350px|Dreigroschenoper program notes 1928 Am 31. August 1928 wird die Dreigroschenoper von Kurt Weill und Bertolt Brecht am Theater am Schiffbauerdamm in Berlin uraufgeführt. Das „Stück mit Musik in einem Vorspiel und acht Bildern“ wird die erfolgreichste deutsche Theateraufführung bis 1933, einige Musiknummern wie Die Moritat von Mackie Messer (englisch Mack the Knife) werden Welthits. Im Theaterzettel zur Uraufführung (oben) fehlt versehentlich der Name der Hauptdarstellerin Lotte Lenya. 350px|Bertolt Brecht – Die Dreigroschenoper (The Beggar's Opera), Wien, Universal-Edition, (1928) Dieser Artikel behandelt das Musikjahr 1928. links|mini|Blind Willie McTell – Statesboro Blues

Ereignisse 2. April: Maurice Martenot lässt die Ondes Musicales, ein monophones elektronisches Musikinstrument, patentieren. Von den frühen Instrumenten der elektronischen Musik gilt es als dasjenige, das am weitesten Verbreitung gefunden hat. 27. April: Igor Strawinskys Ballett Apollon musagète wird in Washington uraufgeführt. 5. Mai: Die Komponisten Alban Berg und George Gershwin treffen sich zum ersten Mal in Wien. Juni: Der Internationale Schubert-Wettbewerb 1928, gesponsert von der Columbia Graphophone Company anlässlich Franz Schuberts 100. Todestag, wird in Wien ausgetragen. Der erste Preis unter den insgesamt 513 eingereichten Beiträgen wird der 6. Sinfonie des schwedischen Komponisten Kurt Atterberg zugesprochen. 11. September: Leoš Janáčeks Streichquartett Nr. 2 Intime Briefe wird in Brünn uraufgeführt. 12. September: Anton Weberns Streichtrio Op. 20 wird in Siena uraufgeführt. 14. September: Carl Nielsens Klarinettenkonzert wird uraufgeführt. 17. Oktober: Blind Willie McTell nimmt sein Lied Statesboro Blues auf. 22. November: Maurice Ravels Boléro wird in Paris im Palais Garnier uraufgeführt. 27. November: Igor Strawinskys Ballett Le Baiser de la fée wird in Paris uraufgeführt. 2. Dezember: Arnold Schönbergs Variationen für Orchester werden in Berlin uraufgeführt. 29. Dezember: Pinetop Smith nimmt Pinetop’s Boogie Woogie in Chicago auf. Sie wird 1929 (dem Jahr von Smiths Tod) veröffentlicht und ist die erste erfolgreiche Boogie-Woogie-Aufnahme. Edward German wird für seine Verdienste um die Musik zum Ritter geschlagen. Maurice Ravel begibt sich auf eine Konzerttournee durch die USA, wo er George Gershwin trifft. Die Plattenkarriere von Tampa Red beginnt. Scrapper Blackwell macht seine ersten Aufnahmen für Vocalion Records. Leroy Carrs Plattenkarriere beginnt mit der Veröffentlichung von How Long, How Long Blues. Die ersten kommerziellen Aufnahmen von Cajun-Musik werden veröffentlicht. Das Detroit Symphony Orchestra gibt sein Debüt in der Carnegie Hall. Das US-amerikanische Duo Leroy Carr und Scrapper Blackwell nimmt das Lied How Long, How Long Blues auf.

Instrumental- und Vokalmusik (Auswahl) Kurt Atterberg: Die 6. Sinfonie, die sog. „Dollarsinfonie“, wird am 15. Oktober in Köln uraufgeführt. Béla Bartók: 2 Rhapsodien für Violine und Orchester; 4. Streichquartett Hanns Eisler: Kominternlied George Gershwin: Ein Amerikaner in Paris wird am 13. Dezember in der Carnegie Hall in New York City uraufgeführt. Paul Graener: Quartett (op. 80); Comedietta (op. 82); Raabe-Lieder (op. 83) Erich Wolfgang Korngold: Baby-Serenade op. 24 Carl Nielsen: Klarinettenkonzert op. 57; Bøhmisk-dansk Folketone (Böhmisch-dänische Volksweise), Paraphrase für Streicher; Preludio e presto für Violine solo op. 52; Drei Klavierstücke op. 59 Ludolf Nielsen: Der Reisekamerad, Ballett op. 54 Sergei Prokofjew: 3. Sinfonie (komponiert 1928, Uraufführung 1929); Amerikanische Ouvertüre für 17 Instrumente, op. 42, unveröffentlicht links|mini|Thema des Boléro im Autograph Maurice Ravels Maurice Ravel: Boléro, eines der am meisten gespielten Orchesterwerke überhaupt Ottorino Respighi: Feste Romane, Sinfonische Dichtung – 1928 entstanden, 1929 uraufgeführt; Toccata Richard Strauss: Gesänge des Orients – Nachdichtungen aus dem Persischen und Chinesischen von Hans Bethge op. 77 Ralph Vaughan Williams: Te Deum G-Dur für Chor und Orchester (Orgel)

