederik Severin Grundtvig] für Singstimme und Klavier bei Wilhelm Hansen in Kopenhagen. Evald Aav: Tervidus kevadele [Frühlingsgruß], Text: Hendrik Visanpuu, Lied
Musikinstrumente Der Enkel des Orgelbauers John Abbey, John Marie Francois Abbey, baut die Orgel der Amerikanischen Kirche in Paris.
Neuveröffentlichungen (Auswahl) Lieder und Kompositionen Lied Text Musik Erstinterpret Label Veröffentlichung Genre Weitere Informationen All of Me Seymour Simons Gerald Marks Belle Baker 1931 Jazz, Swing Erstmals im Rahmen des Musicals Americana aufgeführt As Time Goes By Herman Hupfeld Herman Hupfeld Frances Williams 1931 Jazz wurde mehr als ein Jahrzehnt nach seiner Veröffentlichung durch die Verwendung im Film Casablanca weltbekannt Das gibt’s nur einmal Robert Gilbert Werner Richard Heymann Lilian Harvey Odeon 1931 Schlager Lied aus dem Spielfilm Der Kongreß tanzt Morning Has Broken Eleanor Farjeon 1931 Folk Ökumenisches Kirchenlied Über den Dächern von Berlin Allan Gray 1931 Filmsong für den Tonfilm Berlin – Alexanderplatz geschrieben
Geboren Januar 5. Januar: Alvin Ailey, US-amerikanischer Tänzer und Choreograf († 1989) 5. Januar: Alfred Brendel, österreichischer Pianist († 2025) 6. Januar: Lucienne L’Heureux-Arel, kanadische Organistin und Musikpädagogin 8. Januar: Bill Graham, US-amerikanischer Impresario († 1991) 11. Januar: Eve Queler, US-amerikanische Dirigentin, Gründerin und künstlerische Leiterin des Opera Orchestra of New York 11. Januar: Mary Rodgers, US-amerikanische Musical-Komponistin und Schriftstellerin († 2014) 12. Januar: Roland Alphonso, jamaikanischer Tenorsaxophonist († 1998) 12. Januar: Yolande Dulude, kanadische Sängerin († 2003) 14. Januar: Juraj Pospíšil, slowakischer Komponist († 2007) mini|hochkant=0.6|Caterina Valente; * 14. Januar 14. Januar: Caterina Valente, Schauspielerin und Sängerin († 2024) 17. Januar: Lolita, österreichische Sängerin († 2010) 19. Januar: Bahadur Khan, indischer Sarodspieler, Komponist und Musikpädagoge († 1989) 20. Januar: Birgit Finnilä, schwedische Altistin 21. Januar: Alfred Reichling, deutscher Orgelforscher, Autor und Herausgeber († 2026) mini|hochkant=0.6|Sam Cooke; * 22. Januar 22. Januar: Sam Cooke, US-amerikanischer Sänger († 1964) 24. Januar: Ib Nørholm, dänischer Komponist († 2019) 25. Januar: Klaus Bernbacher, deutscher Dirigent und Politiker († 2023) 28. Januar: Felicia Donceanu, rumänische Komponistin († 2022) 28. Januar: Ezio Flagello, US-amerikanischer Opernsänger († 2009)
Februar 1. Februar: Pinky Winters, US-amerikanische Jazzsängerin († 2026) 5. Februar: Adriana Lazzarini, italienische Opernsängerin († 2026) 6. Februar: John Pisano, US-amerikanischer Gitarrist des Modern Jazz († 2024) 8. Februar: Fritz Kaiser, deutscher Musikwissenschaftler und Bibliothekar († 2008) 8. Februar: Shadia, ägyptische Filmschauspielerin und Sängerin († 2017) 11. Februar: Harold Granowsky, US-amerikanischer Jazzmusiker und Musikproduzent († 1997) 12. Februar: Herbert F. Schubert, deutscher Tänzer und Choreograf († 2011) 14. Februar: Perikles Fotopoulos, griechisch-italienischer Schlagersänger und Opernregisseur († 2003) 16. Februar: Norbert Krieger, deutscher Orgelbauer 18. Februar: Werner Lutz, US-amerikanischer Jazzmusiker (Trompete, Flügelhorn) († 2025) 18. Februar: Victor Martens, kanadischer Sänger und Musikpädagoge († 2018) 19. Februar: Jorge Álvaro Sarmientos, guatemaltekischer Komponist († 2012) 20. Februar: Stanislav Apolin, tschechischer Cellist († 2010) 21. Februar: Dirk Hespers, deutscher Liedermacher, Musiker, Volksliedsammler und Lehrer († 2018) 25. Februar: Clarence Avant, US-amerikanischer Musikmanager, Geschäftsmann und Filmproduzent († 2023) 26. Februar: Francisco Kröpfl, argentinischer Komponist († 2021)
