mini|Edmond Alexandre Roethinger

Das Unternehmen Orgelbau Roethinger existierte von 1893 bis 1969 und wurde durch Edmond Alexandre Roethinger in Straßburg gegründet.

Geschichte Edmond Alexandre Roethinger (* 14. April 1866 in Straßburg; † 2. Februar 1953 ebenda) begann im Alter von 15 Jahren eine Lehre bei der Firma Heinrich Koulen & Sohn, die zu diesem Zeitpunkt ihren Firmensitz noch in Straßburg hatte. Von 1889 bis 1891 arbeitete er bei Franz Borgias Maerz in München. Er begab sich anschließend auf Wanderschaft um zahlreiche Orgelbaubetriebe in Süddeutschland, Österreich, Schweiz und Frankreich kennenzulernen.

1893 machte er sich mit der Gründung der Orgelbaufirma Roethinger selbstständig und wirkte bis 1945 als Firmeninhaber.Beschreibung der Firma Roethinger auf einer französischen Orgeldatenbank

Die Instrumente der Orgelbaufirma Roethinger zeichnen sich durch ihr neoklassisches Klangbild im Sinne der elsässischen Orgelreform und den Ideen Albert Schweitzers aus, wie sie auch Heinrich Koulen und Haerpfer propagierten.

Nach dem Ausscheiden von Edmond Alexandre Roethinger im Jahr 1945 übernahm dessen Sohn Max Roethinger die Leitung der Firma. Es folgten zudem aufgrund der wirtschaftlichen Abhängigkeit des Saarstaates in der Nachkriegszeit einige Orgelneubauten im heutigen Saarland. 1968 wurde die Firma aufgegeben, die bis dahin rund 360 Orgeln und Harmonien erbaut hatte.

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