Musiktheater 18. Februar: Am Neuen Theater Leipzig wird die Oper Der Zar läßt sich photographieren von Kurt Weill uraufgeführt. 2. März: Uraufführung der Operette Der Gatte des Fräuleins von Paul Abraham in Budapest. 5. April: Uraufführung der Operette Die Herzogin von Chicago von Emmerich Kálmán am Theater an der Wien in Wien. 15. April: Die Oper Frühlings Erwachen von Max Ettinger nach dem gleichnamigen Stück von Frank Wedekind wird in Leipzig uraufgeführt. 29. Mai: Uraufführung der Operette Frühlingsmädel von Franz Lehár im Neuen Theater am Zoo in Berlin (Überarbeitung der Operette Frühling aus dem Jahr 1922). 6. Juni: Uraufführung der Oper Die ägyptische Helena von Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal in Dresden. 31. August: Uraufführung der Dreigroschenoper von Kurt Weill und Bertolt Brecht in Berlin. links|mini|Die Comedian Harmonists geben am 28. September 1928 ihr Debüt im Berliner Großen Schauspielhaus als Pausenunterhalter in der Operette Casanova. 1. September: Uraufführung der Operette Casanova von Ralph Benatzky nach Motiven der Operette Cagliostro in Wien von Johann Strauss (Sohn). 8. September: Uraufführung der Oper Vikerlased von Evald Aav am Nationaltheater Estland in Tallinn. 4. Oktober: Im Metropol Theater in Berlin wird die Operette Friederike von Franz Lehár mit Richard Tauber in der Rolle des jungen Goethe uraufgeführt. Das Libretto stammt von Ludwig Herzer und Fritz Löhner-Beda. 10. Dezember: Uraufführung der Oper in vier Akten Der singende Teufel von Franz Schreker (Musik und Libretto) in der Staatsoper Unter den Linden in Berlin. 14. Oktober: Die Oper Tyll von Mark Lothar wird unter der musikalischen Leitung von Ernst Praetorius und mit Walter Favre und Priska Aich in den Hauptrollen am Deutschen Nationaltheater in Weimar uraufgeführt. 1. Dezember: Uraufführung der Oper Die schwarze Orchidee von Eugen d’Albert in Leipzig. 22. Dezember: Uraufführung der Operette Jettchen Gebert von Walter Kollo.

Weitere Bühnenwerksuraufführungen und Filmmusik mini|Lloyd Bacon – Der singende Narr Oscar Straus: Marietta (Operette); Hochzeit in Hollywood (Operette) Eduard Künneke: Die singende Venus (Operette); Eine Nacht in London (Filmmusik) George Gershwin: Rosalie (Musical) Leo Ascher: La Barberina (Operette) Julius Bittner: Mondnacht (Oper) Paul Abraham: Zenebona, (Operette) Gemeinschaftswerk mit anderen Komponisten; Das letzte Verebély-Mädchen (Operette)

Gründungen Teosto – Verwertungsgesellschaft der Komponisten, Texter, Musikarrangeure und Musikverleger in Finnland

Film Der Musikant von Lichtental – österreichischer Stummfilm über das Leben des Komponisten Franz Schubert Der singende Narr – früher US-amerikanischer Tonfilm von Lloyd Bacon mit Al Jolson in der Titelrolle

Neuveröffentlichungen (Auswahl) Lieder und Kompositionen Lied Text Musik Erstinterpret Label Veröffentlichung Genre Weitere Informationen Last Night When We Were Young E. Y. Harburg Harold Arlen Lawrence Tibbett 1928 Jazz Jazzstandard Makin’ Whoopee Gus Kahn Walter Donaldson Eddie Cantor 1928 Jazz für die Broadway-Show Whoopee! geschrieben Prove It on Me BluesMa Rainey Ma Rainey Paramount Records 1928 Blues Sonny Boy José Martí Buddy DeSylva, Ray Henderson Al Jolson 1928 Filmsong für den Tonfilm The Singing Fool geschrieben Softly, as in a Morning Sunrise Oscar Hammerstein II Sigmund Romberg Nat Shilkret & The Troubadors feat. Franklyn Baur 1928 Operette, Jazz, Hardbop für die Operette The New Moon komponiert