März 2. März: Guy Lachapelle, kanadischer Perkussionist, Komponist und Musikpädagoge († 2008) 2. März: János Sebestyén, ungarischer Organist, Cembalist und Musikpädagoge († 2012) 3. März: Gino Sambuco, US-amerikanischer Musiker († 2023) 4. März: Sonya Hedenbratt, schwedische Sängerin und Schauspielerin († 2001) 5. März: Tamara Grigorjewna Miansarowa, sowjetische bzw. russische Sopranistin und Musikpädagogin († 2017) 5. März: Barry Tuckwell, australischer Hornist und Dirigent († 2020) 7. März: Mady Mesplé, französische Sopranistin († 2020) 10. März: Bernadetta Matuszczak, polnische Komponistin († 2021) 12. März: François Rabbath, US-amerikanischer Komponist 13. März: Helmut Burkard, deutscher Musikpädagoge 15. März: Dominic Joseph Fontana, US-amerikanischer Musiker († 2018) 16. März: Theo Altmeyer, deutscher Tenor und Professor für Gesang († 2007) 17. März: Lorraine Ellison, US-amerikanische Soul-Sängerin († 1983) 18. März: Sigurd Hilkenbach, deutscher Sänger, Musikredakteur und Verkehrshistoriker († 2024) 20. März: Antonio Tauriello, argentinischer Komponist, Dirigent und Pianist († 2011) mini|hochkant=0.6|William Shatner; * 22. März 22. März: William Shatner, kanadischer Schauspieler, Sänger, Autor 25. März: Vytautas Barkauskas, litauischer Komponist († 2020) 25. März: Paul Motian, US-amerikanischer Jazzmusiker († 2011) 25. März: Vassilis Soukas, griechischer Klarinettist († 1993) 26. März: Charles Stepney, US-amerikanischer Jazz- und R&B-Musiker, Produzent, Arrangeur und Komponist († 1976) 27. März: Magdalena Ezoe, US-amerikanische Komponistin und Musikpädagogin 27. März: Yoriaki Matsudaira, japanischer Komponist († 2023) 27. März: Isobel Moore, schottische Harfenistin, Pianistin und Musikpädagogin 29. März: Ali Jackson senior, amerikanischer Jazzmusiker († 1987) 30. März: Sándor Szokolay, ungarischer Komponist († 2013)
April 1. April: Joachim Volkmann, deutscher Pianist, Klavierpädagoge und Hochschullehrer († 2024) 2. April: Manuel Carra, spanischer Pianist, Komponist und Musikpädagoge († 2024) 3. April: Jiří Laburda, tschechischer Komponist († 2025) 4. April: Arthur Weisberg, US-amerikanischer Fagottist, Dirigent, Musikpädagoge und Komponist († 2009) 6. April: Andreas Holschneider, deutscher Musikhistoriker und Schriftsteller († 2019) 8. April: René Maillard, französischer Komponist († 2012) 9. April: Myriam Marbe, rumänische Komponistin († 1997) 10. April: Rafael Solano, dominikanischer Komponist und Pianist 11. April: Kōichi Sugiyama, japanischer Komponist, Dirigent und Orchestrator († 2021) 11. April: Frank Vicari, US-amerikanischer Jazzmusiker († 2006) 12. April: Chico Anysio, brasilianischer Schauspieler, Schriftsteller, Komiker und Komponist († 2012) 12. April: Miroslav Bázlik, slowakischer Komponist, Pianist, Pädagoge und Mathematiker († 2024)