Ďačov (ungarisch Décső, älter auch Decső)Slovenské slovníky: Názvy obcí Slovenskej republiky (Majtán 1998) ist eine Gemeinde im Osten der Slowakei mit Einwohnern (Stand ). Sie gehört zum Okres Sabinov, einem Kreis des Prešovský kraj, sowie zur traditionellen Landschaft Šariš.

Geographie mini|links|Ďačov Die Gemeinde befindet sich im Bergland Spišsko-šarišské medzihorie unterhalb des südlich gelegenen Bachureň-Gebirges am Bach Ďačovský potok im Einzugsgebiet der oberen Torysa. Das Ortszentrum liegt auf einer Höhe von und ist dreieinhalb Kilometer von Lipany sowie 14 Kilometer von Sabinov entfernt.

Nachbargemeinden sind Krivany im Norden, Lipany im Nordosten, Dubovica im Osten und Süden, Vysoká im Südwesten sowie Torysa im Westen.

Geschichte mini|links|Griechisch-katholische Erzengel-Michael-Kirche Ďačov wurde am Anfang des 14. Jahrhunderts nach deutschem Recht gegründet und zum ersten Mal 1338 als Deychehalma schriftlich erwähnt. Damals war das Dorf Besitz des Geschlechts Tekule, 1350 lag es im Herrschaftsgebiet der Burg Kamenica. 1427 wurden nach einem Steuerverzeichnis 32 Porta verzeichnet. Später hatten Familien wie Dessewffy, Tahy, Berzeviczy und Palocsay Güter im Ort. 1787 hatte die Ortschaft 55 Häuser und 400 Einwohner, 1828 zählte man 74 Häuser und 542 Einwohner, die als Landwirte, Obstbauern und Fuhrmänner beschäftigt waren.

Bis 1918 gehörte der im Komitat Sáros liegende Ort zum Königreich Ungarn und kam danach zur Tschechoslowakei beziehungsweise heute Slowakei. In der ersten tschechoslowakischen Republik war Ďačov ein landwirtschaftlich geprägtes Dorf. Nach dem Zweiten Weltkrieg arbeitete ein Teil der Einwohner in Industriebetrieben in Städten wie Sabinov, Prešov und Košice.

Bevölkerung

Nach der Volkszählung 2011 wohnten in Ďačov 752 Einwohner, davon 750 Slowaken und ein Russine. Ein Einwohner machte keine Angabe zur Ethnie.

411 Einwohner bekannten sich zur römisch-katholischen Kirche und 333 Einwohner zur griechisch-katholischen Kirche. Sechs Einwohner waren konfessionslos und bei zwei Einwohnern wurde die Konfession nicht ermittelt.Ergebnisse der Volkszählung 2011 (slowakisch)

Bauwerke und Denkmäler griechisch-katholische Erzengel-Michael-Kirche aus dem Ende des 13. Jahrhunderts, ursprünglich gotisch, später im Renaissance- und Barockstil umgebaut römisch-katholische Kirche Unbeflecktes Herz Mariä

Einzelnachweise

Weblinks

Eintrag auf e-obce.sk (slowakisch)

Kategorie:Ort in der Slowakei Kategorie:Ersterwähnung 1338