Geboren Januar 1. Januar: Hans Foletti, Schweizer Jazzmusiker († 2015) 2. Januar: Tiberiu Olah, rumänischer Komponist († 2002) 2. Januar: Wolfgang Sauer, deutscher Jazz- und Schlagersänger († 2015) 3. Januar: Rob Pronk, niederländischer Jazz-Bandleader, Arrangeur, Pianist und Komponist († 2012) 7. Januar: Emilio Pericoli, italienischer Sänger († 2013) 8. Januar: Joseph Pach, kanadischer Geiger 8. Januar: Luther Perkins, US-amerikanischer Gitarrist († 1968) 8. Januar: Roland Ploeger, deutscher Komponist († 2004) 9. Januar: Domenico Modugno, italienischer Sänger und Songwriter († 1994) 11. Januar: Will Brandes, deutscher Schlagersänger († 1990) 11. Januar: Andréa Guiot, französische Opernsängerin († 2021) 11. Januar: Cal Massey, US-amerikanischer Jazzkomponist und -trompeter († 1972) 12. Januar: Tommy Spurlin, US-amerikanischer Rockabilly-Musiker († 2005) 14. Januar: Joe Muranyi, ungarisch-US-amerikanischer Jazzmusiker († 2012) 15. Januar: François Pantillon, Schweizer Chorleiter und Komponist († 2025) 16. Januar: Pilar Lorengar, spanische Sopranistin († 1996) 17. Januar: Jean Barraqué, französischer Komponist († 1973) 19. Januar: Joan Regan, britische Pop-Sängerin († 2013) 21. Januar: Brenton Langbein, australischer Geiger, Dirigent und Komponist († 1993) mini|hochkant=0.6|Trude Mally; * 21. Januar 21. Januar: Trude Mally, österreichische Sängerin und Dudlerin († 2009) 22. Januar: Wolfram Gehring, deutscher Organist 22. Januar: Philipp Otto Naegele, deutsch-amerikanischer Geiger, Bratscher und Musikwissenschaftler († 2011) mini|hochkant=0.6|Jeanne Moreau; * 23. Januar 23. Januar: Jeanne Moreau, französische Schauspielerin, Filmregisseurin und Sängerin († 2017) 23. Januar: Tom Schilling, deutscher Choreograf († 2026) 25. Januar: Elizabeth Kingdon, US-amerikanische Opernsängerin (Sopran) († 2021) 27. Januar: Jean-Michel Damase, französischer Komponist († 2013) 29. Januar: Bengt Hambraeus, schwedischer Komponist, Organist und Musikwissenschaftler († 2000) 30. Januar: Ruth Brown, US-amerikanische Rhythm-and-Blues-Sängerin († 2006) 30. Januar: Dorothy Love Coates, US-amerikanische Gospelmusikerin († 2002) 30. Januar: Hans-Bernhard Hoch, deutscher Kantor und Kirchenmusikdirektor († 2020)

Februar 1. Februar: Jean Aubain, französischer Komponist († 2015) 1. Februar: Debbie Dean, US-amerikanische Sängerin und Songwriterin († 2001) 8. Februar: Osian Ellis, britischer klassischer Harfenist, Komponist und Hochschullehrer († 2021) 8. Februar: Siegfried Fink, deutscher Schlagzeuger und Komponist († 2006) 9. Februar: Rolf Apreck, deutscher Kammer- und Opernsänger († 1989) 10. Februar: Nelson Pinedo, kolumbianischer Sänger († 2016) mini|hochkant=0.6|Gotthilf Fischer; * 11. Februar 11. Februar: Gotthilf Fischer, deutscher Chorleiter († 2020) 11. Februar: Conrad Janis, US-amerikanischer Schauspieler und Jazz-Posaunist († 2022) 12. Februar: Andreas E. Beurmann, deutscher Musikwissenschaftler, Komponist und Physiker († 2016) 12. Februar: James Cohn, US-amerikanischer Komponist († 2021) 12. Februar: Horst Köbbert, deutscher Sänger und Moderator († 2014) 13. Februar: Gerald Fried, US-amerikanischer Komponist und Musiker († 2023) 15. Februar: Joel Rosen, US-amerikanischer klassischer Pianist († 1998) 16. Februar: Porfi Jiménez, venezolanischer Komponist, Arrangeur und Bandleader († 2010) 16. Februar: Patty McGovern, US-amerikanischer Pop- und Jazzmusikerin († 2024) 17. Februar: Tom Jones, US-amerikanischer Musical-Texter († 2023) 20. Februar: Osvaldo Berlingieri, argentinischer Tangopianist und -komponist († 2015) 24. Februar: Juan Allende-Blin, chilenischer Komponist 24. Februar: Jo Erens, niederländischer Volkssänger († 1955) mini|hochkant=0.6|Fats Domino; * 26. Februar 26. Februar: Fats Domino, US-amerikanischer Pianist, Sänger und Songwriter († 2017) 26. Februar: Monique Leyrac, kanadische Sängerin und Schauspielerin († 2019) 27. Februar: René Clemencic, österreichischer Musikwissenschaftler, Dirigent, Komponist, Organist, Cembalist und Blockflötist († 2022) 28. Februar: Elena Burke, kubanische Sängerin († 2002) 28. Februar: Tito Reyes, argentinischer Tangosänger und -dichter († 2007) 29. Februar: Edna Little, kanadische Chorleiterin und Musikpädagogin

März 1. März: Zhao Yanxia, chinesische Darstellerin der Peking-Oper († 2025)